THE XX: XX:2009

Aktenzeichen XX abgelöst.
:::
Aus einem Fragezeichen werden schnell zwei. Das große X lauert überall. Nicht unbedingt in der Welle britischer Nachwuchskünstler. Da wird alles zu schnell geklärt, offenbart und dermaßen prall ausgeleuchtet, dass aus dem erkennbaren Begriff „Heiß“ rasch „Hype“ wird. Das schreckt ab. Zu selten verirrt sich da kreatives Silberbesteck inmitten des NME-tauglich lackierten Sondermülls.
Und dann kommen diese beiden Buchstaben so groß weiß auf schwarz. Somit trifft er auch ein: der lebendige Gegenbeweis zur These, und zwar schwarz auf weiß.
Das Doppel-X fängt ein, nicht auf – fällt nur latent auf, und dann wieder in sich zusammen. Das sind keine fix abgeschusterten Teeniegedankengänge im oberflächlichen Fetentrubel. Keine zirpenden Stampfbeats als pupertäres Animationsprogramm, wie das The und akutes Namedropping weis machen könnten. Im Grunde herrscht hier klassisches Pop-Songwriting mit der Portion Melancholie, die nicht jugendliches Fernweh sein möchte. Elf mal Klangwelten, die nach links und rechts Ausschau halten und doch im wohligen Nebel verharren, ganz ohne schlecht gepuderten Glanz- und Bombastmantel. Das Quartett trägt schwarz, und denkt dennoch nicht finster. Sie wissen um die Funktion elektronischer Untertöne, aber ebenso um die künstlerische Waagschale. Wenn das der inoffizielle Einstieg Richtung Herbst und verregneten Gassen sein soll, dann kann der Sommer gerne dort bleiben, wo das Kalenderblatt vom vergangenen Monat liegt.
(XL/Beggars)
:::
Da scheint aber jemand begeistert zu sein. Kann man diesmal also tatsächlich dem Hype trauen? Ich traue lieber kompetenten Meinungen und vielleicht gehört deine ja dazu… Das muss ich mal prüfen…
Kommentar von Steffi — August 29, 2009 @ 9:00
Kann wirklich was, vor allem auch „VCR“
Kommentar von Christoph — September 3, 2009 @ 1:30
klingen schwer nach travels, die aber siebenhundertdreiundachtzigtausend mal besser sind.
Kommentar von Julia — September 4, 2009 @ 11:19