IN vs. OUT-Liste: November 2009.

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[IN]
! Auto als Allzweckmittel] Es darf auch mal auf Jugendherberge, Kneipe und Club geschissen werden, schließlich bietet der superverbleite Freund all das in einem. Macht Spaß, Dreck und Raubtiergeruch. Ansonsten gilt ab sofort: der Lenker ist für alle da, der Kofferraum auch.
! Suppe] Legt sich im ultrahocherhitzten Zustand angenehm schleppend von dünn- bis üppig dickflüssig Richtung Rachen. Das Gegenteil vom Nahrungs-Quickie.
! Drums] Geben den Beat an und spielen nach wie vor erste Geige. Dürfen auch öfters von weiblichen Mitmenschen bedient werden.
! Hotel-Übernachtungen] Du kannst/brauchst nicht immer 17 sein. Das frisch geputzte Eigenheim auf Zeit gibt dem hochtrabenden Begriff Luxus eine neu gelebte Bedeutung. Wobei ggf. der Einlaß schon zum Problem werden könnte.
! Aufgedrängte Prosits] Gewollter Abstand von Hochprozentigem wird von ihr, ihm oder ihnen zu gerne gesprengt. Was zählt schon der eigene Wille?
! Konsumieren] Raus mit der Kohle, solange sie da ist. Und vergiss gleichzeitig die verdammte Finanzbuchhaltung.
! Männerrunden] Schön primitiv aber wenig ertragreich bis fremdbeschämend schön. Spätestens ab dem Moment, wo die Alte vom Tresen mit dummen Fragen („Werdet ihr überhaupt von Frauen angesprochen?“) dazu tritt. Was dort passiert, bleibt auch dort bzw. wäre das meist angebracht.
! Wandern] Ohne blöden Stock und Gothic-Blick, aber mit der Lust auf Sauerstoffübersättigung und dem Liveerlebniss der Antichrist-Kulisse.
! Einsicht] Ob Fehler, pannige Aussagen oder fragwürdige Einstellungen. Sobald der Groschen selbst fällt, kann es bergauf/U-Turn gehen.
! Gespräche] Die mit Sprechen, Sätzen und ohne Alter, Digga, Vorhaut und Fotze. Kommt am Ende sogar mehr raus als nur der potentielle FSK 18-Aufkleber auf’s Konversations-Fazit.
! Navigationssystem] Jeder zweitklassige Beifahrer ist ersetzbar, leider.
! Mehr Eier auf der Bühne] Nein, nicht auf die Bühne (obwohl)! Nur weg mit dem (ramm-)dösigen Schmusekurs allerorts, der nach Pfeilern zum Anlehnen suchen lässt.
! Merchandise] Doch mehr als nur die finanzielle Notspritze für Bands. Manchmal muss Sympathie über Artwork und Nutzwert siegen.
! Neue Spitznamen] Auch die entwickeln sich von selbst bzw. ihr neues Eigenleben.
[OUT]
? Mangelndes Vegetarismus-Angebot nach Mitternacht] Wo bleibt denn da die Alternative bzw. Lebensmittel-Vielfalt? Bitte nicht nur die Massenschlachteplatte der einschlägigen Großunternehmen anbieten, schnelles Fressen sollte auch mal natürlich bunt und semi-koscher ausfallen.
? Mieses Publikum] Das ist nicht unbedingt das, was nach Vorstadt, Ibizaurlaub und unqualifierten Förderschulabschluss aussieht, sondern sich auch dementsprechend verhält.
? Undefinierbare Nachteindrücke] Mädels mit Drumpads auf dem Kopf, wacklige WG-Diskussionen wegen nächtlichen Fäkalverhaltens etc., sind nur der gefühlte Anfang.
? Bankunternehmen] Statt Wechselkurs einfach schnell wechseln.
? Ansagen von Security-Seite] „Dafür sind wir da. Wir geben Stempel. Immer so ‘ne Scheiße!“
? Raucherräume] Raus da. Sind wir Orkus-Leser, oder wie?
? Runterstufen] Kann man vielleicht Kilojoule, Fernsehkonsum und Ähnliches. Bei persönlicher Position in Freundschaft oder Beruf wird es mulmig bis ätzend.
? Alkoholmangel] Es lohnt sich immer eine Überdosis im Haus zu haben. Der Fall X wird es zeigen.
? Web-Zweideutigkeiten] Beweist immer wieder, dass all die Communities nicht mehr als eine Cybersex-Singlebörse für Fortgeschrittene darstellen. Wenigstens ist das öffentliche Ankrabbeln da for free und letztlich auch for freedom.
? Kleinstadtflair] Jaja, idyllisch bis niedlich. Zeigt einem ebenso, was man (noch) nicht (mehr) möchte.
? Regenfiasko] Nass von oben sorgt erschreckend fix für Feuchtareale unten. Taxi, gleich drinne bleiben oder nur besoffen unterwegs sein als Alternativen möglich.
? I-Phone] Macht den einen süchtig, den Anderen neidisch.
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IN vs. OUT-Liste: OKTOBER 2009.

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[IN]
! Der Schlafplatz als persönliches Premium-Moosbeet] 3 Decken sind erst der Anfang. Motto: Ob du wirklich richtig liegst, siehst du wenn das Licht ausgeht.
! 90er Jahre-Metal] Glaubt einem niemand, ist aber so. Zweifel verdrängen und epischen Gitarren den Freiraum bieten, der ihnen dank Queerlectro und Pussyfolk viel zu ewig verwehrt blieb.
! Partyaufhänger] Die coole Freundin der peinlichen Motto-Party.
! Reumütige Bedienungen] Welpenblick und Herz-Fassen nach vergessener Bestellung oder ausgedehnter Wartezeit kommt gut, wenn auch mehr als vier Entschuldigungen anbiedernd bzw. unpassend anmachend wirken.
! Umzugs-Aftershow-Dinner] Der einzig köstliche Grund, warum man die Schweissperlen überhaupt zulässt.
! Quickie-Geburtstagsgratulationen] Ein groß angelegtes Fest in vier Akten kann schön sein, der knapp und effektiv gesetzte Geburtstagsbesuch nach Mitternacht setzt dennoch erlebte Maßstäbe. Achtung: kann schlecht inszeniert als unhöflich betitelt werden, gerade wenn das Präsent eher profesorisch anmutet.
! Unkonventionelle Umwege] Müssen nicht grundsätzlich unter illegal laufen.
! Konversationen im Mute-Modus] Danke.
