Corvonism

ALICE IN CHAINS: BLACK GIVES WAY TO BLUE

ALICE IN CHAINS: BLACK GIVES WAY TO BLUE: VIRGIN (EMI): 2009

Black Gives Way To Blue

Die verspätete Seattle-Aftershow-Fete.

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Wenn man ganz ehrlich ist, war die Zeit für Grunge und all die 1992 ‘er Nachwehen nicht nur vorbei, sondern bereits komplett Geschichte. Als frisch nach dem Millennium Heerscharen an US-Rockern sich mehr oder weniger kompetent an den Herren der Dekade zuvor orientierten (Theory Of A Deadman, Puddle Of Mudd, Godsmack etc.), war offensichtlich, dass neu geladene Erinnerungen gut und schön sind, aber die Musikhistorie ungekonnt verwaschen bzw. gedankliche Verbindungen setzen, die mehr weh als gut tun.

Alice in Chains waren immer die coolere Grungeband. Sie setzten weder auf so eine musikalisch reduzierte Ein-Mann-Show wie Nirvana oder dem verschrobenen Indien-Psycho-Kosmos der Stone Temple Pilots, noch auf die potentiellen Soundtrack-Massenhymnen von Pearl Jam bzw. die Garagenkracher der Mudhoney-Jungs. Immer standen sie mit einem Bein im Heavy Metal, bedienten sich wabernden 70er-Jahre-Doomriffs, hatten eher das Image der selbstzerstörerischen Rocktypen und wollten nie so wirklich als Everybodys-Posterboys durchgehen. Seltsame Junkhead-Bekenntnisse und flehende Todessehnsüchte waren und sind eher kein gern gehörtes Mainstreamfutter.

Es war der Tag X. Layne Staley = tot. Damit zersprang der letzte aufrecht wankende Grungefunke, der bereits mit der elektronischen Unterwanderung des Rock und aufkeimenden New Metal-Invasion in die Ecke verdrängt wurde. Hoffnung ist tabu, gerade wenn der Sänger und Frontmann das lebenstechnische Handtuch wirft. Und so war Staunen und Stirnrunzeln angesagt, als Gerüchte eines Alice In Chains-Comebacks die mediale Runde machten. Wo bleibt da die Ehrfurcht? Der Respekt vor dem eigentlichen Ruf ? Scham und generelle Moralvorstellung? Wer sollte bitte Layne ersetzen? Den Mann, der bis zum Ende mit einem Charisma aufwarten konnte, welches man sich eben nicht kaufen, geschweige denn antrainieren kann. Neues Material nach 13 Jahren – kann nur schief gehen.

Nun ist es raus. Einmal das Album „Black Gives Way To Blue“, und dann, dass es Wiedersehen gibt, die nicht nur Freude machen, sondern im besten Falle auch richtig gut tun. Im Grunde ist auch 2009, nach vielen Jahren Bandpause und kommenden und gehenden Musikhypes alles wie zu den Zeiten, als MTV noch Geld und Platz für Clipformate hatte. Als Karohemden nicht zum wiederholten Mal angesagt waren, lange Haare ein Must-Have und die Generation X die Zukunft als das schwarze Loche ansahen. Kompositorisch ist das alte Schulte, aber eher der freundschaftliche Schulter- als ungewollte Schenkelklopfer. Die kellertiefen Sägeriffs ziehens sich im Classic Rock-Kontext durch 3/4 der Platte, bleiben dennoch zu schräg gespielt um den 0815-Brummifahrer das Cap wackeln zu lassen. Das Wechselspiel aus der vokalen Disharmonie, die sich erst zweistimmig aufbaut, um in nächsten Moment in sich zusammenzufallen, feiert wieder ihr ausgedehntes Fest . Kein „Oooh!“ und „Yeeeah“ zu selten oder zu kurz gehalten. Die obligatorischen Balladen fehlen genauso wenig, wie der Anklang von Countryfolk unter den akkustischen Zeilen. Macht unter dem Strich also den nahtlosen Anknüpfer an die letzte, selbstbetitelte Platte? Nicht ganz. Lyrisch ist die Verzweiflung entschärft, musikalisch die Schärfe leicht entzweifelt wurden. Egal, das passt trotzdem, schließlich kommt ehrlich gemeinte  Wut auch im neuen Jahrtausend besser selten auf Knopfdruck.

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ONE WEEK.

