FALL OF EFRAFA: HAMBURG: ROTE FLORA: 30.08.2009

Abschiedswort: Gewaltig.
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Das Ende zu verdrängen ist gefährlich, letztlich jedoch reiner Selbstschutz. Das Ende zu erahnen wirkt dagegen wie ein latenter Stimmungsbarometer. Das Ende aber zu wissen und die quasi finale Runde mitzunehmen, ist irgendwas zwischen gewollter Körperverletzung und den Tatsachen in die Augen schauen.
So überraschend gut besucht, wie Hamburgs Rote Flora, da war weniger mit Sehen, als mit Hören. Das muss auch ausreichen, schließlich kommen die potentiellen Bilder dazu wie von selbst.Und diese sind weitab von lieblichem Winken und Tränen im Knopfloch. Da setzt es eher das gewünschte Kopfloch.
Wer will Sludge schon exakt definieren bzw. sagen, ab wo Crustcore emotional wird. Die Briten von Fall Of Efrafa spucken auf kurze Technikdefizite. Tun tontechnisch das, wofür ihre Trilogie letztlich steht. Wenn sich zwei streiten, freut sich die Dritte. Der satte Batzen fesselnder Klangwelten, welcher zwar kratzt und tief gräbt, gleichzeitig unnötige Blutsequenzen gekonnt außen vor lässt. Hart, aber schmerzlich. Sie fallen tief, ziehen sich im nächsten Augenblick doch aus dem herrlich zuckenden Sumpf, in welchem sich die Brüder im Geiste Cult Of Luna ähnlich wohl fühlen. Efrafa ist gestürzt, die LP-kauffreudigen Besucher am Merchstand im Anschluss eher bestürzt. Wo wir wieder beim Anfang wären: Das Ende darf gerne ein bißchen weh tun, danke dafür.
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