… als Trostkorb.
http://www.derbrotkorb.com
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Beständigkeiten machen vielen Menschen Angst, Wohlfühlen führt gerne zu fluchtartigen Bewegungsmustern und dort wo mit Nahrungsmitteln noch einfühlsam umgegangen wird, sind höchstens die Anderen. Das muss doch aber nicht sein. Als Paradebeispiel für die gelebte Antithese wäre da die Hamburger Institution zu nennen, die mit „Der Brotkorb“ schon mal den Rennernamen schlechthin gewählt hat. Verführt geradezu, die eigene oder kollektive Stimmung daran anzugleichen. Ob Frustkorb, Brustkorb oder Lustkorb – alles kann, nichts muss.
Mit seinem Sitz direkt zwischen Grüner Jäger und Kiezmeile hat man nicht nur den perfekten Platz der Wahl zu bieten, sondern auch die obligatorische Auffangstelle für gesuchtes Fressen oder geschundene Fressen. Tagsüber werden eher klassisch die Sesambrötchen und Motiv-Tortenstückchen über den Tresen gereicht. Der WG-Kaffee wartet schließlich schon. Doch spätestens zur Post-Mitternachts-Wochenendstunde, wo auf christliche Arbeitszeiten getreten wird, kann man mit dem „Brotkorb“ als Übergangslocation oder eventtechnischen Notnagel nur alles richtig machen.
Ob die pralle Rumkugel nun die Fahrt für den kommenden Erdbeerlimes-Überschuss frei machen muss, oder das belegte Käsebrötchen eher als das delikate Nachbeben zum Runterkommen herhalten darf. Alle angebotenen Bäckereiprodukte haben potentiell ihre Wirkung. Frisch ist das Hausmotto. Eingepackt, abgerechnet und überreicht von durchweg freundlichem Nachtdienstpersonal, die von stilsicherer Leidenschaft am Arbeitsplatz die übergroße Scheibe vom lieben Gott/der Natur mitbekommen haben. Hier wird nicht gerotzt, gemotzt oder gehetzt. Eine Konditorei als Ruhepol. Und völlig egal, ob da der faustreckende Handballtrupp oder eine Horde schlampiger Bordsteinschwalben einkehrt. Die Stimmung wahrt sich selbst. Und vor allem: auch noch so billig. Schließlich sind 52 Freitag-Sonntag-Runs pro Kalenderjahr generell schon kein geldbörsenstreichelnder Pappenstiel. Gut, günstig und zum Einziehen schön also. Wo sind denn da die Negativen? Typisch! Kann man sich denn nicht einfach mal zufrieden geben. Danke und Grüße, Richtung „Brotkorb“!
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Es existiert diese Szene von einer ca. 4-5-köpfigen Gruppe Heranwachsender, die an einem verregneten Spätsommerabend mehr oder weniger dumm zusammen sitzt. Jedoch nicht im Trubel der Bar-Innereien, sondern direkt davor, also frontdoor. Klimatisch war eher Herbstwinken angesagt. In ihrer Stimmung zwischen Wochenend-Lähmung und latent regierender Euphorie, war die Frage nach dem Getränk zum Aufwärmen absehbar. Während das Mischen von dem, was eigentlich nicht zusammen gehören soll, nicht nur menschlich gern gewähltes Thema bleibt, ist die Experimentierfreude beim Vermengen hochprozentiger Flüssigkeiten weiter Trumpf. Keine Sau kann ernsthaft Absinth mit Senf oder auch Kinderbowle plus Jägermeister delikat finden. Aber unter den alkoholischen Getränken gibt es einen ungekrönten König, der über nahezu jedem anderem Gesöff thront. Wodka, ggf. auch Vodka.
Schütte Kirschsaft über ihn, wichse ihn dir samt Ahoi Brause im Rachen wild oder mach dir die Wampe mit seiner rohen Hilfe akut warm. Everybody loves the Big W.
Diese Horde Halbwüchsiger saß da also im Taumel ihrer Ping-Pong-Unterhaltung, und einer von ihnen stand plötzlich auf. Er kam wieder. Mit einem Kakao, nein – mit einem Wodka-Kakao, Wod-Kao oder verdammt nochmal Wokako. Mit schlecht inszeniertem Stolz pries er diese Mixtur als das neue Ding an. Nie dagewesen. Die Anderen nickten das Getränk tatsächlich als beachtlichen Neu-Versuch ab. Wie unwissend sie waren und bis heute wohl sind.
