Corvonism

IAMX: BERLIN: FESTSAAL KREUZBERG: 25.04.2009

IAMX: BERLIN: FESTSAAL KREUZBERG: 25.04.2009

iamx

Degradierende Rhythmusstunde.

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Zum staubtrockenen Samstagabend lässt sich mit so manchem die Zeit vertreiben: Freunde treffen, Tanzstunde, Wodkaziehung der Woche, Mitmenschen beobachten, irgendwie Geld ausgeben. Man kann auch genau alles miteinander verbinden, steht im Kreuzberger Festsaal und wartet auf einen eigenwilligen Mann mit mehr Gesichtern, als generell aufsetzbar. Warten ist dabei das Wort der Stunde, gibt der liebe Chris Corner doch wenig auf das Schwitzverhalten der zahlenden Leute. Genau auf die Menge Wartender, die beim Wort Ventilator Glücksgefühle produzieren könnten, das Tropfen im Stehen dann aber mit den knapp 90 folgenden Minuten Unterhaltung verrechnet bekommen.

Das Debütalbum „Kiss And Swallow“ aus dem Jahre 2004 scheinen tatsächlich mehr als vier Sneaker Pimps-Anhänger noch auf dem musikalischen Schirm zu haben, gibt es doch vor Ort diverse Frontdiva-Lookalikes, neben einer wild geordneten und schlecht zu zuordnenden Hörerschaft. Die Frau von der Edeka-Kasse klatscht dem Hantel-Typ aus Wedding fröhlich ins Ohr, mitgröhlen tun sie letztlich alle.

Und was ist dieses X? Hochmütiger Pathospop mit wuchtigem Elektrounterbau vielleicht? So in etwa. Wenn der kappentragende Wahl-Berliner am Mikro das Stimmbearbeitungsprogramm bis auf ein Maximum hochtuned, bleibt das Pendel noch immer zwischen perfekt klagend und anklagend. Die 80er Beats wirken zeitgemäß und semi-trashig zugleich, von der weiblichen (?) Erscheinung am Keyboard ganz zu schweigen. Soll heißen:  Die da vorne spielen ihren eigenen Zirkus, peinliche Clowns und Akrobaten bleiben Gott sei Dank im Käfig.

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Ich muss doch hier falsch sein…?

Die offensichtlichsten Beweise, beim falschen Konzert zu sein:

concert

+ diverse wehende Feuerzeuge um dich rum, sind knapp davor, dein Haupthaar oder Bart zu gefährden

+ die Anzahl eindeutig williger Zweierkonstellationen beim Zungenaustausch wird von Song zu Song mehrstelliger

+ du überlegst dir, was sich alles auf  „Circle Pit“ oder „Wall Of Death“ reimen könnte

+ du bleibst auf der Toilette im mehrminütigen Smalltalk stecken

+ Mitmenschen ohne ausreichend Kleidung bitten dich auf die Bühne und bieten außerdem lasziv einen Stuhlplatz an

+ du denkst an dein Bett, den kommenden Arbeitstag oder einen gefüllten Magen

+ du wühlst in deiner Tasche nach einem Fernglas für die Sichtung der ersten Leinwandfront

+ die Typen neben dir fordern den aktuellen Charthit oder „Ausziehen!“

+ es kommt Schaum von oben, schlimmstenfalls gar von unten

+ alle nehmen sich bei den Händen und lachen oder wackeln kollektiv auf Knopfdruck

+ du schaust nachdenklich zu Boden und überlegst, ob die jetzt Raemonn oder Reamonn heißen

+ dich treffen Bonbons und lautstarke Spruchsalven wie „Helau!“ und „Hossa!“

+ deine Eltern winken und jubeln dir von der Bar aus zu

+ du wachst an der Schulter des tropfenden Konzertveranstalters oder im leeren Backstage-Bereich auf

+ du hast mehr deine Uhr als die Bühne im Blick

+ du fragst deinen Stehnachbarn, ob dies schon die Hauptband sei

+ du versteckst dich hinter dem letzten Pfeiler, der ausgetragensten Kapuze oder dem Bierstand

+ du zählst 2,5 Gitarrenanschläge pro Minute bzw. hast urplötzlich Thrombose-Symptomatik

+ du trägst den Event sofort nach heimatlicher Ankunft aus deinem LastFM-Kalender

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Weitere Offensichtlichkeiten bekannt?


