Corvonism

MONO / NIHILING: HAMBURG: HAFENKLANG: 29.03.2009

MONO / NIHILING: HAMBURG: HAFENKLANG: 29.03.2009

mono

Feedback garantiert.

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Der Heavy Metal ist also konservativ,  Country ja sowieso, vom Jazz mal ganz zu schweigen. Wirklich anders sieht es jedoch im Bereich des Postrock auch nicht aus. Die Altvorderen werden verehrt, bejubelt, sogar ausverkauft. Doch nimmt man MONO einmal den Vorreiter-Bonus weg, bleibt da nicht viel. So ehrlich darf man sein, dass sie genauso wie EXPLOSIONS IN THE SKY und MOGWAI songwritingtechnisch längst von raffinierten Nachzüglern überholt wurden. Das Quartett aus Tokio pfeifft auch 2009 auf elektronisches Geplänkel, seltsame Vokalexperimente oder der Handreichung zum klassisch angehauchten Riffrock. Das dürfen sie ja auch, waren MONO seit jeher mehr für ihre gewaltigen Liveauftritte bekannt.

Der Hafenklang ist knackevoll, eine satte Party wird trotzdem nicht gefeiert. Da schieben schon NIHILING im Vorspiel, hinter vorgehaltener Hand auch Hamburgs postrockende Allzweckwaffe genannt, einen Riegel vor. Sie sind nervös, das dürfen sie auch sein. Skeptische Gesichter beim stimmlichen Einsetzen des Bandkopfes Gorka waren absehbar. Doch rein instrumental agieren muss nicht dauerhaft die Devise sein, und Richtung groovenden Rock und gleichzeitig kompakt poppigen Songstrukturen schielen, kann bei der MONO-Community fast nur negativ beäugt werden.

Primetime des Abends wird die erwartete Dosis „Druck, Rüttelbewegungen, Schwingungen“, schön episch angelegt. Pompös, bombastisch und traumwandlerisch fehlen noch. MONO können mitreissen und die Wall Of Sound bis zur Maxime schrauben, dass selbst die Langhaarigsten sich wider willen die Ohren halten. Sie können diese genretypische Wellenstimmungen bis zur Perfektion ausreizen, aber ihnen fehlen am Ende leider die sogenannten Hits, welche THIS WILL DESTROY YOU und THREE STEPS TO THE OCEAN z.B. in rauen Mengen bunkern. Innovation muss nicht der Gradmesser von Relevanz und Existenzberechtigung sein, aber Vorhersehbarkeit und Songverläufe wie am Reissbrett zählen letztlich doch in jede Wertung. Diese vier Musiker lieben das, was sie tun und Leidenschaft spricht ihnen niemand ab, doch das Stil-Monopol sind sie schon lange nicht mehr.


Enter: END PILOT Festival 09. Exit: Later.

endpilot

Festivals? Geil, diese menschlichen Zusammenkommennisse von dicken Bandnamen, dichten Zelten, prallen Hupen und massiver Klangoverdose. Anstehen, abgehen, fremdschämen. Kann sein, muss aber nicht.

Ausgabe Nummer 4 des Erfurter End Pilot Festivals kämpft einmal mehr gegen alle Vorurteile, überflüssigen Randnotizen und Nebenwirkungen des F-Worts. Es ist weder Sommer, noch kann man bühnennah zelten, Schweißbänder werden ebenso wenig für lau verscherbelt. Abstand vom Abschaum, den Anspruch umarmen. So oder völlig anders könnte es lauten, wenn am Samstag, den 11.April 2009, ab 19 Uhr die drei Etagen des Centrums für noch mehrschichtigere Klänge und Einflüsse herhalten dürfen und müssen. Inoffiziell als elitäre  Speisekarte des Edelklangs zwischen Postrock und Tiefbeat betitelt, offiziell als Festival, welches Musik als Kunst begreifen soll.

Was man erwarten darf? Der Osterhase steckt im Detail und vielleicht noch tiefer. Wobei: Wer orientiert sich schon gern nach unten?

Die fabelhaften LOGH aus Schweden weiten die Arme aus, und das mit Armen imaginär verschränkt und vor Augen gehalten. KANGDING RAY macht Schläge ohne zu schlagen. SCRAPS OF TAPE sind da, wo Postpop gerne wäre. Die Berliner TER HAAR treiben es schwitzig ohne zu tropfen. NILS FRAHM plus sein Klavier = da kommt lange nichts mehr. CAPTAIN CAPA sind auch ohne Sonnebrille cool und im Jetzt. Das alles und noch viel mehr, zwischen Kaltgetränk der Wahl für Rachen, der „Lieblingsempire“ – Ausstellung für Augen und viel zu viel für Ohren. Von wegen, der Mainstream malt die schönsten Eier. Die Endsturz-Community geht wider dem aufkeimenden Ruf, nicht  zum Lachen Richtung Keller, obwohl es da ebenso dreckig und Underground ist.