Hätten ihre Großmütter mal den doofen Sangria oder Kopfschmerz-Jagertee in der Abstellkammer gelassen und ihnen die Lehre der altbekannten Russischen Schokolade näher gebracht. Die kommt natürlich nicht ursprünglich aus der Taiga, aber parallel enthält der Spinat auch nur geringfügig Eisen. Egal. Selbst die abgelegenste Wald- und Wiesenspeisegaststätte hat diese ach so spezielle Schokolade in ihrem Tagesangebot. Mehr konservativ als revolutionär chic also.
In Zukunft dürfte das angesprochene Gespann auch gerne mal in der Wohngemeinschaft der anwesenden Weiblichkeit landen. Sie setzt einen Topf Milch auf den Herd. Gibt eine selbst abschätzbare Ladung Zucker dazu, wirkliches Kakaopulver wird hinein geschüttet, gefolgt von der Fuhre Wodka. Sie kann dann noch ihr Sahnehäubchen draufgeben und fertig ist der Spuk. Und nein – Rum, Amaretto oder Tante Olgas Hinterhof-Likör sind keine wahren Vertreter für Mr. W. Die Wirkung einer Wod-Kao-Überdosis ähnelt angeblich der erschreckenden Süffigkeit eines lieblichen Weissweines featuring des Völlegfühls und dem Blähbauch drei zu schnell reingestopfter Rumkugeln. Klingt gut? Dann interessiert ja auch nicht mehr, wer es letztlich erfunden hat.
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13 Dinge … für die man sich ab Oktober endlich Zeit nehmen kann.
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01] Eltern, Erziehungsberechtige, Vormünder und andere autoritäre Beziehungspersonen einen mehrtägigen Besuch abstatten. Bringt zusammen, was Jahr für Jahr weniger zusammen zu gehören scheint. Problem: Ungewollte Termine und zeitliche Erwartungshaltung wenn Füße unter dem Tisch.
02] Mehr lesen, schreiben, malen und anderweitig für kreativen Output sorgen. Setzt Ungeahntes frei. Problem: Vorhaben kommt selten über das fixe Briefverfassen zum Donnerstag Abend hinaus bzw. wird das ausgedehntere Lektürekontrollieren auf dem WC schon als Mehr-Zeit-Nehmen eingeordnet.
03] Persönlichen Finanzplan erstellen. Könnte Übersicht in die Soll-reiche Kontoführung bringen. Problem: Am Wochenende hat man die Aufzeichnungen aus unersichtlichen Gründen verlegt oder verdrängt.
04] Hygienemaßnahmen in den eigenen vier Wänden oder den der besten Freunde. Die festklebenden Krümel vom Juli wird es weniger freuen, den gemiedenen Putzlappen aus der Abstellkammer schon eher. Problem: Wird zu schnell dunkel und da sieht man die staubigen Ecken und Kanten ja nur geringfügig, außerdem ist man doch nicht seine eigene Mutter.
05] Den angesammelten Musikhaufen einmal akribisch ordnen und dem vorrätigen B-Material mehr konzentrierte Aufmerksamkeit schenken. Problem: Die Dropbox füllt sich stetig neu bzw. ist der „Anhörbar“-Ordner erstmal blind zu minimieren.
06] Mehr Schlaf. Off als Regenerationsprophylaxe. Problem: Verpasst man da nicht was?
07] Man kann Mitmenschen zum Kochen einladen. Fördert Umgang mit Essbarem und denen, die es schneiden müssen. Problem: Das obligatorische Eck-Bistro hat doch so eine nette Bedienung und so teuer ist das eigentlich alles gar nicht.
08] Mehr Zeit für die eigene Körperhygiene aufbringen. Der Kampf gegen Augenringe und weitere ungebetene Verdächtige könnte sich auszahlen. Problem: Eine Wodkamaske oder doofe Schaumparty bewirkt leider das Gegenteil.