Posted in LE SPECIALE

Gerne verdrängt, doch nicht vergessen: NACHTWANDERUNG.

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Wenn der Lehrkörper im Auftrag des Klassenzusammenhalts unterwegs ist oder aber auch nach Feierabend mit dem netten, ledigen Kollegen aus dem Lehrerzimmer ausgehen will, ohne dass es der Allgemeinheit auffällt oder Fragen aufkommen, wird eben eine Nachtwanderung als frühabendliche Gemeinschaftsaktivität angesetzt. Genau, das ist dieses kollektive Laufen durch Wald und Flur bei eintretender Dunkelheit. Da, wo der Klassenclown mit zwei Kumpels aus der letzten Bankreihe, seinen Spieltrieb freien Lauf lässt, so mit abruptem Hervorspringen aus dem Busch oder Absondern seltsamer Laute. Hauptsache, die Mädels machen einmal auf dicke Gänsehaut oder gar Schreien im Hochfrequenzbereich. Denen ist aber generell kalt und sie rufen nach zweimal Augenaufschlag schon nach Rast, Ankunft oder einem tragbaren Schlafsack. Auf lehrreiche Inhalte über die Flora und Fauna bei Nacht hat genau niemand Lust. Der Klassencoolste hat auch nach Sonnenuntergang die Sonnenbrille auf, ggf. die Hand schon bei Clara oder Tina hinten dran (gerne auch beiden) und erzählt Geschichten zwischen Aktenzeichen XY Ungelöst oder Profiler, der Atmo wegen. Die Ganz-Hinten-Läufer haben schon heimlich eine Runde Taschenrutscher intus, lachen bullig durchs Gebälk, zünden sich möglicherweise sogar eine geklaute Zichte an und nehmen die Marschroute auch ohne absehbares Ziel als gefressen hin. Solange die Eltern ihre schriftliche Erlaubnis in das schlecht/recht geführte Hausaufgabenheft gesetzt haben, läuft das ja eh alles. Im Garten der Klassensprecherin oder einem gemieteten Grillplatz angekommen, werden dann Würste erhitzt. Coole Klassenleiter haben am Vortag bereits ein Lagerfeuer bei der örtlichen Feuerwehr gemeldet. Dann ist auch Platz für den sensiblen, ruhigen Typ vom Fensterplatz, der seine Akkustikklampfe auspackt und wider Willen Hits aus dem Musikunterrichtet anstimmt. „Let It Be“ und „Über den Wolken“ mit Eulen und Grillen im Background, macht unerwartet mehr her, als die neueste Just The Best-Compilation. Dann erzählt der sonst so grimmige Physikpauker plötzlich von längst verblichenen Jugendsünden, Faustlachen aus den ersten Reihen inklusive. Dann kehren da acht Mittelklassewagen ein, um die Sprösslinge einzusammeln und schon am nächsten Morgen ist alles wie zuvor. Leistungskontrolle halb 8 morgens. Na, so witzig war das gestern Abend doch alles nicht.


Posted in GVDNV

THE 13 with: ALASKA IN WINTER.

Corvonism starts … Alaska In Winter follows.

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01] When Living Is Just An Option … people call you crazy.

02] The Balkan Lowrider Massacre Starts … in New Mexico and ends with a frito pie fight.

03] Berlin Keeps You … dancing.

04] Laying The Jetlag In Ashes … doesn’t sound too comfortable .

05] Echoes Of Harpes Can … make you think it’s a good idea to move to Brooklyn.

06] No Holidays For … my laptop.

07] The Curse Of Loving Birds … means you always end up with girls who love cats.

08] This Beat Won’t Be Regular … if you spill beer on the drum machine.

