Dúné: HAMBURG: HEADCRASH: 19.05.2009

Ausverkauft im lässigen Schwitzkasten.
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Es scheint in Mode gekommen zu sein, Bands einige Monate vor Plattenveröffentlichung auf inoffizielle Promoreise im kleinen Rahmen durch die einschlägigen Städte zu schicken, so als Anheizer Richtung Fanblock für Kommendes und als Probelauf des neuen Materials für die Musiker. Doch mit einem Bein im Studio, einem Arm in den Miesen und dennoch on the road, resultiert dies häufig in eher lauwarmen Konzerten, die nicht wirklich einen Vorgeschmack bieten wollen oder können.
Die Sieben-auf-einen-Streich aus dem dänischen Skive wären da passendstes Beispiel gewesen, touren sie doch seit drei Jahren mit den Songs des Debüts „We Are In There You Are Out Here“ unaufhaltsam durch die Lande. Fast wollte man dem zynischen Gerücht Glauben schenken, sie würden als Kirmeskapelle enden, die sich für immer auf ihre Handvoll Songs beruft.
Also gut, es scheint sich zu bewahrheiten: neues Album, neues Glück. In Zeiten, in denen sich auf skandinavischen Dancerock anscheinend alle einigen können, war natürlich die Frage: Mehr Electro, mehr Rock, mehr Pop? Die ungemütlichste , weil unglaubwürdigste Anwort heißt: Das Beste von allem.
So jung und schon dermaßen geschmackssicher, das bleibt weiter ein Phänomen. Die bekannte Vorliebe für ungehemmte Rhythmik, mitsing-, jedoch nicht stumpf mitgröhltauglich, Gitarren ohne aufgesetzten Metallanschliff. Herrlich poppig und immer mit dem songwriterischen Drive, welcher Beliebigkeit keinen Platz bietet. Sie spielen in Sachen Hitdichte schon jetzt in ihrer eigenen Liga, und das weiß die dicht gedrängte Meute auch nur zu gut bzw. honoriert das mit einer Euphorie, die jenseits von Böse liegt.
Kreischende Mädels, wie soeben von THE DOME 53 entsprungen, können sich gar nicht entscheiden, ob sie nun eher zum Lockenkopf und potenten Mikrohalter Mattias, der sympathischen Cecilie an der linken Saite, oder doch dem heimlichen Frontmann und Keyboardbeauftragten Ole schielen sollen. Letzterer ist am wahrscheinlichsten, hat er den Begriff Entertainment geradezu gefressen. Gut trainiert ist halb gewonnen, scheint dessen Motto. Und so präsentiert er das schwitzende Sechserpack mehr als omni. Ob mit fallenden Eiswürfeln auf dem Bartisch, küssend mit Bandchef oder hochmotiviert tänzelnd zwischen dem ganzen Clan, in Szene setzen ist Hauptdevise.
Comeback gelungen, waren sie auch nie weggewesen.
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*kreisch*
Kommentar von Susi — Mai 21, 2009 @ 9:56