09] Sich bilden. Informationen über die Online-Ausgabe des Spiegels hinaus. Problem: Wissen macht angeblich Macht, letztlich aber auch Kopfschmerzen.
10] Das nächste Jahr in seinen Grundzügen vorplanen. Könnte abseitige Gedanken als den Masterplan ablösen. Problem: Sich Dinge halbherzig vornehmen ist doch Sache des Neujahrs, oder?
11] Fitnessplan trotz und wegen Minusgraden. Härtet ab und Muskulatur angeblich an. Problem: Sieht doch im Snowboard- oder Nachtdress eh fast niemand, außerdem sind Grippen nicht zu provozieren.
12] Umräumen, ggf. auch Umziehen. Tapetenwechsel oder neu geordnete Einrichtung als Sinnes-Refresher. Problem: Kostet Geld, Nerven und die helfenden Hände sind im Grunde nur auf den kollektiven Absacker im Anschluss aus.
13] Weihnachtsgeschenke rechtzeitig kaufen. Problem: Unsinn.
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Sollen sie dich doch beschimpfen, erniedrigen oder im Endeffekt nur nicht verstehen. Dich reduzieren auf deine selten nachvollziehbaren Werbeaktionen. Dich als fremd kreiertes Objekt zwischen SM-Trash und 90er-Jahre-Subunkultur wahrnehmen. Als Sängerin, die ihre Lieder nicht ernst meinen kann bzw. die junge Zielgruppe mit querpolierten Eurodance-Songs samt Zungenschlag bitte nicht in die Irre führen soll. Ein dubios wirkendes Spiegelbild als Idol darf nicht gut gehen. Geht es aber, nicht grundlos wird „Pokerface“ an der internationalen Top-Single 2009 kratzen. Das wandelnde Fragezeichen nutzt die überschaubar prodzierten Tanzkroketten nur als Mittelsmann zum künstlerischen Zweck. Schließlich liebt sie genau das: die Kunst.
Während weibliche Dauergänger wie Beyonce Knowles ständig was von großer Tiefe, Weiterentwicklung und Liebe zur Musik vorraunen, bist du es liebe Gaga, welche uns kein Huhn als Ei verkauft. Du verweist auf Andy Warhol und Queen, einen imaginären homosexuellen Lifestyle und das urbane Treiben in sozialen Nebenschichten, billige Slogans die Aufsatzstoff bieten. Du verkleidest dich, bist der Bruder, den niemand möchte bzw. die Tochter, an der jeder verzweifelt. Machst Typen Angst, wirfst Zweifel auf. Das ist mehr als Marusha, Madonna und Lolo Ferrari zusammen je stabeln könnten. Du trägst abwischbare Burlesque-Kleidung, Glitzerstäbe und Kopftücher -parallel. Hast den Badeanzug wieder schalom-fähig gemacht, von Perücken ganz zu schweigen. Wen interessiert schon, wer die Person wirklich ist, die bei den MTV Awards Kunstblut ausschwitzt, und angeblich mit Marilyn Manson auf Friedenspfeife ist. Die Person, die Verträge von TV-Sendern vorgehalten bekommt, die strikte Busenverdeckung intus haben. Die gesamte Wahrheit ist so schrecklich berechenbar, darum bleib noch eine gute Saison der Konventionen-Schreck auf dem Thron. Be- statt nur wundern wird man dich erst eine gute Dekade später, wenn wieder die graue Feminenz das kommerzielle Ruder übernommen hat und der nötige Abstand herrscht, um zu sehen was wir an dir hatten, kleines Biest.
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… die zu Corvonism leiteten:

01] mann von frau erdrückt
02] robert pattinson auf laufband
03] community ist nur lügen und betrogen
04] typische pornofigur
05] entscheide dich herz oder verstand
06] einführung calippo cola
07] coole kleingartenhäuser
08] jared leto schlechteste konzert meines lebens
09] runterspülen
10] model le visage
11] jungs beim wichsen
12] ich vermisse dich
13] metro rum geschenkkarton
14] wie kommt man step by step zur frisur
15] wer nimmt coca cola glaspfand zurück ?