ONE WEEK: KANADA: 2008

One Week

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Nichts will als mehr Zeit- und Nervenverschwendung durchgehen als die alte  „Was-wäre-wenn?“-Frage. Hätte die Nachbarin nicht geklingelt, die U-Bahn keine Verspätung oder der Hund keinen Durchfall gehabt. Die Geschichte würde anders geschrieben werden. Spekulation ist der Menschen Wohl und Hohn in einem. Stelle dir vor, du bekämst heute akut die Diagnose, welche nur eines schlussfolgert: Die Zeit rennt bzw. ist nahezu vorüber. Was nun? Entgegen flitzen, sich beruhigt zurück legen oder für die un/bestimmte Zeit genau sich der Existenz hingeben, die man nie oder immer sein wollte.

Wer will einem vorschreiben, wie man sich in Extremsituationen verhält? Wer will wissen, welche gedanklichen Kanäle parallel Achterbahn fahren? Wo fängt Egoismus an und hört Selbstbestimmung auf?

Regisseur und Drehbuchautor Michael McGowan tut in „One Week“ gar nicht so, als würde er es wissen. Er wühlt die Fragen auch zu keiner Zeit psychoanalytisch auf, verzettelt sich nicht in pathetischer Überinterpretation des Gedankens an Tod, Vergängnis und Endlichkeit.

Kanada scheint mit seinen idyllischen und teilweise unfassbar anmutenden Weiten geradezu prädistiniert als Kulisse für einen Roadmovie, der im Grunde keiner sein möchte. Joshua Jackson bricht aus seinem mittelprächtigen US-Serien-Image raus, ohne die Figur des Endzwanzigers Ben eine künstlich aufgesetzte Dramatik aufzuheizen. Solch eine endgültige Diagnose bringt um den Verstand, lässt Zweifeln und alles hinterfragen, was zwischen Beziehung und Lebensführung bisher Bestand hatte. Liane Balaban spielt die Rolle der in sich versteiften und eindimensional agierenden Verlobten außerordentlich überzeugend. Man möchte sie schütteln, Szenen festhalten und ihr klar machen, dass es Ben ist, der für sich selbst Entscheidungen treffen muss.

Charmant und mit einer sensiblen und doch nicht luftleeren Leichtigkeit wird man quer  durch Bens Motorradreise geführt. All die ernüchternde Schwere wird hinter den Bergen belassen, jedes inszenierte Augenzwinkern kommt passend und kämpft nicht um erzwungen auflockernde Situationskomik. Und so ist der Hauch von Tragik durchgehend spürbar, wird jedoch nie als Mittel zum typischen Zweck erkoren. Was bleibt, sind 94 Minuten getragener Unterhaltung, die mal wieder nachhaltig die gedankliche Waagschale vom Sein und Werden füllen. Da darf man auch mal Danke sagen.

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(500) Days Of Summer.

(500) Days Of Summer: USA: 2009

(500)

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Songs, welche von sich behaupten, keine Liebeslieder zu sein, oder liebliche Geschenke, die auf keinen Fall liebenswert gemeint sein sollen, sind schon so eine seltsame Seuche der Neuzeit. Dass das Genre „No-Love-Movie“ von Jahr zu Jahr dichter besetzt wird, passt da nur umso besser in die allgemeine Entwicklung rein. Der Konsumt, Hörer oder Zuschauer kann anscheinend selbst schlecht einschätzen, wo die Botschaft hingeht oder das was das imaginäre  Etikett aufzeigen soll. Das nimmt Spannung und Erwartung, schließlich wird der Begriff  Liebe dann nur skelletiert, in seine allgemein kritischen Bestandteile zerpflügt. Das nennt man berechenbar. Im schlimmsten Falle langweilig.

Anti-Beziehungskomödien gibt es zuhauf. Partnerschaften, die zum Scheitern verurteilt sind bzw. so tun müssen, um der Nähe zu Realität und Alltag Rechnung zu tragen. Wo die Aussage: Stay solo! aufleuchtet, die Contra-Liste mit einer satten Portion Überhangmandaten aufwarten kann. Die Verliebten naive Träumer sind, verkappte Neuauflagen ihrer Eltern. Ziemlich einfach gedacht alles.