! Neue Wohnkonstellationen] Änderungen im menschlichen Gefüge auf weniger als 60 qm tun meistens gut. Tapetenwechsel kommt später.
! Interaktive Konzerterlebnisse] Nicht das Gruppenshouting im Hardcoredress, eher fliegende Sonnenbrillen oder gerne auch Sojareiswaffeln als materielles Feedback der Menschen auf der Bühne.
! 24/7-Einkaufsmöglichkeiten] Leider viel zu selten über die Haus-und Hof-Frittenbude oder den Standard-Spätshop hinaus. Wo bleibt denn da die durchgehende Alternative?
! Gemeinschaftsgefühl auf Knopfdruck] Und jetzt alle: We are all 2gether now!
! Rastplatz als Ruhepol] Scheiß auf den Stadtpark!
! Ungeklärte Situationen] Machen Kopfschmerzen, nach der Aussprache erwacht dann die trübe Ernüchterung.
[OUT]
? Großstadtromanzen] Nein, sie sind eher schmerz- denn herzzererreissend. Ist alles nur Zufall, oder wie war das?
Spruch: Hä, es gibt nicht den Richtigen – ich probiers schon seit 3 Wochen.
? Hyperplanung] Heute zu wissen, was übermorgen schon sein könnte…nett wie das Gaffen in die Sterne, aber unrealistisch, weil lediglich sinnfrei verbratene Euphoriesoße.
? Unselbstständigkeit] Fragen, Probleme und all die überflüssigen Skepsisblicke als Dauerbeschallung gehen an Substanz und rütteln am Nervenkostüm. D.I.Y., Alter!
? Arbeitsunfälle] Nicht der Fleischer am Eck oder der rachsüchtige Hausmeister sind das inoffizielle Ventil des Bösen. Es bleibt die Stelle, die den monatlichen Knietief-Dispo entlastet. Verdrehter Daumen, Kopfplatzwunde oder kurioser Infekt, der nur auf Infarkt wartet > da muss mehr als eigentlich kann.
? Junggesellinenabschied mit 7,5 bpm] Wenn schon doofes Kostüm und Rattenschwanz von Mitleidenden, dann doch bitte ohne Mienenmiene.
? Soldout!] Wo leben wir denn, oder: Muss sowas sein?
? Jeder 2. Diskussionsteilnehmer] Ob Sprach- oder Wissenstörung, viel zu oft kreischen öffentliche Gesprächsrunden geradezu nach Vorschlaghammer oder Maulkorb.
? Typische Rollenverteilung als Lebenseinstellung] Wer muss den Schrank aufbauen? Wer weiß, wieviel Weichspüler nötig ist? Wer kennt die optimale Hauttherapie? Letztlich muss jeder alles können, wenn schon nicht wissen.
? Bleistift als Wahlutensil] OSZE, wo wart ihr?
? Mühe-geben] Kann nicht mehr als der Anfang sein.
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SEPTEMBER 2009

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[IN]
! Autofreundschaften] Da ist mehr statt nur Blech und Ansehen als Investitionsobjekt. Röhrender Kumpel, der den Weg frei macht. Hätte dann aber auch häufiger eine Wäsche verdient.
! Bedienungen mit Anti-Charme] Lassen das eh schon dürftige Angebot nochmal überdenken bzw. sind der Gegenpol zur Sahne auf der Latte.
! Überraschungsbegegnungen an der Borsteinkante] Kommen nicht, um zu bleiben. Der sympathische Händeschüttel-Quickie für Zwischendurch.
! Schlafsitzung vorm Diskozelt] „Diese Veranstaltung verwendet eine Lichtschau, die zu neurologischen Fehlleitungen führen kann“. Schlummernd davor, statt nur dabei.
! Ausladungen] Ungewollt raus zu sein, bleibt No-Go.
! Plan A] Um den ständigen Zweiten als Notnagel zu verdrängen.
! Schuhlos wandern] Yeah, mal wieder Boden unter Füßen.
! Honig auf Vollkornbrot] Die Essenz des Endsommer-Genuss, von alternden Imkern empfohlen.
! Rasen-Mäh!] Das obligatorische Synonym einer Nutzziege.
! Alleinunterhaltung] Minimalistisch und doch die Reduktion aufs Wesen/tliche.
! Dram-affin] Mehr menschlich als weiblich.
! Lieblingslieder] Ab sofort möglich: Täglich ein neues, ganz ohne langatmige Versprechungen oder Konsequenzen.
! Klar-Schiff-machen] Fördert Übersicht und Orientierung in der Simultan-Schaltung.
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[OUT]
? Fashionexperimente] Blaue Schuhe, lila Diskojacken, weiße Pullunder – in der Kunst ist alles möglich. Ästhetisch unmöglich jedoch genauso viel.
? Pärchentoleranz] Gruscheln, Stubsen, Grinsen – haut alles in die Binsen!
? Parkplatzstress] Alter, da steh ich!
? No Promotion] Sets No Emotion.
? 100 Watt-Birne] Goodbye, Lightning Friend. Der Nachfolger – die Sparglühlampe – gilt jetzt schon als der verkappte Menschenfeind. Gaukelt Tageslicht vor und verwirrt damit insgeheim Madame Biorhythmus.
? „Brunch Is Not Dead“-Slogan] Die Aussage steht felsenfest, an der allgemeinen Umsetzung hapert es leider.
? Falsch/e Hupen] Überfordert die Sinne.
? Fehlfahrten] Auf „der Weg ist das Ziel“ spucken.
? Umzüge] Vorsicht: Ziehen Zeit, Nerven und Muskelkraft ab. Soll jedoch das anschließende belegte Brötchen und Absacker im Kartonchaos wert sein.
? Birnen-Cidre] Existiert nämlich gar nicht, leichtgläubiger Herr Ober!
? Nachtragen] … kann Mutti das Pausenbrot, der Rest bleibt als abgehakt im Hinterkopf.
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August 2009.

[IN]
! 17] … Jahr, blondes Haar. Herrliche Jahrgänge zwischen großem Aufbruch und verwirrten Einbruch. Böser Spruch aus dem männlichen Volk: Nimm dir ‘ne 17-jährige. Bis das rauskommt, ist die 18.
! Nachträge] Altlasten bleiben zwar Ballast, dennoch passt der ein und andere Nachwurf zur Klärung oder Standpunktsetzung unbequem aber gut.
! Zufälle] Fallen einem jedoch nicht einfach zu.
! Großzügigkeit] Freundliches Grinsen und keckes Schulterklopfen kommen weiter gut an, doch pompös Eingepacktes oder Überraschungspräsente machen sich ergänzend auch klasse.