16] thomas victor kann einfach mehr
17] wunde mit herzform
18] für nichts zu schade
19] urbanize verarscht du mich ? ich weiß es
20] frau wichst schwänze in unterwäsche
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Er mochte ihn nicht. Wie er einfach ankam, plötzlich einkehrte, sich breit machte und alle/s mit sich zog. Selbst die unter genereller Lethargie und ungekünstelter Sofa-Kartoffel-Mentalität agierenden Mitmenschen ließen sich auf ihn ein. Ob nun in finanzieller Hinsicht alles lockerer saß, der Biorhythmus bewusst verlegt wurde oder die Ansicht ausgelebt wurde, Aktionismus und Aktivität lägen nicht grundfrei knapp hintereinander. Er veränderte – manipulierte sogar. Dabei legte er auch frei, was verhüllt bleiben sollte. Unausgegorene Beziehungsstaatii bzw. unverfrorene Bekleidungsintermezzi. Sie sollten zeigen, was menschlich bleibt, auch und gerade bei gewünschtem Ü30-Sonnenschutzfaktor. Dabei wollte er sie doch lediglich auf den Boden holen. Den, der Tatsachen. Den, der chlorophyllreich ist und angeblich Picknick heißt. Den, der Menschen vereint, die nicht viel wissen bzw. zu viel. Dass übersteuerte Lichtzufuhr zwar zu Glücksgefühlen, ebenso zu Wahrnehmungsdefiziten führt. Gerne vermengt sich beides, wie die Hyperdosierung Animationsdeo mit der Tropfweinhöhle aus Schweiss und weiteren Körpersekreten. Er verursachte Menschenansammlung an unhygienischen Plätzen. Brachte zusammen, was nicht zusammen gehört. War grün und bunt, mächtig überstrahlt und dennoch mit weiten Schattenflächen. Jetzt ist er fort. Und obwohl er all diese Nebenwirkungen im Gepäck trägt, ist es erneut schwer zu sagen: Adios, bis nächstes Jahr, und jetzt geh auch endlich!
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Unzensierter Gossip der Woche zum Mitreden:
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+ Aqua sind zurück: Neue Single „Back To The 80s“ läuft auf VIVA schon heiß.
Ergo: Sie konnte als Barbie Girl einst schon nicht singen, übel aussehen schafft sie 10 Jahre später nun ebenfalls.
+ Christian Bale hungert wieder: Diesmal erfordert Neuproduktion „The Fighter“ Knochentransparenz .
Ergo: Erst pumpen, dann pumpen lassen. O-Saft im Wattebausch als tägliches Gewinnerfrühstück und für einen guten Zweck.
+ Bushido fährt bei Rot: 150 Öcken Strafe und Flensburg Calling?
Ergo: Augen auf beim Fahrverlauf bzw. wer fährt schon selbst?
+ „Twilight“-Helden Robert Pattinson und Kristen Stewart wollen zusammen ziehen: Pärchenboom auch im Teenieunterhaltungsmilieu angekommen.
Ergo: Brauchen die beiden eine rasche Finanzspritze fürs Eigenheim oder warum wurde Teil II vorverlegt?
+ George Clooney per Harley gestürzt: Wir sind im Geiste bei seiner neuen Flamme Elisabetta Canalis.
Ergo: Einem Emergency Room den Rücken zu kehren, war schon immer böses Omen.
+ Dieter Bohlen erhält für neue DSDS-Staffel Maulkorb: Die potenten Nachwuchsstars von morgen erhalten vertraglichen Böse-Sprüche-Schutz.
Ergo: Castingshows sind auch nicht mehr der Feind, der sie mal waren.
The Gossip-Fronterin Beth Ditto erhält ADHS-Symptomatik von Doktor offiziell bestätigt: Ihr Umfeld hatte schon gewisse Vorahnungen.
Ergo: Das erklärt fast alles.
Avril Lavignes Ehe mit Deryck Whibley vor Einbruch: Die große Krise nach dem 2006er Bündnis.
Ergo: Waschechte Punkverfechter im Ehemodell – das kann ja nicht gut gehen.
+ Gerard Butler verteidigt Möpse: Bei Stressbegegnungen mit fremden Hundebsitzern an der Bordsteinkante kennt Gerry keine Gnade.
Ergo: Fight Your Dog For A Walk.