In (500) Days Of Summer lebt sich diese Sparte quer gedrückter Großstadtromantik wie ein extra errichtetes Paradebeispiel aus. Die Hauptcharaktere Tom und Summer erleben die Liebesgeschichte mit Verfallsdatum. Wobei hierbei der Katy Perry-Verschnitt mit ihrer lockeren, unverbindlichen Art zu Beginn noch begeistern kann, im Laufe der 97 Minuten dann an Coolness verliert bzw. Entscheidungen trifft, die weder Tom, noch der konventionelle beziehungserprobte Zuschauer gut heißen oder nachvollziehen kann. Der Rahmen oder Platz zum Mitfühlen fehlt leider, fällt inmitten der zahlreichen angedeuteten Ideen von Script und Produktion misslicherweise den Stadtpark runter, der Dreh- und Angelpunkt des Geschehens sein darf. Drumherum wird das liebenswerte, aber recht bissfreie Gefühlsunterfangen in den zu erwartenden unchronologischen 500-Tages-Kalender gepackt, bekannte bis verdrängte Indie-Popsongs inklusive. Euphorische Melancholie auf Zelluloid kann schön sein, unbeschwertes Coming-Of-Age-Geschwurbel mit Mute-Taste und dem Schenkelklopfer-Finale des Monats sind spätestens übermorgen vergeben und vergessen.

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IN vs. OUT-Liste: OKTOBER 2009.

IN vs. OUT-Liste: OKTOBER 2009.

001

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[IN]

! Der Schlafplatz als persönliches Premium-Moosbeet] 3 Decken sind erst der Anfang. Motto: Ob du wirklich richtig liegst, siehst du wenn das Licht ausgeht.

! 90er Jahre-Metal] Glaubt einem niemand, ist aber so. Zweifel verdrängen und epischen Gitarren den Freiraum bieten, der ihnen dank Queerlectro und Pussyfolk viel zu ewig verwehrt blieb.

! Partyaufhänger] Die coole Freundin der peinlichen Motto-Party.

! Reumütige Bedienungen] Welpenblick und Herz-Fassen nach vergessener Bestellung oder ausgedehnter Wartezeit kommt gut, wenn auch mehr als vier Entschuldigungen anbiedernd bzw. unpassend anmachend wirken.

! Umzugs-Aftershow-Dinner] Der einzig köstliche Grund, warum man die Schweissperlen überhaupt zulässt.

! Quickie-Geburtstagsgratulationen] Ein groß angelegtes Fest in vier Akten kann schön sein, der knapp und effektiv gesetzte Geburtstagsbesuch nach Mitternacht setzt dennoch erlebte Maßstäbe. Achtung:  kann schlecht inszeniert als unhöflich betitelt werden, gerade wenn das Präsent eher profesorisch anmutet.

! Unkonventionelle Umwege] Müssen nicht grundsätzlich unter illegal laufen.

! Konversationen im Mute-Modus] Danke.

! Neue Wohnkonstellationen] Änderungen im menschlichen Gefüge auf weniger als 60 qm tun meistens gut. Tapetenwechsel kommt später.

! Interaktive Konzerterlebnisse] Nicht das Gruppenshouting im Hardcoredress, eher fliegende Sonnenbrillen oder gerne auch Sojareiswaffeln als materielles Feedback der Menschen auf der Bühne.

! 24/7-Einkaufsmöglichkeiten] Leider viel zu selten über die Haus-und Hof-Frittenbude oder den Standard-Spätshop hinaus. Wo bleibt denn da die durchgehende Alternative?

! Gemeinschaftsgefühl auf Knopfdruck] Und jetzt alle: We are all 2gether now!

! Rastplatz als Ruhepol] Scheiß auf den Stadtpark!

! Ungeklärte Situationen] Machen Kopfschmerzen, nach der Aussprache erwacht dann die trübe Ernüchterung.

[OUT]

? Großstadtromanzen] Nein, sie sind eher schmerz- denn herzzererreissend. Ist alles nur Zufall, oder wie war das?

Spruch: Hä, es gibt nicht den Richtigen – ich probiers schon seit 3 Wochen.

? Hyperplanung] Heute zu wissen, was übermorgen schon sein könnte…nett wie das Gaffen in die Sterne, aber unrealistisch, weil lediglich sinnfrei verbratene Euphoriesoße.

? Unselbstständigkeit] Fragen, Probleme und all die überflüssigen Skepsisblicke als Dauerbeschallung gehen an Substanz und rütteln am Nervenkostüm. D.I.Y., Alter!

? Arbeitsunfälle] Nicht der Fleischer am Eck oder der rachsüchtige Hausmeister sind das inoffizielle Ventil des Bösen. Es bleibt die Stelle, die den monatlichen Knietief-Dispo entlastet. Verdrehter Daumen, Kopfplatzwunde oder kurioser Infekt, der nur auf Infarkt wartet > da muss mehr als eigentlich kann.

? Junggesellinenabschied mit 7,5 bpm] Wenn schon doofes Kostüm und Rattenschwanz von Mitleidenden, dann doch bitte ohne Mienenmiene.

? Soldout!] Wo leben wir denn, oder: Muss sowas sein?