! Alarm im Technikraum] Die Zeichen stehen auf „Auswechselpflicht“.
! Softsport] Alles, was mit kleinen Bällen zu tun hat.
! Lug und Trug als Retourkutsche] Anheimelndes soziales Phänomen.
! Komplett-Off auf dem Dancefloor] Doof imitierte Tanzmoves kann jeder. Vollständigen Stillstand mit Augen zu, ist ein beachtenswerter Fall für sich.
! Selbstvertrauen] Eigentlich doch nicht.
! Gesellschaftsspiele] Bombe des Monats: Stadt, Land, Frust.
! „Paranoid“ der Jonas Brothers] Unglaublich, aber wahr!
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[OUT]
? Sommerpärchen] Keine hassenswerte Plage oder großer Neidfaktor, eher allgegenwärtiger Blickfang auf Zeit. Nett, aber auch nett, wenn weg.
? Entscheidungswellengänge] Schwindel und Brechreiz im Für- und Wider-Taumel gehen auf Dauer auf Kondition des Ichs und der Menschen daneben.
? Offensive Anzüglichkeiten] Da geistern sich die Scheiden.
? Hochprozentige Telefonate] Für den Verursacher der beste Auspuff für Albernheiten und unreflektierte Aussagen, welche am Tag danach nicht mehr wahr sein dürfen. Für den Geschädigten irgendwas zwischen interessanten Gossip und Offenheiten, die erpressungswürdig scheinen.
? Sich Einnisten] Get your ass out!
? Post-Mitternachtsmahl] Magen und Darm haben auch ihr Recht auf Nachtruhe.
? Logik] Zumindest, wenn man das eigene Umfeld als Gradmesser wählt.
? Ruhe bewahren] Ausgeglichenheit und Standby-Modus gehören Richtung Ü40-Meeting.
? Unwetterwarnung] Da hilft nur Mülltüte über den Kopf oder einfach im richtigen Augenblick am rechten Ort sein.
? Stehparties] Das steht doch niemand durch.
? Trash] Geschmacklosigkeit erhält nicht generell ein Gütesiegel.
? Stalking im Einkaufszentrum] Nicht mal neben der Schlachtertheke oder dem Epelierstand scheint man sicher.
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JULI 2009

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[IN]
! Sommer] Wir stecken zumindest mittendrin. Nicht ohne tropfenden Morast in der Unterhose oder roten Verfärbungen auf Schulter und Sonnenbrillenumrandung zu durchleben. Sonne macht egal und Opfer der Sinne.
! Hauskonzerte] Eben noch Staubauffanglager der Mittelklasse, gleich schon der Platz für das liebevoll altbackene Musizieren im kleinen Rahmen. Am besten als halb geladener Gast einkehren, wirft Stirnrunzeln und Fragezeichen in das schallende Wohnzimmer.
! Heimliche Lieblingsbands] Home Is Where The Heart Is, selbst wenn es sich um die Ergüsse der Ärzte handelt.
! Lockern statt locken] Geistige Verspannungen entzerren und Knoten lösen, gestaltet den Alltag und die dubiosen Zwischenspiele einfacher.
! Lungern an der Pöpelecke] Es ist Feierabend und man steht mit Freunden (Mensch & Kaltgetränk) genau da, wo alles nach Feind riecht. Den Kontakt zur Basis halten, auch nach Dämmerung.
! Festival-Tristesse] Fahle Gewohnheit zwischen Bierstand und Mainstage wirken erschreckend, erschrecken ebenso wirksam.
! Hypethemen im CC-Modus] Kein Thema wert, aber gerade darum immer auf dem Stand von Jetzt.
! „Nie wieder…!“-Parolen] Sollen herzhaft klingen, wirken meist bewusst halbherzig.
! Mixtapes] Bandsalat garantiert, Nostalgien garniert.
! Spacken mit Stil-Los] Genau ein Stück drüber und man landet eine Etage tiefer.
! Turbo] Ist einfach alles momentan, man muss es nur aussprechen.
! M. Jackson] R.I.P.
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[OUT]
? Sommer] Haut, zu viel Haut. Schaut, wo es graut!
? Nachwuchs androhen] Ob als Beziehungdrücker oder familiäres Schockelement, genetisches Nachladen als Gefahr und Wendepunkt in einem.
? Die Frage nach dem Bandenchef] Jeder weiß die Antwort insgeheim, thematisieren bleibt dennoch tabu, weil konkurrierender Clou.
? Verkehrsmittel als Bürotisch] Projektbesprechungen fühlen sich hinter Autoscheiben unwohl, vor allem für den teilnahmslosen Mensch daneben.
? Doubledates] Drei sind einer zuviel bzw. die Antithese zu Einsam/Zweisam/Dreisam.
? Nachtfraß] Brodelnder Beton im Wanst, Herr Stoffwechsel tut sein Übriges.
? Nonverbale Vorwurfsrunden] Wortgewordene Dartpfeile per SMS bleiben ebenso panne, wie webtechnische Offrunden als Nachschlag/Nachtrag.
? Brandgefahr im Partywahn] Der Boden glüht, die schlecht kontrollierbaren Hormone ja sowieso im Stillen, schlimmstenfalls gar das Männerklo. Evacuate The Dancefloor, aber bitte alle aufeinmal.
? Sitzfleisch] Nicht viel besser als Gammelfleisch.
? Menschliche Überraschungstorten] Fliegen genauso schnell in die Szene, sind jedoch nur halb so süß und ultrahocherhitzt.
? Firmenpolitik und Kündigungsfeten] Der Gerechteste fliegt, der Beste lügt.
? Weisheiten] Einmal: Schlechte Pornos sind unverstandene Kunst. Auch: Assistenten hassen ihren Chef oder warten bis sich das Gegenteil einstellt. Vor allem: Jungs, eins sag ich euch – schafft euch keine Freundin an!
? Jubiläum] Wiederholungen tun weh, Beständigkeiten fast eh. Da freuen sich nur die Anderen.
? Sparkurs] Löblich, doch menschlich ist da das Handeln am falschen Ende.
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Juni 2009

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[IN]
! Skandinavische Waldbutzen] Irgendwo im tiegfrünen Outback, da wo der Wolf mit dem Elch, inklusive Forellenteich, Steingrill und hofeigenen Gärtner ohne Scham und Charme.
! Überredungskünstler] Das sind diese Mitmenschen, welche aus unentschlossenen und ambivalenten Existenzstücken im richtigen Moment doch noch halbe Macher formen.