Save The Last Dance: Ankommen, 18 Euro abgeben, dabei sein, freuen.

[SAMSTAG / 11.APRIL 2009 / 19 UHR / ERFURT / CENTRUM]

http://www.endpilot.de

http://www.myspace.com/endpilot

http://www.lastfm.de/event/884505

&

http://www.lieblingsempire.org

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SOAP&SKIN: HAMBURG: KAMPNAGEL: 25.03.2009

SOAP&SKIN: HAMBURG: KAMPNAGEL: 25.03.2009

soapskin

Glanzlicht im Halbdunkeln.

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Die Tribüne sitzt voll. Voll mit erwartungsschwangeren Gesichtern zwischen knapp Postpupertär und rentenfähigem Alter. Sollte der Feuilleton recht behalten, die allgemeine Medienpräsenzenz der vergangenen zwei Monate die angepriesenen Früchte tragen und diese kleine, dunkel gekleidete Anja Plaschg tatsächlich dem wuchernden Interessenrummel Stand halten und Zweiflern Paroli bieten?

Bandnamen, die weniger verheißen als verdient? Nicht unselten. Leidende Frau am Piano? Altes Thema. Laptopspielerein als musikalische Auflockerung und Relevanzwahrung des Hier und Jetzt? Üblich, Zeitgeist und so.

Der Kampnagel schweigt brav, während Anja ihre Sitzung am Flügel recht klassisch und ebenso gediegen beginnt. Lediglich zwei Scheinwerfer leuchten, inszeniertes Stageacting bleibt vor der Tür. Dezent latente Effekte blubbern zu den übersichtlichen Tastenläufen, der Gesang schwelgt unaufdringlich. TORI AMOS calling? Von wegen. Sie kann und will auch anders. Es folgen die kleinen Brüche, gut akzentuierte Sperrigkeiten, vokalen Ausreißer, ohne dass der rote Faden zerspringt und die Atmosphäre kippt. Fehlerfrei durchgezogen, nennt man das, doch die Unsicherheit im Zwischenraum und innere Überwältigung kann die Wahl-Wienerin nicht verstecken. Muss sie auch nicht. Das Publikum klatscht sich die Begeisterung frei, nach dem kurzen Songwriting-Wunder „The Sun“ oder spätestens dem ergreifenden Hit im Geiste  „Spiracle“, auch wenig überraschend. Das ist erst der Anfang? Zu jung, um wahr zu sein.


FEVER RAY: FEVER RAY

FEVER RAY

Fever Ray

fever-ray

Fahnen langsam hoch.

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Der Begriff „World Music“ wirkt abschreckend, weil irgendwie das Gegenteil von cool und zeitlich relevant. Wer sich diesen Genre-Button anheften darf bzw. muss, hat sich für das aktuelle Popgeschehen nahezu eliminiert. Dabei verbirgt sich hinter der sogennanten Weltmusik, die in den 80er Jahren erstmals namentlich auftauchte, lediglich die Kreuzung aus westlicher Popmusik und traditionellen, nicht westlichen Musikformen. Grenzgänger sind aber doch im Grunde immer zeitgemäßig, nur eben ohne die gedankliche Verbindung zu bewusstseinserweiterten Reformhaustreffen oder Großstädlern, die in ihre Mittagspause afrikanischen Ausdruckstanz im Park einbauen. Abgedunkelt heißt nicht gleich Keller, Trommeln nicht automatisch rituelle Zeremonie im Outback.

Spirituell, verwoben, nicht massenverdaulich: so in etwa liest sich der visuelle Untertext zum Stück Solodebüt der Karin Dreijer Andersson, potentiell durch THE KNIFE bekannt. Sie klingt und dementsprechend findet sie vielerorts Anklang. Dank des elektronischen Unterbaus der experimentell-minimalistischen Sorte, horchen aufgeschlossene Groove-Leser bzw. Melt!-Gänger auf. Die verträumten, mitunter herrlich bearbeiteten Gesangseinlagen wecken Interesse beim Postrock-Hörer von Heute, genauso wie beim extra-vertierten Singer/Songwriter-Publikum. Der offensichtliche Bezug zur Kunst durch Album-Artwork, Videoclip-Ästhetik und der eigenwilligen, düsteren Selbstinszenierung macht FEVER RAY zu einem Geamtprodukt, welches mehr sein will, als BJÖRK-Reloaded oder ein weiteres Beispiel der aktuell angesagten Überambition in Sachen Imagepflege weiblicher Künstlerinnen. Aus dem Wollen wird ein Wird, und ohne tonale Penetranz einer der großen Lichtblicke des Frühjahrs.