? Jeder 2. Diskussionsteilnehmer] Ob Sprach- oder Wissenstörung, viel zu oft kreischen öffentliche Gesprächsrunden geradezu nach Vorschlaghammer oder Maulkorb.

? Typische Rollenverteilung als Lebenseinstellung] Wer muss den Schrank aufbauen? Wer weiß, wieviel Weichspüler nötig ist? Wer kennt die optimale Hauttherapie? Letztlich muss jeder alles können, wenn schon nicht wissen.

? Bleistift als Wahlutensil] OSZE, wo wart ihr?

? Mühe-geben] Kann nicht mehr als der Anfang sein.

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REEPERBAHNFESTIVAL 2009: HAMBURG: 24.-26.09.2009

REEPERBAHNFESTIVAL 2009: HAMBURG: 24.-26.09.2009

Reeperbahnfestival.

Von der Skyline über den Bordstein und zu oft zurück.

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Drei Tage Reeperbahnfestival bedeutet für jeden etwas anderes. Das Gute vorweg: der Sommer ist vorbei, hier gibt es kein Campinggelände und somit kein Heringstechen und Klostehen. Aber letztlich kein Festival ohne Zeitplan im Hinterkopf bzw. Stechuhr als Antrieb. Für Otto-Normal-Musikhörer sind der Donnerstag bis Samstag einfach das livehaftige Überraschungsprojekt, bei Musikfreaks eher Rennen samt Ärgernis. Große Leerphasen treffen mehrfach gestapelte Highlights. Da heißt es abwegen. Mit Glück hat man dann rückblickend die korrekten Entscheidungen getroffen.

Gut getroffen war z.B. der Auftritt des Fleet Foxes-Drummers J. Tillman. Die These, dass die Typen hinterm Schlagzeug solotechnisch meist belangfrei agieren, wird eher selten wiederlegt. J. tut das. Nicht lautstark, nicht triumphierend, eher im klassischen Singer/Songwriter-Stil. Wo Blues und Semi-Country latent den Ton abgeben. Wo nicht der einzelne Track im Vordergrund waltet, sondern die gesamte Atmosphäre dank Hall und Zweistimmigkeiten zum Zerschneiden bereit steht.

Soloding die Zweite: Ramona Falls. Brent Knopf, Menomena-Gründungsmitglied, hat sich von seinen verschrobenen Soundmixturen losgesagt, den Obskuritäten entkleidet und steht schlacksig und songtechnisch halbnackt in der kleinen Hasenschaukel. Spätestens live entwickeln Perlen wie „Russia“ (!) oder „Going Once, Going Twice“ ihre ganze Leidenschaft. Mit den Dear Reader-Mädels im Background, wenigen kleinen Verspielern und einem Schlagzeuger, der sogar den nahestehenden Ofen mitverwendet, werden die 45 Minuten zum Gefühls-Stand-In der sympathischsten Gattung.

Und wenn man schon beim Emo-Thema ist, da können Dear Euphoria nicht weit sein. Aufbruch ist da natürlich No-Go, eher innerer Einbruch. Das Klavier wird von Elina Johansson in der Tradtition bekannter Grand Dames der Pop-Historie wie Tori Amos bedient. An den Tasten leidet es sich wohl für immer am besten. Wenn noch Schweden als Herkunft im Pass steht, ist nahezu Verlass auf Feingeistiges ohne Verfallsdatum.

Neben all der zelebrierten Trauer muss doch irgendwo Platz für das Wort Fest in Festival sein. Das gibt es als quasi Rausschmeisser der netten Spot-on-Denmark-Reihe im Knust dank Turboweekend als Samstags-Headliner. Das Programm verdreht das, was der Bandname versprechen könnte. Kein zappelnder NuRave, der außer Knarzen nichts hält, was er verspricht. Turbo sind eher die überwiegenden Kompositionen, welche deutlich tanzbar und agil schallen, aber dennoch klassisches, potentes Songwriting atmen. Mit elektronisch verstärktem Unterbau fliegen die Pophits in spe wie  „Trouble Is“ und „Up With The Smoke-Down With The Ash“ durch die Bude. Sänger Silos hievt auch die weniger starken Tracks mit seinem naturgebenen Charisma, welches zwischen tanzfreudigen Schuljungen und konzentriertem Mikrohalter pendelt, Richtung Daumen hoch.

Und was war noch? Nichts, wo man sich nicht vorstellen könnte, wie die Lage ausschaut. Bei Emiliana Torrini schreien die 15-Jährigen nach dem „Jungle Drum“, die Editors geben den Upper-Class-Neo-Wave im proppevollen D-Club, Jose Gonzales soll mit seinen Akkustik-Intimitäten eine Kunststoff-O2-Arena beglücken, Olafur Arnalds klaviert sich vor einem gaffenden Sitzpublikum etwas unpassend in die Nacht, und Seasick Steve gibt einen den Entertainment-Glauben an alternde Ex-Knackis zurück. Klingt bunt – war es auch. Und wie steht an einem Haus Richtung Reeperbahn: Gesund ist bunt.