! 80er Jahre US- Comedy-Humor] All die vorrausschaubaren Halbgags und Plakativkalauer sind wieder im Kommen, gerne in übertriebener Rollenverteilung.
! Mitternachtsmahl] Nach der Spätvorstellung isst es sich zwar stoffwechseltechnisch eher ungünstig, dafür aber angenehm vernebelt, querbeet und ungeniert, solange der Tisch schlecht beleuchtet ist.
! In Situationen geraten] Dubiosen Verläufen im Alltag sollte man nicht aus dem Weg gehen, sich nachher aber auch nicht beschweren.
! Druckbetankung] Zeit ist Gold, trinke wer kann, z.B. Wodka GG: Wodka, Ginger Ale, Gurkenscheiben, Eiswürfel. Auf dem Papier mehr Flop, im Rachen dann unangefochten Top, gerne auch als Wodka 2 Sleep.
! Terassen/Hacienda-Sitzungen] Weniger als Sammelplatz kommunikativer Nichtigkeiten, eher zum Auftanken und geistigen Abtauchen in Medium und Kaltgetränk der Wahl.
! Gefälligkeiten] Kleine Dienste erhöhen das Freundschaftsvermögen. Ob nun Wäsche zusammenlegen, Botengänge oder ‘ne amtliche Kopfwäsche, alles geht und freut.
! Informationskanäle] Wenn der Player hakt, mal auf Radio Info & Co. schalten. Macht nicht dümmer und verhindert die Verbreitung der öligsten Hits der letzten drei Jahrzehnte.
! Merchandise] Irgendwo muss die Kohle ja hin, sind es halt die leeren Kassen der ein- und ausschlagenden Musikgruppen von Jetzt.
! MuhMuh-Eis] Direkt vom Euter in den Frostzustand und zwischen zwei Cookiescheiben gepackt, fertig ist der kalorienintensive Genuss für das sonnige Zwischendurch.
! Kurztrips ins Nachbarland] Der Balkon ist platzbedingt schnell abgekrabbelt, da lohnt sich ein abruptes Stelldichein ein paar wenige Fahrstunden entfernt.
! Seltsame Kunststücke] Selten: Panflöte auf der Bierfalsche blasen. Heißer Kandidat für beste Idee Deutschlands.
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[OUT]
? Neue Anordnungen] Oft nicht nachvollziehbar, da wenig durchdacht. Im Bedarfsfall mal Regeln, Beine und Herzen brechen.
? Planungsdefizite] Noch zwei Stunden bis Abfahrt oder lediglich ein 3/4 Sixpack im Kühlschrank bedeuten nicht den sofortigen Untergang bzw. schnelles Umdisponieren.
? Schüttelfrust] Klirrende Gelenke und absterbende Organe gehören in die Chirurgie.
? Gruppenfotos] Böse Zungen nennen das versammelte Scheiße, Realisten gestellte Kollektionen.
? DAU] Dümmste anzunehmende User.
? Wiederholungen] Nerven, nerven, nerven …
? Gewalt an Gebrauchsgegenständen] Wenn jemand für nichts verantwortlich gemacht werden kann, dann sind es Spülmaschinen, Saftpresse oder Fernbedienungen, es sei denn …
? Kinderfotos im Web] Machten sich nicht grundfrei bisher im Familienalbum am besten.
? Alte Wunden] Sind die verkappten seelischen Bluteimer.
? Unpassende Filmbesetzungen] Jeder spielt nur eine -wenn oft auch untergeordnete- Rolle. Zu oft leider die falsche bzw. genau diese dann holprig und wenig kredibil, und das auch noch gegen Entgeld.
? Edding-Paintings] Wo Piercings und Brandings ihren Effekt verloren haben, schockt es sich mit eindeutig zweideutigen Slogans und Grüßen auf Nacken, Wade und Brust wohl derzeit am perfidesten.
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Mai 2009

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[IN]
! Schnaps-Schüsse] Das sind diese hochwertigen Treffer, welche zwischen Wodka-Ahoi und Weisswein-2-Cheap ihre Entstehung feiern. Die Schärfe liegt dabei freilich nicht in der perspektivischen Kunstweise, eher im bekannten „Draufhalten!“. Nicht massen-, jedoch fremdschämtauglich.
! Schwärme] Nicht der fliegende Ansturm von oben, sondern tatsächlich dieses jugendlich orientierte Magengefühl einem Mitmensch gegenüber. Fliegt der Gefühlsquatsch auf, fliegt der Spuk ebenso raus.
! Konventionelle Schlafzeiten] Sich jedem gemeinschaftlich vertretbarem Biorhythmus zu sperren war gestern. Augen ohne Ringmuster, Stimmlage abseits von Friedhof, Konzentrationsfähigkeit über dem eines Eierbechers: kann alles nur gut tun. Soll unregelmäßige Ausbrüche zwischen Donnerstag und Sonntag jedoch nicht ausschließen.
! Wissen über Weltgeschehen] Wer hat die längsten Beine im Land und wo gibt es die provokantesten Parkplatztreffs, gelten nicht als wirklich relevantes Hirnfutter.
! Technikfreaks in der Freundeliste] Röhrende Endschalldämpfer, ungewollte Lichtspielerein indoors oder Fehler im System, da empfiehlt es sich, jemanden zu engagieren, den man und sich damit auskennt.
! Freundschaftsbekundungen] Komplimente und emotionales Winken gehören natürlich in Popsongs, gerne aber auch in Nebensätze oder in Klammern beim Konversationsaustausch.
! Zimmertausch] Ob klaustrophobischer oder gefühlsmäßiger Background, Raumwechsel auf Zeit können der Ideengeber und Leitfaden von morgen sein.
! Fleischgewordene Partysmasher] Nein, nicht diese gemieteten Typen in Tanga und Pornofigur zur weiblichen Erhitzung, sondern die Gruppe Menschen, welche dank ihres Auftauchens zum Wohle/Leid der Festinitiatoren von steigender Lautstärke über hochprozentigen Luftzustand alles Erdenkliche tun, um die Party neben der Party zu zelebrieren. Achtung: Neider möglich, gefrustete Untermieter nötig.
! Toilettenlesungen] Wo die Couch samt Kissenparade zum Schlafen einlädt und die Eckbank im Seitencafe dank ständigem Menschenverkehrs für Unterbrechungen prädistiniert scheint, gibt es letztlich nur einen Ort zum Verinnerlichen von Gedrucktem: das schlecht geflieste Zimmer zum Abschließen.