+ Fans von Amon Amarth erschaffen Epic Viking Rowing: In kollektiver Sitzschlange und Nieten rudern statt Alarm im Circlepit.
Ergo: Auch die Metaller über 50 bzw. über 3,5 Promille können ihre Idole live bewundern, ohne Verletzungs- und Sturzgefahr (scheiße dabei aussehen ist leider noch inbegriffen).
+ Lindsay Lohan plant mit Britneys Manager Realitydoku: Die Irrungen und Wirrungen des nächsten Chaos-Sternchens für die Massen.
Ergo: Sie kann auch Tila Tequilas vakante Dating-Position einnehmen.
+ Megan Fox in Sextherapie: Sie erhält – gibt nicht selbst Unterricht.
Ergo: Die pathologischen Folgen christlicher Erziehung macht auch in US-Haushalten nicht halt.
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Ihr wisst noch mehr? Schön für euch!
Beziehungen sind im Grunde Verbindungen zwischen Ob- oder Subjekten, die zusammen passen oder dies zumindest gerne hätten. Und da liegt der Igel im Jahre X im Curry. Alles, was eben verbindlich sein soll, schreckt erstmal ab. Wer will schon Konsequenz, offizielle Abmachungen oder einen unsichtbaren Zwang inmitten des Alltagsspuks. Klammeraffen tun weh, und so windet man sich gerne aus allem raus, was die innere Freiheit und Individualität potentiell in Gefahr bringt. Sich selbst offenbaren gleicht wohl Erniedrigung und menschlicher Transparenz in einem. Gut, Einzelgängerdasein umgibt gesellschaftlich auch eher die fragwürdige Aura. Also herrschen dann menschlichen Verbindungen, die von Erwartungen bis Vertrauen in die Kombination an sich, auf Off oder unterstem Level laufen. Wo es bei Zwistigkeiten oder Atmösphärewechsel keinen Big Bang geben wird, weil eh nie etwas ausgesprochen, geschweige denn abgesprochen war. Und so suhlt man sich weiter im Sumpf der Unsicherheiten, auf die man selbst angeblich so viel Wert legt. Dort ist es auf Dauer nicht nur ungemütlich, man macht sich womöglich schmutziger, als auf der konventionellen Ebene. Der Beziehungsstatus „Unentschlossen“ wird im Volkmund natürlich auf „die richtige Person warten“ umgemünzt. Es soll ja nicht heißen, man wüsste nicht wohin mit sich und all den dubiosen sozialen Ansichten. Das Image des Abwartens bzw. reinen Warmhaltens kommt locker, aber im schlechtesten Falle als billigstes Alibi für den eigenen fehlenden Arsch in der Hose.
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Manchmal und leider zu oft sind Neuigkeiten vom Erdball nicht nur unfassbar, sondern offensichtlich filmtauglich. Das sind diese Nachrichten, deren Verlauf oder Hintergund dermaßen reißbrett-mäßig wirken, dass man sie neben die Realitätssparte packen möchte. Cliffhanger und Schattenszenen inklusive.
Sagt man die 17 Grad im Schatten vom nächsten Donnerstag voraus, kann das Glück oder Wetterfroschintuition sein. Sieht man seinen Nachbar vor sich, obwohl er noch nicht mal die Haustür öffnete, klingt das seltsam bzw. die Haustür ist gläsern. Spielt ein Underground-DJ einen Clubhit von morgen, bevor dieser datentechnisch überhaupt erfasst wurde, ist es schon obskur oder die neue Zukunft. Das alles sind jedoch nur Statistenanekdoten, wenn man sich den aktuellen Fall um den Brasilianer Wallace Souza vor Augen hält.
National populär dank einer Fernsehshow, die den 50-Jährigen stets am Schmelztigel akuter Verbrechen präsentierte. Noch bevor Sanitäter Infusionsmaterial aus den Krankenwagen holten bzw. die Polizei am Ort des Geschehens eintraf, war er schon da. Das Mikro lief, die Kamera schwenkte. Auch so ein faszinierender Bauchmensch, der zwischen Mittelalter-Hellsehfähigkeit und Elbenaugen pendelt? Wohl kaum. Einer, der mit seinem Team aufklären möchte? Eher dem Volk das zeigte, was es anscheinend sehen wollte. Mord ist im Bundesstaat Amazonas kein Tabu oder thematischer Kolibri. Tagesordnung trifft es eher. Da lohnt es sich, schneller zu sein, als die anderen.