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Die sieben Formen des Schenkens.

Die Hände offen halten, gierig raffen oder sich holen, was bei 4 nicht hinter den Bäumen ist – Nehmen ist gut, Geben tut das jedoch ebenso. Schenken macht frei und angeblich schön. Doch Vorsicht: Schenken ist nicht gleich schenken. Da steckt der Unterschied weit unter der Ringelschleife.

presented

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01] Das versöhnliche Geschenk:

Nach dem Krach am Ehebett oder der Ohrfeige vor der Partymeute gibt es nur eines, was die Situation wieder begradigt – eine Geste der Versöhnung. So staubig und soap-opera-like es sich auch liest, die Friedenspfeife in eingepackter Version macht sich weiter gut, und ersetzt ein übertriebenes „Pardon“ auf Knien (ist dennoch das winselnde Schoßhündchen unter den Geschenkeformen).

Gerne gewählt: Rote Pflanzen (Rosen, Nelken), Pralinen, ein Essens-Gutschein

Nicht an: den Chef, den One-Night-Stand von letzter Woche

02] Das alberne Geschenk:

Wenn man sich keine großen Gedanken oder Mühen machen bzw. den Clown aus der Torte springen lassen möchte, wählt man ein Präsent, welches dumm und gerne auch dümmer ist. Wo die Stirn des Beschenkten ein runzelndes Fest feiert und dieser im Stillen nicht weiß, ob laut gelacht oder leise Galle gespuckt werden soll. Ein bißchen Spaß unter dem Geschenkpapier darf mal sein, sollte jedoch nicht zum ständigen Running-Gag mutieren.

Gerne gewählt: Sexualspielzeug, 1 Euro-Artikel, Restposten

Nicht an: die Schwiegereltern, die Ehefrau

03] Das Genie-Geschenk:

Man hat Ideen und will in allem besser sein, selbst im Schenker-Sein. Nichts mit abgenudelten Durchschnittsstoff, welcher ebenso von den Eltern oder Nachbarn hätte kommen können. Das überraschte Gesicht beim Auspacken, die Bewunderung allerorts ist Triebfeder und lässt parallel den allgemeinen Druck stetig wachsen.

Gerne gewählt: Selbsterfundene Hilfsmittel der individuellen Sorte wie unbekannte Maschinerien oder selbstentwickelte Versuchsreihen

Nicht an: Bekanntschaften, sich selbst

04] Das überladene Geschenk:

Kingsize ist was für Amateure. Kleinkram und geschenktes Fingerfood langweilt, und so packt man ein, was Rahmen sprengt bzw. andere Konten implodieren würde. Es ist wie die ausgestreckte Hand aus Platin oder die Golddusche. Trotzdem wirkt es wie das natürlichste des Tages, schließlich gönnt man dem Anderen ja sonst nichts bzw. wer definiert schon Protzbrocken?

Gerne gewählt: Immobilien, 5-Türer, Modekollektionen, Inseln

Nicht an: die-Partnerschaft, dem Haustier

05] Das fiese Geschenk:

Geschenke können gerne mehr sein als nur lieblich gemeinte Streicheleinheit. Werden vielleicht mit dem Halbgrinsen überreicht, zeigen nach dem Schleifchenlösen dann aber Stacheln und Stinkefinger im Doppelpack. Sollen Problemzonen offenbaren und Seitenhiebe als ganze Lattenroste umfunktionieren.

Gerne gewählt: Hygieneartikel, Mülltüten, Sterbeurkunde

Nicht an: Arbeitskollegen, gute Freunde

06] Das offensichtliche Geschenk:

Etwas zu überreichen kann mit Pomp und Anmut passieren, genauso aber mit der naturgegebenen Langeweile oder Sonntagsatmosphäre. Schenken ist halt Pflicht und gehört sich so. Muss praktisch sein, funktionieren und Sinn machen.

Gerne gewählt: Handtücher, Socken, Krawatte

Nicht an: den Schwarm, die Kinder

07] Das Fettnäpfchen-Geschenk:

Treudoof und mit guten Absichten steigt man in die Schenkungsarie und landet schlußendlich doch wieder bei der Ernte von Spott, Enttäuschung und Kopfschütteln. Wenn man unter vier Augen von einem Intimpilz hörte, ist das Überreichen einer teuren Spezialsalbe nett, ebenso aber reichlich unpassend. Und nach einer Scheidung macht sich eine verpackte Premium-Mitgliedschaft bei New-in-love.com allenfalls naiv.