! Abmachungen Inkognito] Ausklügeln und Abklären mit der spanischen Wand zum Nachbarn, am Ende kommt es ja trotzdem raus.
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[OUT]
? Magnetismus] Soll offiziell Dinge zusammen führen, kann im Falle X jedoch zerstörerisch tätig sein: defekte EC-Karten oder rumpelnde Herzschrittmacher als fiese Resultate.
? Kopfschmerzen] Darf inzwischen Grund für alles sein, kick the neurological impact.
? Nebengeräusche beim Liveevent] Das seltsame Klicken in der Tasche, Reizhusten oder das lüsterne Raunen vom Pärchen ü40, bitte aus- bzw. rausstellen.
? Pläne als Windei] Schmeiß die Vorfreude aus’m Fenster, wir brauchen Platz für Enttäuschung.
? Stress im Cockpit] Welche Abfahrt, welcher Song, welche Sitzkonstellation > Drama zum (Reifen-)Quietschen.
? Eis ohne Tiefkühlfach] Wo bleibt denn da der Spaß am Lecken?
? Ambivalenz] Auf und ab, hin und her, in and out, Schwindel dank Entscheidungskurven.
? Verweigerung] Man kommt nicht auf ewig dagegen an.
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April 2009
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[IN]
! Keine Macht den Gute-Laune-Dieben] Auf den ersten Blick dämlicher Buchtitel, auf den zweiten erst recht, dann mutiert der Slogan jedoch zum sinntensiven Grower, der manche/s überdenken lässt.
! Fragwürdige Anmachen] „Kennst du das, wenn die Lippen eingeschlafen sind?“. Gewollt naiv, teilweise destruktiv, mit Glück letztlich jedoch innovativ.
! Reisen als Quickausgabe] Ausrisse im Ritter Sport-Format tun für gewöhnlich mehr gut als weh. Machen kleine Taschen, übersichtliche Pläne, gedämpfte Erwartungshaltung, rasches Ende.
! Haushaltshilfen] Nicht der Mixer, das Bügeleisen oder der Entsafter an sich sind gemeint, eher die menschliche Bedienung mit dran. Gerne ohne Unkosten einsetzbar. Umsonst und billig bleiben ja deutliche Unterschiede.
! 11.April] The Last dance > powered by END PILOT Pestival 09.
! Lob] Gezeter und mies versteckte Seitenhiebe gibt es generell im Übermaß. Nun darf auch mal kommunikativ gestreichelt werden, ganz ohne Heavy-Petting-Anleihen, versteht sich.
! Sich unwissend stellen] Nicht die dumm-dreiste Klamotte fahren, doch insgeheim längst hinter Fassaden gelukt bzw. Richtung fremder Gespräche unabsichtlich gelauscht. Da macht Kommunikation mal wieder richtig Spaß, ohne Wissen des Gegenübers.
! Tacheles] Der große Freund von „Nägel mit Köpfen“ und „Klartext“. Selten geliebter Gast, jedoch nützlich zur Situationsbereinigung.
! Großmutters Lebenstipps] „Geh duschen und dann schlafen!“ Klingt simpel und effektiv, ist es auch. Der Hülle namens Körper gefällt das meist erschreckend gut.
! WrestleMania 25] Für die einen amerikanisches Bollo-Entertainment mit ohne Sinn und Verstand, für die anderen der vorfreudigste TV-Event des Jahres.
[OUT]
? Das Leben als Beziehungsbremse] Schläfts du noch oder lebst du schon, Kapitel 576.
? Winter] Das dicke Stück Frost muss raus, darf den Frust gleich mitnehmen.
? Wrongsize] „Passt wie angeschossen“ darf nicht verkappte Modeüberschrift sein.
? Fast & The Furious] Die Existenz als Staffellauf, da kann man ja nur Letzter werden bzw. auf die Visage fliegen.
? Wochenenden] Verkommen zu oft zur schlecht gepökelten Sonderausgabe eines Dienstagnachmittags. Wie die Trostbar und abschaffbar in einem.
? Großstädte, die keine sind] Nicht jeder Metro-Ruf scheint erarbeitet, und so bleiben idyllisch, gemütlich und lieblich zwar grundsätzlich positive Adjektive, doch zwischen Hochhaus und Endlos-Passage darf es gerne mal knacken und knallen.
? Taubkäufe] Augen zu und durch? Besser nicht! Schadet Playlist und Geldbörse.
? Fremdscheidungen] Was wartet man auf den Dienstplan der Freundin, die Meinung des Postboten oder ein doofes Schicksal? Alleine ver/walten tut auch mal gut, anderen dann leider mal weh.
? Modern Stalking] Scheißbegriff, auch wenn sich so langsam jeder schon selbst ertappt hat.
März 2009
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[IN]
! Mindgames] Denen muss sich das Umfeld ggf. eben aussetzen, die Bedienungsanleitung zur „Figur: Mensch“ ist nach wie vor komplex und wechselhaft.
! Krisengespräche zum Wochenende] Man kann lodernde Probleme runter spülen, der Lunge entgegen quarzen, flutschig wegtanzen oder zwischen Nebensächlichkeiten im Raum stehen lassen. Doch der Freitag/Samstag-Doppler ist kein Argument für Ignoranz von Klärungsbedarf. Nach der verbalen Kissenschlacht und einem sägendem Vorwurfsboomerang ist ggf. auch noch Zeit und Lust für den Spaß danach.
! Musikmarkt Reloaded Die Nächste] Sie kriechen alle urplötzlich zurück aus dem Sumpf des Vergessenwerdens. Ob Rock-Schlauberger > Faith No More <, unser aller Lieblingsrotkäppchen Fred Durst samt seiner original > Limp Bizkit <-Hood, die extravaganten Groove-Idealisten > Jane’s Addiction<, Deutschlands einst offensivste New-Rock-Festivalseuche > Guano Apes < oder auch die Ska-Punker von > Sublime <, alle wollen es sich selbst, dem latent bis potent erwartungsvollen Publikum und ein bißchen auch der Geldbörse besorgen. Ist ja alles mächtig 90’s hier, abwartungswürdig.
! Indoorbandits] Entdeckungsfeld Eigenheim bleibt bis zum Frühling relevant.
! Vorfreude] Lieblich naiv, aber immer noch besser als Nachbluten oder vorzeitiges Teufel-an-Wände-Malen.
! Versteckte Hintereingänge] Führen genauso zum Ziel, mit Glück sogar günstiger und mit weniger Aufwand.
! Emotronic] Wer erahnt schon feuchte Augen hinter der kecken Laserbrille auf’m Floor.