09] Girls In Red Underwear … sounds like a party to me.

10] Harmonijak … so beautiful.

11] The Diva Inside … of the vacuum cleaner could possibly sound good with the right microphone.

12] The Rebirth Of The Mini-Playback-Show … makes me cry a tear that is also a crystal.

13] Exit Alaska, Entering Urban Floor … and end up riding on the back of an eagle through space.

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http://www.myspace.com/alaskainwinter

http://www.lastfm.de/music/Alaska+In+Winter

http://www.regularbeat.com


Posted in THE 13

MOTHRA: DYES

MOTHRA

„Dyes“

mothra

Passables Vorwälzen.

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Ob mit visuellem Etikettenschwindel der günstigste Weg gewählt wurde, bleibt fraglich, vermutet man hinter dem kecken Artwork von „Dyes“ doch eher tanzbare Elektronik aus Skandinavien, statt der Zweitveröffentlichung eines polnischen Quartetts, welches laut Bandname japanischen Filmmonstern der alten Schule Interesse schenkt

Die Motte Mothra wurde im Jahre 1961 aus den Angeln der Filmgeschichte gehoben und gab die oft siegreiche Godzilla-Konkurrenz.

Passend dazu, wird die knappe halbe Stunde keine zart flatternde Tanzakrobatik, sondern eine gut verkrustete Ladung Mathcore geboten, die sich hörbar und dennoch gekonnt an Szenevorreitern wie DILLINGER ESCAPE PLAN und CONVERGE orientiert. Da poltert das dicke Insekt im Rausschmeisser „Fullgin/B“ genauso wild durch die Prärie, wie es es sich zuvor in „Octarine“ herrlich zäh am Boden wälzt. Kompakt, gut durchschlagend und dennoch mit der songschreiberischen Abwechslung, die Eindimensionalität vor dem Schnittstudio lässt.

Aber genau wie bei den verblichenen Helden von einst, bedarf das perfekt inszenierte Aufbäumen meist stetiger Vorarbeit, die müssen wir den Jungs von MOTHRA vorerst noch zugestehen.

(2009/Selfmadegod Records)

written for FUZE Magazine


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END PILOT FESTIVAL 09: ERFURT: CENTRUM: 11.04.2009

END PILOT FESTIVAL 09: ERFURT: CENTRUM: 11.04.2009

endpilot

Zwischen Bühnen und Stühlen.

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Die Erwartungen waren insgeheim so groß, fast schon unrealistisch, schließlich ist ein Festival am Ende des Tages lediglich ein Festival, auch das Erfurter Endpilot. Alles las sich so lieblich ausgewählt, immer ein ordentliches Stück über dem allgemein gültigen Anspruch an das böse F-Wort. Da schwang so viel Leidenschaft, so viel Interesse am Geschehen zwischen den Noten, dass dieser Samstag zwischen den Osterfeiertagen geradezu prädistiniert für Vorab-Begeisterung zu sein schien.

Und nun im Anschluss, alles kaputt und zunichte? Wohl kaum, aber die Relativitätstheorie bezüglich Vorher-und Nachher-Show hat soeben gegriffen. Die Visionen des Endpilot-Projekts können natürlich nicht durchweg erreicht sein, wäre auch traurig und fadenscheinig zu gleich. Das alles ist schließlich nur der Anfang, den kulturellen Boden augenmerklich revolutionieren kann auch in Festivalepisode Nummer 4 nicht endgültig sein. Entwicklung und Co., und so.