Gerne gewählt: Dinge, die schon eingepackt doof aussehen

Nicht an: Menschen, die einem wichtig sind

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Danke, Lady Gaga.

Lady GaGa

Sollen sie dich doch beschimpfen, erniedrigen oder im Endeffekt nur nicht verstehen. Dich reduzieren auf deine selten nachvollziehbaren Werbeaktionen. Dich als fremd kreiertes Objekt zwischen SM-Trash und 90er-Jahre-Subunkultur wahrnehmen. Als Sängerin, die ihre Lieder nicht ernst meinen kann bzw. die junge Zielgruppe mit querpolierten Eurodance-Songs samt Zungenschlag bitte nicht in die Irre führen soll. Ein dubios wirkendes Spiegelbild als Idol darf nicht gut gehen. Geht es aber, nicht grundlos wird „Pokerface“ an der internationalen Top-Single 2009 kratzen. Das wandelnde Fragezeichen nutzt die überschaubar prodzierten Tanzkroketten nur als Mittelsmann zum künstlerischen Zweck. Schließlich liebt sie genau das: die Kunst.

Während weibliche Dauergänger wie Beyonce Knowles ständig was von großer Tiefe, Weiterentwicklung und Liebe zur Musik vorraunen, bist du es liebe Gaga, welche uns kein Huhn als Ei verkauft. Du verweist auf Andy Warhol und Queen, einen imaginären homosexuellen Lifestyle und das urbane Treiben in sozialen Nebenschichten, billige Slogans die Aufsatzstoff bieten. Du verkleidest dich, bist der Bruder, den niemand möchte bzw. die Tochter, an der jeder verzweifelt. Machst Typen Angst, wirfst Zweifel auf. Das ist mehr als Marusha, Madonna und Lolo Ferrari zusammen je stabeln könnten. Du trägst abwischbare Burlesque-Kleidung, Glitzerstäbe und Kopftücher -parallel. Hast den Badeanzug wieder schalom-fähig gemacht, von Perücken ganz zu schweigen. Wen interessiert schon, wer die Person wirklich ist, die bei den MTV Awards Kunstblut ausschwitzt, und angeblich mit Marilyn Manson auf Friedenspfeife ist. Die Person, die Verträge von TV-Sendern vorgehalten bekommt, die strikte Busenverdeckung intus haben. Die gesamte Wahrheit ist so schrecklich berechenbar, darum bleib noch eine gute Saison der Konventionen-Schreck auf dem Thron. Be- statt nur wundern wird man dich erst eine gute Dekade später, wenn wieder die graue Feminenz das kommerzielle Ruder übernommen hat und der nötige Abstand herrscht, um zu sehen was wir an dir hatten, kleines Biest.

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Die Top 20-Suchbegriffe

… die zu Corvonism leiteten:

froster

01] mann von frau erdrückt

02] robert pattinson auf laufband

03] community ist nur lügen und betrogen

04] typische pornofigur

05] entscheide dich herz oder verstand

06] einführung calippo cola

07] coole kleingartenhäuser

08] jared leto schlechteste konzert meines lebens

09] runterspülen

10] model le visage

11] jungs beim wichsen

12] ich vermisse dich

13] metro rum geschenkkarton

14] wie kommt man step by step zur frisur

15] wer nimmt coca cola glaspfand zurück ?

16] thomas victor kann einfach mehr

17] wunde mit herzform

18] für nichts zu schade

19] urbanize verarscht du mich ? ich weiß es

20] frau wichst schwänze in unterwäsche

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ANTICHRIST.

antichrist

ANTICHRIST: 2009

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„Der umstrittenste Film des Jahres“. So bewirbt das Flugblatt einer kleinen Berliner Kinoinstitution die 104 Minuten. Die Erwartungshaltung dank des in Stein gemeiselten Filmtitels darf immens sein. Der aufwirbelnde Ruf, der seit der Cannes-Revue besteht, muss erstmal Bestätigung finden. Doch die Moral der Geschichte wird auf den Kopf gestellt, liegen am Ende doch mindestens drei Schlussfolgerungen auf den Kinosesseln, welche die Fragezeichen ersetzen sollen.

Die Frau an sich ist die Verkörperung des Bösen, die Geisel bedingungsfreier Befriedigung, der Motor von Erniedrigung und unausgeglichenem Schmerzaustausch. Klingt so spannend, wie hetzerisch unausgegoren.