! Skepsis] Vielleicht wollen ja tatsächlich alle nur das Eine: deinen Körper, deine Seele, deine Plattensammlung, deine Kontodaten oder deine beneidenswerte Terassenaussicht.
! Buch führen] Wirft einen generell auf die sichere Seite. Kontrolle ist gut, Nachweise noch besser.
! Gäste] Sie müssen jedoch angemeldet sein, nett sowieso, anpacken und auch mal schweigen können.
! The Wrestler] Sehenswertes Stück Kino, welches gekonnt und ebenso ergreifend hinter die kratzbürstigen Fassaden des amerikanischen Unterhaltungssports Nr. 1 lukt.
! Grüße aus dem Outback] Freunde, die ihre ferne Existenz bildstark und erklärungsintensiv bestätigen. Neid bleibt außen vor, imaginäres verdientes Schulterklopfen ohne Taschentuchbedarf passt da eher.
! WC-Lektüre] Nach wie vor unterschätzt, aber unter Anspannung lassen sich zweitklassige Information im Hochglanzdruck perfekt verinnerlichen.
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[OUT]
? Zimmerpflanzen] Undankbares Chlorophyll-Pack mit übersteigertem Anspruch. Killed By The Gießkanne, darf es im Notfall heißen.
? Neue Biothythmusversuche] Es kann nur einen geben.
? Alte Hüte] Wer will die schon noch aufsetzen? Passen eh nicht mehr oder machen Juckreiz und Kopfwürmer.
? Partyverweigerung] Man muss auch mal wieder lernen, JA! zu sagen.
? Running-Gags] Sind meist schneller außer Atem als gedacht.
? Lebensmittelwahl nach Dumpinggesichtspunkten] Nein, nein-der Magen schreit nicht lautstark : „Billig? Will ich!“
? Popstars ohne Durchhaltevermögen] All die weiblichen Mikrohalterinnen, welche den derzeitigen Durchstart nicht kompensieren können. Abgesagt! statt Ausverkauft! Ob die kotzende > Katy Perry <, die kränkelnden > Lykke Li < oder > Robyn < oder eine wankende > Rihanna <. Starkes Geschlecht? Hm, schade.
? „Ich muss da noch was machen“] Als Aussage bis Ausrede gegen den freizeitlichen Spaß, man muss nicht immer den Macher miemen.
? Betrug]Wer abmalt wird angekackt, noch immer.
? Das tägliche Hinnehmen] Beschenkt werden ist klasse, geben bringt es gelegentlich auch, sich ständig einen Wels als Zander andrehen lassen, geht jedoch gar nicht.
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Februar 2009

[IN]
! Vorlesungen] Nein, nicht diese studentischen Glanzevents und auch nicht die ausgedehnten Promotouren der literarischen Garde sind gemeint. Es geht um die klassische Einschlafhilfe am Bett. Sich Richtung Schnarchzustand per livehaftigem Hörbuch beamen zu lassen, kommt wesentlich traumsicherer als es klingt.
! Bekanntschaften aus Plüsch] Richtig gelesen. Derzeit vor allem das verwucherte Wollschaf.
! Ferienlager-Stimmung] Das jugendliche Gefühl des freien Seins in den Alltag integrieren, ohne zum Teilzeit-Hippie zu mutieren. Geht ohne Anhang eher schlecht. Das bedeutet, sich die Gang an die Fersen hängen und den inzwischen merklich unterdrückten Leicht- und Freisinn kollektiv zelebrieren. Funktioniert jedoch ohne Knopfdruck.
! Theater] Alle reden darüber, alle finden es stark, alle wollen grundsätzlich hin, nur tut es niemand. Ergibt Sonic Youth der Freizeitgestaltung.
! Birnen] Zeigt geschmackstechnisch dem Apfel und der Banane den strikten Mittelfinger, nun soll es jeder wissen.
! Männerspiele] Ne, nicht das, was die Girls da tagtäglich betreiben. Und auch Wettwichsen oder Taubenschießen ist nicht gemeint.
! Arbeitsausflüge] Ungeliebtes Pflichtprogramm, welches letztlich oft mehr hergibt, als der hundertste Latsch über die Spaßmeile der Wahl.
! Brausepulver] Endlich mal wieder den Mund voll nehmen dürfen.
! DJ-Streik] Auch ohne Urabstimmung vereinzelt nicht fehl am Platz. Mehr Rechte den Plattendrehern.
! Organisation] Vor allem die, des eigenen Lebens. Soll bezüglich Zukunft angeblich Gold wert sein, mal ausprobieren.
! Hausfrauenthemen] Woher es kommt, kann man nicht genau nachverfolgen, doch der wachsende Hype ist unübersehbar. Ob finnische Tortenrezepturen, die Kunst des Frittierens oder neue Bügelmethoden, jeder soll mitreden können, schließlich will niemand als Heimarbeitsverschmäher gelten.
! Beste Freunde] Und ja, besser geht immer.
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[OUT]
? Dresscodes & Bodycheck] In dem Moment, in welchem die Entscheidung von einem Unbekannten abgenommen wird, ob man eine Location überhaupt betritt, kann was nicht richtig sein.
? Altersgespräche] Dass die Zeit läuft, ist sichtbar, als Dauerthema fällt das dennoch durch.
? Fastfood-Gutscheine] Der kostenfreie Garant auf darmunwürdige Zustände. Fresstouren als Clubersatz machen dick und ggf. auch einsam.
? Restefickenfeten] Offizieller Untertitel von Veranstaltungen der Wahl/Qual. Nennen sich womöglich auch Fashionparties. Nur, dass das fesch irgendwo fehlt.
? Sachen liegen lassen] Kopflos und stets einen Schritt voraus, da können Rucksack, Handschuhe und Asthmaspray dummerweise zurück bleiben. Auf die Weitsicht der Cafebedienung oder Schnelligkeit des Bahn- und Banknachbarn nicht bauen.
? Heißgetränkemangel nach Mitternacht] Während Finger zu einem unbeweglichen Ganzen werden, man vor Frost den eigenen Namen vergisst und vor der Wärme des eigenen Atems erschrickt, sind Sätze wie: „Um diese Zeit führen wir keine warmen Getränke mehr“ mehr als unpassend und frevelhaft.
? Schuldfortweisungen] Überweisungen gestalten sich meist schwierig und unschön, ob zur Reha oder auf das Konto des Vermieters. Zwischenmenschlich liegt da auch gerne was im argen, was man dank zweiseitiger Perspektive erleichtern kann.