Da ist also dieser herrlich laue Abend, der nach Menschen sehen, treffen und Austausch ruft. Das sieht man. Der Hof des Centrums ist durchweg nett bestückt mit Ihm und Ihr, zwischen Raucherpause und Absprachen für die nächste Band. Vor allem aber Letzterem, den Dingen zwischen der Musik. Die Auswahl zwischen den beiden Bühnen und dem Ausstellungsfloor der Lieblingsempire-Kollegen kann gut sein, letztlich jedoch ist dieser Durchgangsverkehr das inoffizielle Hindernis am wirklichen Erleben und Wahrnehmen der großen und gleichzeitig so intimen Momente. Dass das Verlangen danach jedoch mehr als vorrätig ist, wird beim Auftritt der Herren NILS FRAHM und PETER BRODERICK offenbart. Todesstill wird den herrlichen Effektspielerein Brodericks gelauscht, da wird jedes Anprosten oder Handytickern in der hinteren Reihe zur Geräuschsausnahme. Da ist sie dann, diese erahnte Atmosphäre. Klavier, Gitarre, Säge und mehr- das alles in Eigenregie inszeniert. Begeisterung ohne Mediumeffekt, die erste. SCRAPS OF TAPE aus Schweden beweisen dann die Gegentheorie zur hinterhältig/händlichen Meinung, Postrock wäre auch Rostrock. Da knallt es,  flirrt es, saust und tobt ohne zur gewollten Krachkulisse zu mutieren. „The Grand Letdown“ ist albumtechnisch lediglich der derzeitige Schritt, das geht noch weiter. KANDING RAY zaubern den angekündigten magischen Schlag, angenehm und visuell raffiniert.

Am Ende stehen, nach gefühlten zwei, aber tatsächlich knapp fünf  Stunden, die Headliner und angeblich auch ewig verbundenen geistigen Ideengeber des Festivals,  LOGH zum langsamen Auslöschen des samstäglichen Wirrwarrs an. Skeptiker nennen sie die belanglosen Macher potentieller Weihnachtsliedern oder Ton gewordener Valentinsgrüße. Verräter und Unwissende, da ist soviel mehr. Das klasse Lichtermeer ist nur das einzig passende Stilelement zum leisen und doch bestimmten Siegeszug des  perfekten Songwritings harmonischer Popmusik. Egal ob „Death To My Hometown“, „The Contractor And The Assassin“ oder „In Cold Blood“, danach kann nicht mehr viel kommen. So ist es dann leider auch. Licht an, Leute raus. Die Wahl:  Bett oder Aftershowparty? Wer geht zu den Feiertagen schon 3 Uhr schlafen, schade. Das passende feierliche Outfaden ging in die Hose. The Last Dance? Gerüchte besagen anderes. Dann gibt es eine neue Chance, mit etwas weniger Erwartungen in der Hosentasche.

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Bandnamen, die es leider nie gegeben hat. Nummer II

Weiterhin fallen und steigen Images, Ansehen und der potentielle Erfolg mit der Wahl des Bandnamens.  Die originellsten, seltsamsten, beschissensten und trotzdem erfolgreichsten Versionen kennen wir bzw. brauchen sie nicht aufzählen. Doch es gibt auch eine Reihe an Namen, welche es tatsächlich nie gab und aus diversen Gründen niemals geben könnte. Schade, birgt  die folgende 19-teilige Liste mehr als nur latent so manche Platingaranten für Kreativität und Imagepflege.

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01] Rent A Bar

02] Doppelkoks

03] The Boy Toy Convoi

04] Are You Logical Or My Friend?

05] Tarynkoskofork

06] Grollmops in Aspik

07] More Guts For Earthnuts

08] Arschtritt frei!

09] Traumspray

10] Die zwei gesunden Hände feat. Doppel-D-Seite

11] In Love With A Spreizkeil

12] Taxi 2 Maryse

13] Intercontinental Toiletcam Searching

14] Diva La Vida

15] Du als Klolektüre

16] Rotten Tottens

17] Schundluder

18] World Wide Wrap

19] Geprügel am Hügel

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Posted in DAILY DRIVE

YEAH YEAH YEAHS: IT’S BLITZ!

YEAH YEAH YEAHS: IT’S BLITZ:

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Mediokres Dancing At The Bowlingbahn.

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Warum die eigene Entwicklung künstlich in die Länge ziehen und nicht einfach ein gefühltes Album auslassen, um da anzukommen, wo man anno 2009 tatsächlich steht bzw. stehen möchte. Den imaginären Mittelfinger einziehen, Fackeln im Dickicht löschen und alles was man unter „Art-Punk“ je verstehen sollte, in 10 Songs lautstark zu Boden werfen.