Traue keinem Tier ohne wirkliche Haustieravancen. Die leben schließlich nicht grundlos dort, wo nachts noch wirklich Nacht ist.

Vergrabe dich, jedoch nicht in eine Diplomarbeit oder andere wichtige Lebensaufgabe, die Aufmerksamkeit und Konzentration erfordert.

Lars von Trier selbst überschlägt sich selbst wenig in Aufklärung und Erörterungswut. Soll man doch selbst rausziehen, was sich eben ziehen lässt. Und da steckt mehr, als man wahrhaben möchte. Die Liebe zur Natur, zur traditionellen Sagenwelt und zu den Gletscherspalten der menschlichen Psyche. Die Freude am Sezieren verzweifelter Taten, Ausleben der Slow-Motion.

„Antichrist“ ist nicht der polarisierende Schocker, vor dem international das Warnschild prangt. Nicht der gewaltverherrlichende Streifen Kulturgut, der unter dem gestürzten Kreuz mit allzu typischen Hilfsmitteln den Zweck bedient. Da steckt der Teufel im offensichtlichen Detail, nicht beim blutenden Handjob. Die im Finstern prasselnden Eicheln, das liebliche Reh samt Totgeburt, die Knochen- und Sehnensituation der Darsteller. Es setzt Symbolik im Sonderangebot, gedankliche Verknüpfungen allerorts. Hochästhetisch in Szene gesetzt, mit einer Prise Doom in visueller Hinsicht. Videoclipatmosphäre der besonderen Art, Spielfimflair der fast geläufigen. Alles in allem nachhaltig und akzentuiert, doch nicht dermaßen im Chaos gefangen wie man vermuten durfte.

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RAMONA FALLS: INTUIT

RAMONA FALLS: INTUIT: SOUTTERAIN (ROUGH TRADE): 2009

Intuit

Hände im Schoß.

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Warum das Spice Girls-Comeback floppen musste? Ganz klar, da der „Girl Power“-Banner allgegenwärtig ist, sich geradezu penetrant in alle Richtungen zoomt. Gleichberechtigung hinter dem Mikro ist ausgekämpft bzw. längst vom Unentschieden gekippt. 70% des Radio- und Clipprogramms ist weiblich gekleidet. Und diese Doppel-X-Chromosierung nimmt sich dermaßen viel raus, dass man verwundert und empört zugleich sein darf. Da braucht man über die zunehmende Rücknahme der männlichen Zunft nicht verwundert sein. Isolation, abgedunkelte Arbeitszimmer, aufgezogene Kapuze, Furcht vor Nähe.

Wenn Ramona fällt, leidet mindestens einer mit. Der, der dort bedrückt in der Fensterbank sitzt. Inmitten der groß produzierten Instrumentierung und doch fernab vom bombastischen Großstadttrubel. Der, der sich zurückzieht, der nach unten singt. Der, der ohne Tränen leidet. Der ohne obligatorisches Magnet anzieht, seine Songs aber reihenweihe auszieht. Alles runterbricht, was nicht stehen möchte. Da fehlt die Frage, wo Pop anfängt, Extravaganza aufhört und wann Typen sich mal ins Kissen drücken dürfen. Wie das Panorama des Mount Hoods mit den Straßen Portlands  im Vordergrund.

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Der Herbsthoroskop-Quickie 2009.

Der Herbsthoroskop-Quickie 2009:

Direkt, offenherzig und verdammt realistisch. Heute wissen, was die kommenden 3 Monate regiert.

boot.

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Jungfrau [24.08.-23.09.]

> Genial!

Du bekommst imaginäre Auszeichnungen, Urkunden und Medaillen für dein Sein, v.a. von erwartungsbefreiten Mitexistenzen und gerne wie aus dem Nichts . Weiter nicht nach unten orientieren, das potentielle Auf-Köpfe-Spucken-Können genießen!

Waage [24.09.-23.10.]

> Neudimensional!

Unerklärliche Begegnungen und Erlebnisse der vierten Art kreuzen deinen Weg bzw. stellen dir Häkchen. Du als Akte X-Beauftragte/r 09, mit Hut auf der Hut sein!

Skorpion [24.10.-22.11.]

> Turbo!

Eine Stufe aufwärts und zwar nicht im Leerlauf. Du erreichst Ungeahntes, erlebst intensiver und bist mitten im wohlwollenden Chaos. Scheiß auf Anti-Blockiersystem!

Schütze [23.11.-21.12.]

> Tragisch!

Tränen lügen vielleicht nicht, sind aber dermaßen salzig, dass es weh tut. Schick die Stressoren und Unglücksmacher dahin, wo keine Sonne scheint. Weg bleiben von Sümpfen und Morast!

