YEAH YEAH YEAHS: IT’S BLITZ:

Mediokres Dancing At The Bowlingbahn.
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Warum die eigene Entwicklung künstlich in die Länge ziehen und nicht einfach ein gefühltes Album auslassen, um da anzukommen, wo man anno 2009 tatsächlich steht bzw. stehen möchte. Den imaginären Mittelfinger einziehen, Fackeln im Dickicht löschen und alles was man unter „Art-Punk“ je verstehen sollte, in 10 Songs lautstark zu Boden werfen.
Die YEAH YEAH YEAHS sind also nun tot? Hörbar nicht, sie atmen inzwischen sogar lauter denn je, drücken offensiv auf den Puls der Zeit und wandeln dennoch nicht geradlinig auf dem Pfad der Mainstream-Riege. Wenn’s nicht arscht, ist es für’n Rock, oder wie sagte Charlotte Roche zu VIVA Zwei-Zeiten so gerne?
Es fehlt meist das Schreien Karen O’s , die Hektik, das latente Chaos und die hippe Verzweiflung zwischen den Zeilen. Dafür riecht es ab sofort nach Großstadt, vielleicht nicht Heimatstadt New York, eher dem neu gemachten Indie-Schuppen Hamburgs. Tanzen, wackeln, aber keinesfalls Jubel, Trubel, Eitelkeit. Der Synthesizer läuft auf Hochtouren, in „Heads Will Roll“ wartet man auf die gleich einsetzenden Eurodance-Riffkanäle und die Single „Zero“ würde mit plötzlichen Rapeinlagen nicht mal verwundern. Dem als Gegenpart steht dann aber auch Feingeistkost wie die Postrock-Hommage „Runaway“ oder der atmosphärische Flächenteppich „Little Shadow“ als Rausschmeißer. Unausgegoren oder die neue Abwechslung? Das mag die Zeit uns beantworten, wenn das Trio nächsten Sommer Festivalheadliner spielen darf oder ihr Karriereende bekannt gibt.
(POLYDOR / UNIVERSAL: 2009)
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