Die YEAH YEAH YEAHS sind also nun tot? Hörbar nicht, sie atmen inzwischen sogar lauter denn je, drücken offensiv auf den Puls der Zeit und wandeln dennoch nicht geradlinig auf dem Pfad der Mainstream-Riege. Wenn’s nicht arscht, ist es für’n Rock, oder wie sagte Charlotte Roche zu VIVA Zwei-Zeiten so gerne?

Es fehlt meist das Schreien Karen O’s , die Hektik, das latente Chaos und die hippe Verzweiflung zwischen den Zeilen. Dafür riecht es ab sofort nach Großstadt, vielleicht nicht Heimatstadt New York, eher dem neu gemachten Indie-Schuppen Hamburgs. Tanzen, wackeln, aber keinesfalls Jubel, Trubel, Eitelkeit. Der Synthesizer läuft auf Hochtouren, in „Heads Will Roll“ wartet man auf die gleich einsetzenden Eurodance-Riffkanäle und die Single „Zero“ würde mit plötzlichen Rapeinlagen nicht mal verwundern. Dem als Gegenpart steht dann aber auch Feingeistkost wie die Postrock-Hommage „Runaway“ oder der atmosphärische Flächenteppich „Little Shadow“ als Rausschmeißer. Unausgegoren oder die neue Abwechslung? Das mag die Zeit uns beantworten, wenn das Trio nächsten Sommer Festivalheadliner spielen darf oder ihr Karriereende bekannt gibt.

(POLYDOR / UNIVERSAL: 2009)

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THE 13 with: THE SECRET.

Corvonism starts… The Secret follows.

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01] Time For Keeping Secrets…because no one wants to know.

02] Don’t Trust In Fanshirts…dont trust anything. Especially in fanshirts.

03] Rotten Sandwiches For Free…usually if it’s free it’s ok, but it’s rotten anyway.

04] Fed By Our Demons, We…will die stronger.

05] Girls With Horns…are sluts.

06] Back In 1968…and bring that attitude nowadays.

07] In The Darkness You Should Never…look for a light.

08] Dead Flesh Fashion Week…super busen trinken sluken fikken schnidelwuz best friends.

09] Without IKEA…our houses would suck.

10] Waiting In The Bookingcorner…looking for an IKEA shop.

11] Meet Us At The Tattoostore…and you’ll never leave us.

12] The Safe Place Will…become your cage.

13] Newspapers Are Going To…annihilate reader’s mind.

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http://www.myspace.com/thesecret

http://weknowyoursecret.blogspot.com

http://www.lastfm.de/music/The+Secret


Posted in THE 13

HACRIDE: LAZARUS

HACRIDE

„Lazarus“

hacride

Perfekter Fall über den Tellerrand.

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Selbstwahrnehmung ist wichtig, Selbstüberschätzung eher gefährlich.

Dass HACRIDE den Begriff „Progressivität“ sich bestenfalls patentieren lassen würden, zeigten bereits die beiden Vorgänger zu „Lazarus“. Szenebedingte Zwänge, Auf-der-Stelle-Treten und verstaubte Ansichten bezüglich des eigenen musikalischen Kosmos waren seit jeher rote Tücher für die Franzosen. HACRIDE sind erneut im Auftrag des guten Songwritings unterwegs, und diesmal sollen es alle wissen. MESHUGGAH als Väter im Geiste waren jedoch gestern.

Wenn schon komplex und ausladend, dann mit Klasse und Format ist die Devise. Das betonte Streben nach Perfektion servieren uns die Herren in siebenfacher Ausführung. Ist aber gut durchdacht, schon ganz gewonnen? Nun, Atmosphäre scheint hier einfach alles. Akurat ausgearbeitete Spannungsbögen und große Momente von Pathos und Stimmungswechseln sind allgegenwärtig.