? Leere Gesichter am Tresen] Ob Pizza Funghi, Cuba Libre oder Lucky Strike. Wer kann sich schon immer abrupt entscheiden. Nur muss man das eigene langsam fortschreitende Drehen der Groß- und Kleinhirnwindungen, der Bedienung oder dem Kassenwart nicht völlig offenbaren.
? Blinddate-Verwechslungen] Schön, angesprochen zu werden. Es sei denn, man wird von der falschen Person für die noch falschere zweite Person gehalten.
? Gästelisten] Aufgrund von Gästelisten müssen Gäste fristen. Da steckt was drin: Listig. Je später die Gäste, desto länger die Schlange.
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Januar 2009

[IN]
! 2009] So schön jung und unbefleckt, das lässt sich schnell ändern.
! Fansein] Poster an die Schrankinnentür, Schnappschuss als Bildschirmschoner, wackelnde Knie beim Hören und Sehen, Geld und Gefühle en masse verpulvern. Das darf sein oder sollte nach jahrelanger Ignoranz von Helden, Vorbildern und prominenten Flammen auch mal wieder drin/dran sein.
! Sich Zeit für sich nehmen] Bevor einen die Umwelt ungefragt ausbucht und kräftezährend vereinnahmt. Achtung: Kein Hoch auf Masturbation und Eigenfummelei.
! Plötzliche Szenenwechsel] Komischer aber rückblickend oft postiv überraschender Regisseur namens Leben.
! Vorbands] Nicht selten die Beweise, dass Vorspielkrams nicht generell überflüssig ist.
! Seine Stadt lieben] Ob Ureinwohner oder Wahlheimat, Identifikation darf sein. Bitte aber ohne plakatives „I <3-Shirt“ und Abklatschbild am Laptopdeckel.
! Geschlechterabende] Unter sich sein um Klischees zu erfüllen, Rollenerwartungen sowieso und Dinge sagen plus tun, welche später eher unter „verwunderlich“ abgehakt werden.
! Pläne] Sind der Widerhaken des „In-den-Tag-Klebens“, aber könnten sich früher auszahlen denn gedacht.
! Offener Beziehungsstatus] Vielleicht tritt ja im neuen Jahr jemand die oft schon gut abgedichtenen Türen und Pforten mal auf. Soll auch gerne weh tun.
! Stimmung] Ist nicht käuflich aber machbar. Die Kanone dafür wird wohl noch erfunden.
! Mimik] Kann man soviel mit rausholen bzw. manche sollten wohl mehr r/einstecken.
! Glühweingelee] Eines der wenigen post-weihnachtlichen Souvenire, welche nicht Richtung Umtauschkasse oder Dachboden wandern sollten. Rot,viele Umdrehungen, glibbschig – klingt nicht nur gewagt, ist es auch.
! Vorrausschauender Blick] Nicht nur im Straßenverkehr oder den Clubs der Welt gebräuchlich, auch der miese Bastard „Alltag“ freut sich darüber. Von Freunden oder denen, die es werden sollen, ganz zu schweigen.
! Gangs] Dabei ist alles, dabei sein auch. Mitgliedgebühr entfällt, Licence 4 Cold Connections nicht.
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[OUT]
? Träumen] Die es am Tag tun, gehören eh verhaftet, doch das klassische Rapid Eye Movement nach Sonnenuntergang wird merklich immer mehr zum Nagel im Zeh. Sitzt tief und bekommt man kaum raus.
? Warteschlangen und nichts dahinter] Leere Dancefloors und kahle Sitzeckecken lassen rigoros/ignorante Türsteherentscheidung fraglich werden.
? Kranke Meute] Lahm, sich selbst überbewertend und meist die Aufmerksamkeitshascher mit Nervpotenz.
? Angst vor Hundekot] Sollte nicht jeden zu laufenden Meter die Gedanken beherrschen. PS: Hundetoiletten haben sich nie durchgesetzt.
? Retrograde Vorwürfe] Sicher war das Nichtmelden am 17.09.1999 obermies und das Verlegen der geschenkten Kette pünktlich zur Silberhochzeit der Schwiegereltern gegen jede Etikette, letztlich ist das Vorhalten von angestaubten Ereignissen und Tatsachen aber der freundschaftliche Steinschlag.
? Abrupte Absagen] Heiße Kartoffeln im Fall sind kein schöner Anblick.
? Events verpennen] Die tägliche Dosis von 7 Stunden Schlaf ist grundsätzlich nicht vorwurfsreif, geschieht dies jedoch vor Veranstaltungen oder eigentlichen Freizeitaktivitäten bzw. direkt inmitten dieser, gehört man belächelt und mit Wasser/Vorwürfen bespritzt.
? Hyperaktive Lebenszeichen] Leben ist das Eine, am Leben bleiben das Nächste, das jedem auf die Nase zu binden jedoch das Letzte.
? Pralle Engel] Abheben und Schweben mit Sturzgefahr, unschön und wenig himmlisch.
? Zwielicht] Geht kinomäßig zwar durch diverse Decken, aber im Alltag besser gut ausleuchten bzw. komplett abdunkeln.
? Rästel: Was ist langsam und immer doof? > Sonntage].
? Silvester] Samt all seiner Irrungen und Wirrungen das jährlich urplötzliche Ereignis. Keiner erwartet was, enttäuscht oder nur bedingt befriedigt sind letztlich doch alle.
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+IN+
+Küche als Freizeitlocation. Milch mit dem Schuss Kakao, fremdgebackenes Kekswerk, brutzelnde Pfannen und Kommunikation zwischen Banalismus und (später) tiefgreifendem Semi-Optimismus in Reichweite, da kommt die erwartete Kuschelstimmung von ganz allein.
+Sich offensiv wundern. Große Augen und offene Münder mit Hand davor, das darf nicht, es muss.
+Winterliches Schlittern und Rutschen. Kindisch, unpassend, gefährlich? Keep on rollin’, baby (gerne mit den Sommerchucks)!
+Spaziergänge der ungeplanten Sorte. Können gerne unter der Pflichtladung Advent abgehakt werden. PS: Traue niemals Ortsansässigen.
+Sich anbahnende Veränderungen und Richtungswechsel. Es bleibt jedoch vorerst ein Gefühl. Auf diesem sich nichts einbilden, sondern aufbauen.
+Tankstellen. Möglicherweise auch der lieblich grinsenden Bedienung oder des latent stimmungsaufhellenden Benzinduftes wegen, die verdächtig niedrigen Zahlen an der beleuchteten Aushängetafel sind derzeit jedoch Besuchsgrund Nummer 1.