Das Nützliche mit dem Anrüchigen verbinden, klingt so verlockend, wie umsetzbar. Herr Souza war auch in politischer Mission auf der Spur. Gewalt, Verbrechen und Drogenhandel den Garaus machen, sind große Ziele. Ein emotionaler Volltreffer, wenn man selbst die Abschussliste setzt. Das tat er, angeblich in fünf Fällen. Schon als Polizist soll er in dubiose Geschehnisse verwickelt worden sein. Ein Grund seines damaligen Rausschmisses. Jetzt ist er es, auf den die gierigen Kameras zielen. Mindestens die Geschichte des Monats gibt er ab. Mit seinem Sohn und einem guten dutzend weiteren Anhängern soll er einen groß angelegten Zirkel von Korruption und Waffenhandel führen, und tödlicher Auftraggeber sein. Sein Anwalt schlägt die Anschuldigungen vehement von sich, Souzas Ruf schlägt Purzelbäume, die Newsticker-Quoten rund um sein offenbarten Machenschaften ebenso. K11 meets Profiler, nur ohne Drehbuch. Der Star der Story ist klar, die Folgen noch nicht ganz.
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Ein populärer deutscher Privatsender ist seit Wochen eher erfolgfrei auf der Suche nach diesem nicht näher definierten Subjekt. Eigentlich kein Grund, sich weiter Gedanken zu machen. Andererseits jedoch reizt das schlüpfrige Fragezeichen schon. Wer ist sie? Was will sie ? Wo verdammt ist sie?
Erstmal stellt sich die Frage, was dieses sogenannte Sommermädchen überhaupt auszeichnet.
Ist sie etwa die Verfleischigung der Schön-Wetter-Saison, so dass ihr quasi die Sonne strahlenförmig rektal empor schießt? Vielleicht macht ihre Anwesenheit und Nähe in diesem Zusammenhang nicht nur helle, sondern auch mal glücklich. Hm.
Vielleicht existiert sie auch nur zur Verbreitung der „Let The Schein Shine“-Parole. Vorne rum auf hellen Taint, von hinten schwarze Witwe. Eine von der Sorte, die glücklich beseelt mit dir über den Strandhügel flitzt, um anschließend den Hässletten-Barkeeper während der Klopause das zu geben, was man selbst nicht mal buchstabieren könnte.
Im Grunde könnte das Sommermädchen auch nur eine naive Post-Hippie-Tante sein, die Gänseblümchen sammelt und Sommersprossen zählt. Dir nach Sonnenuntergang den Rücken mit einem obskuren Massageöl aus dem fernen Osten einschmiert, um dann unverständliche Sonderbarkeiten in die Ohrmuscheln zu raunen. Der Liebestanz- ggf. auch Regentanz kommt im Anschluss.
Moment, das Sommermädchen ist wahrscheinlich die rosa Tasche in Person. Barbie, Paris und die abgekrabbelte Blondine vom Electro-Eck in einem. Wo offenbarte Haut Trumpf ist, und Eis penetrant Lecken Mittel zum befriedigenden Zweck. Dummbratze für alle eben.
Oder sie ist die Fassung Weiblichkeit, die sich über die kalten Monate halb-wacker und distanziert schleppt, um ab Juni energietechnisch alles aus ihren Kanälen zu holen. Der Hormonbildung sei Dank funktioniert diese dann plötzlich als Aktivistin der guten Laune, wo Ansteckung und Abstoßung nah beieinander liegen.
Oder dieses Mädchen ist so eine, die zwischen langweiliger Fahrradtour mit den Kollegen und Brunchen mit den Eltern, auf einmal da ist. Irgendwo doof rumsteht, dreist auffällig agiert, ohne dem mitmenschlichen Rest aufzufallen. So eine Nachstufe von Schwarm und besserer Freund von Flamme.
Wer weiß, was dieses Sommermädchen auszeichnet? Bilder, Infos, Links und Anschrift bitte einreichen. Der genannte TV-Kanal hätte einen Tipp auch bitter nötig.