Daran gibt es grundsätzlich nichts auszusetzen, die Kollegen von THE OCEAN oder auch BURST überlassen schließlich ebenso wenig dem musikalischen Zufall. Mit einem bedeutendem Unterschied: HACRIDE wirken dabei steif, verkrampft und insgeheim angespannt. Wer den Metal revolutionieren will oder angeblich bereits schon übernommen hat, kann letztlich nicht vor Ausgeglichenheit strotzen bzw. fast nur scheitern, leider.

(2009/Listenable Records)

witten for FUZE Magazine


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IN vs. OUT-Liste: April 2009

April 2009

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[IN]

! Keine Macht den Gute-Laune-Dieben] Auf den ersten Blick dämlicher Buchtitel, auf den zweiten erst recht, dann mutiert der Slogan jedoch zum sinntensiven Grower, der manche/s überdenken lässt.

! Fragwürdige Anmachen] „Kennst du das, wenn die Lippen eingeschlafen sind?“. Gewollt naiv, teilweise destruktiv, mit Glück letztlich jedoch innovativ.

! Reisen als Quickausgabe] Ausrisse im Ritter Sport-Format tun für gewöhnlich mehr gut als weh. Machen kleine Taschen, übersichtliche Pläne, gedämpfte Erwartungshaltung, rasches Ende.

! Haushaltshilfen] Nicht der Mixer, das Bügeleisen oder der Entsafter an sich sind gemeint, eher die menschliche Bedienung mit dran. Gerne ohne Unkosten einsetzbar. Umsonst und billig bleiben ja deutliche Unterschiede.

! 11.April] The Last dance > powered by END PILOT Pestival 09.

! Lob] Gezeter und mies versteckte Seitenhiebe gibt es generell im Übermaß. Nun darf auch mal kommunikativ gestreichelt werden, ganz ohne Heavy-Petting-Anleihen, versteht sich.

! Sich unwissend stellen] Nicht die dumm-dreiste Klamotte fahren, doch insgeheim längst hinter Fassaden gelukt bzw. Richtung fremder Gespräche unabsichtlich gelauscht. Da macht Kommunikation mal wieder richtig Spaß, ohne Wissen des Gegenübers.

! Tacheles] Der große Freund von „Nägel mit Köpfen“ und „Klartext“. Selten geliebter Gast, jedoch nützlich zur Situationsbereinigung.

! Großmutters Lebenstipps] „Geh duschen und dann schlafen!“ Klingt simpel und effektiv, ist es auch. Der Hülle namens Körper gefällt das meist erschreckend gut.

! WrestleMania 25] Für die einen amerikanisches Bollo-Entertainment mit ohne Sinn und Verstand, für die anderen der vorfreudigste TV-Event des Jahres.

[OUT]

? Das Leben als Beziehungsbremse] Schläfts du noch oder lebst du schon, Kapitel 576.

? Winter] Das dicke Stück Frost muss raus, darf den Frust gleich mitnehmen.

? Wrongsize] „Passt wie angeschossen“ darf nicht verkappte Modeüberschrift sein.

? Fast & The Furious] Die Existenz als Staffellauf, da kann man ja nur Letzter werden bzw. auf die Visage fliegen.

? Wochenenden] Verkommen zu oft zur schlecht gepökelten Sonderausgabe eines Dienstagnachmittags. Wie die Trostbar und abschaffbar in einem.

? Großstädte, die keine sind] Nicht jeder Metro-Ruf scheint erarbeitet, und so bleiben idyllisch, gemütlich und lieblich zwar grundsätzlich positive Adjektive, doch zwischen Hochhaus und Endlos-Passage darf es gerne mal knacken und knallen.

? Taubkäufe] Augen zu und durch? Besser nicht! Schadet Playlist und Geldbörse.

? Fremdscheidungen] Was wartet man auf den Dienstplan der Freundin, die Meinung des Postboten oder ein doofes  Schicksal? Alleine ver/walten tut auch mal gut, anderen dann leider mal weh.

? Modern Stalking] Scheißbegriff, auch wenn sich so langsam jeder schon selbst ertappt hat.


Posted in IN / OUT