+Tanzchoreographien. Ja ja, will nur wieder niemand zugeben, bei Rollo unten werden die > Pussycat Dolls < dann doch wieder ganz euphorisch imitiert.
+Kleine Gesten, große Wirkung. Elefantismus kann punkten, tut es aber nicht.
+Dösen und Durchhängen. Die Ruhe vor dem Sturm, doch in den Seilen zu hängen, tut irgendwann weh.
+Nachteinkäufe, gerne im Anschluss an den Nachmittagsschlaf. Besser jedoch ohne EC-Karte im Gepäck.
+Spruch: Natürlich darf man das Leben genießen, nur sollte man das nicht unbedingt sehen.
_OUT_
_Vorfreude auf das kommende Jahr. Alles dicker, größer, besser? Bälle flach halten, schließlich ist es immer das selbe: Dieses Jahr wurde nur drüber geredet, nächstes Jahr wird gehandelt. Pfff.
_Frostbeulen feat. Frusteulen. Zittern, winseln, vor Gnade flehen- das muss nicht sein. Alter, mach den Ofen an.
_Aufgedrängelte Wunschzettel. Die Anhängsel wollen sagen und wissen, was man unter dem leuchtenden Baum eingepackt sehen möchte? Hä, wo bleibt denn da die freie Basis? Weihnachten als Fremdbefriedigung- wäre doch schade und Unsinn.
_Dicker Schädel – nix dahinter. Wenn es schon brummt, dann bitte nicht grundfrei.
_Mitmenschen satt gefüllt von Neid, Missgunst und Eifersucht. Wiegen wir nicht alle schon zu viel?
_Auf das Wochenende hin arbeiten. Moment mal, hatten wir das nicht schon mal? Ja, etwa in der 9.-13. Klassenstufe. Dabei war doch das freudige Mitnehmen eines auch eher fiesen Montags oder drögen Mittwochs schon gang und gäbe.
_Keimzelle Wohnstätte. Mit der Höchstzahl an fernländischen Mikroorganismen in Dusche oder Müslidose punktet man anno 2008 sicher nicht mehr.
_Musikergespräche. Verkapptes Fachwichsen und Diskussionen mit Sackgasse.
_Sparmaßnahme Winterutensilium. Schön dumm, schön kalt.
_Stonerrock. Ganz schnell weg vom Steinbruch.
_Aufbauschen von eigentlichen Nebensächlichkeiten oder erst bevor stehenden Ereignissen, Toupieren geht hinter Studieren.
_Ecksteher. Schlimmstenfalls mit unwissender Miene und planloser Mentalität- seltsame Freizeitpiraten.
_Mangelerscheinung Parkplatz. Böse Seelen hoffen auf baldige Umfunktionierung von Spielplätzen und Parkanlagen.
_Sich der Schuld nicht bewusst sein bzw. dies seifenoper-tauglich vorgaukeln.
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+IN+
+ Corvonism. Im Falle November einmal mehr als sonst, schließlich gibt es am 15.11. fliegende Geburtstagstorten zum Einjährigen. Gratulationen, obszöne Anbiederungen und schriftliche Bauchklatscher bitte direkt an: krilugz@hotmail.com oder am besagten Stichtag auf die Page eures Vertrauens (diese hier).
+Lollies. Unverhofft soft, bitte für jeden offensichtlich, dabei aber kleb-süß und in unverschämter Stückzahl, schleck.
+Genervte Verabschiedungen. Erspart den ewigen Cocktail aus sentimentalen Dackelblicken und banalem Blablabla an der Kreuzung.
+Milch. Gerade wegen der Mär der sich darin suhlenden Würmern und der resultierenden Blutvergiftung. Volksweisheiten bleiben eben ganz groß.
+Internationales Finanzdesaster. Das vom Schicksal geschickte Alibi für die eigene Krise zwischen Geldbörse und Auszahlungsautomat.
+Unkonventionelle Schlafgelegenheiten. Nach dem schockierten Kopfschütteln schlummert es sich wie von alleine.
+Tabula Rasa. Probleme auf’n Tisch, und das ohne Schutzdecke drüber. Macht dicke Luft klarer.
+Deftektes Technikutensilium. Was sollen abrupte Implodierungen und durchgeknallte Leitungen, wenn man sonst nichts hat.
+Unerwartete Geschenke. Es kommt die unausgesprochene Frage auf, was der Schenker dreckmäßig nur am Stecken hat. Hui, endlich Spannung.
+Nächtliche Fernseherkundungen. Das schlechtere Pendant zu PC-Tätigkeiten oder diesem Schlafen.
+Glukosezufuhr bis zur Entgleisung. Immer ran an den Speck, dass du auch morgen noch kraftvoll zupacken kannst.
_OUT_
_Prall gefüllte Schränke. Wann kommt jemand zum Abholen bzw. Benutzen?
_Lauer Kaffee, kalte Fresstaschen und rohes Fleisch vom Fladenbroteck. Hr. Würgen trifft auf Fr. Dünnpfiff. Und jeder weiß von deren unrühmlicher Präsenz.
_Alarmrufe am Morgen. Klar, keine Macht dem Morgenmuffel, für die Frühstückspolizei wird dennoch ungerne gehalten.
_Deftektes Technikutensilium. Was sollen abrupte Implodierungen und durchgeknallte Leitungen, wenn man sonst nichts hat.
_Inneren Groll einmotten. Immer raus mit den Bad Vibrations. Wackelt ja sonst nicht viel.
_Verpatzte Kneipentouren. Wenn schon „druff, druff, druff,“ dann nicht zwischen Truckerjungs, halbgarer Tresenschlägerei und fremdländischen Damen mit ohne Orientierung.
_Unzuverlässigkeit. Altbekannte Anti-Tugend, auch Ende 08 fernab des persönlichen Wunschdenkens vom Miteinander.
_Einen gucken lassen. Paris, Britney und Kate dürfen das unregelmäßig aus Prestige- und Promogründen, Anika und Karin von nebenan lassen von dem verruchten Hauch von Nichts als Unterwäsche besser die Greifer. Mehr Schenkel- statt Schwanzklopfer.
_Publikumsflaute bei musikalischen Ereignissen des Undergrounds. Haben diese Insider keine Freunde zum Mitzerren?
_Unpräzise Komplimente. Da bleibt stets die Frage zurück: Kann ich mir darauf was einbilden oder einen runterholen?
_Umzugskommandos. Schwitzen, fressen, wissen alles besser. Sind am Ende aber auch noch so was wie ‘ne Hilfe, huch. PS: Lieber streicheln als streichen.
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