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Verstauungsobjekte für all die überflüssigen, ggf. auch flüssigen Dinge im Alltag, wechseln modisch und persönlich bedingt gerne. Ist im Februar noch der funktionelle Rucksack die gewählte Ladestation am Mann, darf es im Juli nur die Arschtasche der halbweiten Jeans sein, um im November von einer Hängetasche abgelöst zu werden. Handtelefon, Kleingeld, Taschentuch für die Freundin, Notizbuch für Nebensächliches und die typischen Suchtutensilien wie Feuerzeug und Zigarettenschachtel müssen ja irgendwo ihren Platz finden. Gedacht sind diese Sammelbehälter als Hilfsmittel, bei Damen auch nicht selten als generelles Mystikum oder eben Waffe bzw. Beweis für die soziale Schichtzugehörigkeit. Was aber, wenn sich die Tasche z.b. als offensichtlicher Feind entpuppt, als Gefahrenquelle, sogar stoffgewordene Axt des Leibhaftigen?
Nein, Gedanken an schlecht inszenierte Szenen aus einem D-Horror-Streifen, mit abrupt angreifenden oder bedrohlich sprechenden Taschenmodellen, sollten nun nicht aufkeimen. Eher diese latenten Vorkommnisse aus dem Alltag, die man bei der Rechnung der dreigeteilten Quersumme nur auf dieses Stück Stoff als Urheber runterbrechen kann.
Wenn innerhalb von zwei Monaten zwei EC-Karten, welche es sich im Tascheninneren mehr als bequem machen, einen totalen Defekt erleiden und die Demagnetisierung keinen anderen Hintergrund findet, ist Stirnrunzeln angesagt. Wenn in Einkauszentren diverse Kassen ein fieses Piepen beim Durchlaufen (ganz ohne Klauenseuche als kriminellen Hintergrund) abgeben, die Tasche dabei stets vor Ort ist, darf man aufhorchen. Fangen jedoch taschengelagerte Batterien urplötzlich Feuer, ist nicht mehr nur Vorsicht geboten, sondern zu handeln. Weg mit der Production Of Evil!
Ohne Tasche keine Competition? Mit Tasche eher keine Vision!
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Wörter, die … nichts mit Festival zu tun haben.
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A – nstand: Anstehen schon eher.
B – eileid: Höchstens bei den Nachbarn mit der Hörsturz-Dauerschleife.
C – hiffre: Ja, jeder ist nur eine Nummer, open air selten jedoch eine zu groß.
D – aunenedecke: Kommt tagsüber bestenfalls von oben, nachts in Form der prallen Sächsin als wärmende Beilage.
E – innahme: Finanziell eher umgekehrt, oral oft gegen Kontrollrichtlinien.
F – riseur: Hat frei.
G – asse: Livetechnisch nicht selten die mit dem Sack.
H – ummer: Currywurst geht schneller.
I – mker: Honig ums Maul gibt es vor Ort selten.
J – ahrgang: Bleibt, Einsatz erlischt.
K – ultur: Steckt auch höchstens im Beutel.
L – uxus: Zeigt dir den Mittelfinger im Stundentakt.
M – utti: Will gar nicht wissen, was der Kleine mit „War Witzig“ zusammenfassend meint.
N – otdurft: Outdoor ja eher Grundrecht.
O – ptimismus: Nein, die Bandabsage war kein Fake.
P – ersonalveränderung: Schade, Helga noch immer da.
Q – ualifiziert: Sind die Konversationen nicht absichtlich.
R – andgruppen: Alle die, die zu spät Richtung Hauptbühne stürzen.
S – chmusen: Siehe 12-köpfige Meute mit dem „Ficken 4 Free(dom)“-Banner.
T – eatime: Muss ausfallen, Klara macht Mixgetränke.
U – ngeduld: Freitag ist nicht Sonntag, sorry.
V - ersteck: Es gibt kein wirkliches Off.
W – eide: Wird zum braun gefärbten Morast.
X-Y Ungelöst: Nicht für alle Fleisch gewordenen Fragezeichen gibt es eine Aufklärung.
Z – ypresse: Höchstens ähnlich bittere Luftverhältnisse.
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