Steinbock [22.12.-20.01.]

> Ausgekugelt!

Sich vor Laschen rollen, vor Schmerzen kringeln oder vor Abschreckung zusammenziehen. Ein Festival der gefühlten Zerrungen und Wirrungen steht an. Da heißt es, gut aufwärmen bzw. vorglühen!

Wassermann [21.01.-19.02.]

> Missverstanden!

Du möchtest eine Torte, erhälst einen Löffel. Du sehnst dich nach Urlaub, bekommst Kopfhörer. Es ist nicht so, dass man dich zwanghaft falsch verstehen möchte, doch gibst du Drehmomenten ständig Futter. Steh aufrecht und mach auf transparent!

Fische [20.02.-20.03.]

> Anrüchig!

Die Hände in den Schoß legen, interpretierst du auf deine ganz eigene Weise. Da mal gaffen, dort kurz greifen. Immer mit der Zweideutigkeit im Unterbewusstsein/Unterleib. Aber: Ist der Ruf erst uriniert…!

Widder [21.03.-20.04.]

> Satt!

Du willst viel – viel zu viel. Der Hunger nach Aufmerksamkeit und ein stetiges Lechzen nach Spiel/Spaß/Spannung zeugt von Aktionismus, könnte genauso verschrecken. Stillstand auf Zeit gerne mal zulassen!

Stier [21.04.-20.05.]

> Leidlich!

Der wünscht dir womöglich den Tod oder wenigstens 1x Lebenslänglich, der andere Mitmensch will lediglich deine Kohle, deinen Körper oder dein I-Phone. Alle sind böse, das setzt dir zu und bei dir an. Schmollmund wegschminken!

Zwillinge [21.05.-21.06.]

> Interaktiv!

Immer up-to-date, ständig im kollektiven Geschehen und eigentlich nie bei dir selbst. Hebt deinen Freunde-Bonus, verursacht eines Tages jedoch vielleicht den Sozial-Seuche-Anschliff. Zurücknehmen- und lehnen!

Krebs [22.06.-22.07.]

> Stinkig!

Niemand macht es dir recht und eigentlich scheint alles unecht. Du zweifelst, grübelst und motzt in dich rein. Das bleibt nicht unerkannt. Wechsel vom Mittelfinger auch mal Richtung Daumen!

Löwe [23.07.-23.08.]

> Verschlafen!

Die Zeitumstellung kann nicht für alles herhalten, das Wetter erst recht nicht. Du bist träge, auf Standby-Modus und stehst überwiegend neben dir und dem alltäglichen Wuselkabinett. Augen offen halten!

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Corvonistisches Spätsommer-Off.

Just The Imagination Available At Present. Please Click Later Again.

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beached

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Der S.

funshine.

Er mochte ihn nicht. Wie er einfach ankam, plötzlich einkehrte, sich breit machte und alle/s mit sich zog. Selbst die unter genereller Lethargie und ungekünstelter Sofa-Kartoffel-Mentalität agierenden Mitmenschen ließen sich auf ihn ein. Ob nun in finanzieller Hinsicht alles lockerer saß, der Biorhythmus bewusst verlegt wurde oder die Ansicht ausgelebt wurde, Aktionismus und Aktivität lägen nicht grundfrei knapp hintereinander. Er veränderte – manipulierte sogar. Dabei legte er auch frei, was verhüllt bleiben sollte. Unausgegorene Beziehungsstaatii bzw. unverfrorene Bekleidungsintermezzi. Sie sollten zeigen, was menschlich bleibt, auch und gerade bei gewünschtem Ü30-Sonnenschutzfaktor. Dabei wollte er sie doch lediglich auf den Boden holen. Den, der Tatsachen. Den, der chlorophyllreich ist und angeblich Picknick heißt. Den, der Menschen vereint, die nicht viel wissen bzw. zu viel. Dass übersteuerte Lichtzufuhr zwar zu Glücksgefühlen, ebenso zu Wahrnehmungsdefiziten führt. Gerne vermengt sich beides, wie die Hyperdosierung Animationsdeo mit der Tropfweinhöhle aus Schweiss und weiteren Körpersekreten. Er verursachte Menschenansammlung an unhygienischen Plätzen. Brachte zusammen, was nicht zusammen gehört. War grün und bunt, mächtig überstrahlt und dennoch mit weiten Schattenflächen. Jetzt ist er fort. Und obwohl er all diese Nebenwirkungen im Gepäck trägt, ist es erneut schwer zu sagen: Adios, bis nächstes Jahr, und jetzt geh auch endlich!

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