(2009: Cooperative/Universal)


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THE 13 with: CLAES STRÄNGBERG [Immanu El].

Corvonism starts … Claes Strängberg [Immanu El] follows.

claes

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01] Enter The Outback Of Postrock
the outback?

02] The Best Kept Secret To Stay Hidden
is already known since a long time.

03] When They’ll Come, You Should Better
surrender everything.

04] Danger! Swedish Spring Break
hearts of young innocent people

05] Facing Brilliant Critics
makes me wonder what i have done.

06] I Know You Well, Distance
relationships are not always a good thing.

07] The Opposite Of Silence
is noise.

08] Logh out
A Sunset Panorama.

09] Strängberg Sessions Often Seem
acoustic and very pleasant.

10] So Take These Broken Wings
heal them.

11] Coffee On Stage
would not be a good idea unless it’s icecoffee.

12] And The Sound Records Goes To
the „promised lands“ the upcoming year.

13] My Little Pony
still lives at the old stable in Ebbarp, my home village.

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http://www.immanu-el.com/immanu-el

http://www.myspace.com/immanuelband

http://www.lastfm.de/music/Immanu+El


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Gerne verdrängt, doch nicht vergessen: FRÜHLING.

city frühling.

Sein Auftritt steht bevor, unverhofft und doch sehnsüchtig herbei gesehnt. Er soll nicht latent mal reinschauen, sondern das Volk einmal komplett überrennen. Alles überstrahlen, verblenden, überfordert wegdrehen und gleichzeitig gebannt gen Himmel starren lassen. Der leuchtende Bastard namens „Frühling“ ggf. auch „Lenz“ (Literarisches Quartett) steht direkt vor Ankunft. Nach den beschwerlich-verwerflichen Wintermonaten ohne Lichtblicke auch dringlichst zu empfehlen. Die Tage werden länger, die Nächte lediglich vollgepackter. Spannend, ob man nach der Winterruhe die Nachbarn noch erkennt bzw. die kecke Übergangsjacke noch passt. Die Schaufenster erfreuen sich an wieder mehr gaffenden Augenpaaren, die Bordsteinpflaster an einer höheren Durchlauffrequenz mit einer niedrigeren Durchschnittsgeschwindigkeit, die Wiesen auf ausgebreitete Decken und menschliche Deckungsaktivitäten oben drauf, und Gärten auf rotierende Hacken, Spaten und motivierte Buddelgriffel.  Frühling kommt letztlich allen zu Gute: Madame Natur darf ihrer Vorliebe für saftiges Grün fröhnen, das Tierreich sorgt für Nachschub der Gene und morgendlichen Alarm am Schlafzimmerfenster,  Serotonin und Dopamin sorgen potentiell für innere Euphorie der Menschheit, was in plötzliches Zuwinken des Gegenübers, Reinigung des keimbesiedelten  Dachbodens oder Ausschüttung kreativer Substanzen münden könnte. Mit Pech überkommt einen vorerst die allgemeine Müdigkeit, doch Schlafen macht angeblich schön, da könnte aus dem Zuwinken im Mai dann sogar ein Zuzwinkern werden. So weit, so erfreulich. Doch dafür, dass der Frühling gerne als Lebenswende oder dicker Erwartungsbrocken herhalten muss, kann er auch nichts, und letztlich ist auch diese Jahreszeit nicht mehr als ein Versuch oder neu gewonnes Alibi. Trotzdem gilt: Spring-Break für alle!


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Le Vokabular (Allgemeinwörter vor dem Durchbruch)

ITCHES : [itsches], die, nur in der Mehrzahl möglich, Wortbastard aus Ische, Bitch und Witch

Beschreibung von weiblichen Mitmenschen, die einen sichtbaren Anspruch bezüglich eigener Modeführung, Selbstdarstellung- und Bewusstsein und nach außen getragener Abgrenzung zur Dominanz des männlichen Geschlechts leben, nicht als Schimpfwort einzusetzen, eher als leicht dominante Redensart über Dritte

LIVEHAFTIG: [laifhaftig], Adjektiv

Wird benutzt, wenn man persönlich vor Ort war, Ablösung des abgehalfterten „Leibhaftig“, in Bezug auf besuchte Events gerne einsetzbar, soll jedoch mehr bei eindrucksvollen Ereignissen Verwendung finden, das A aber nicht als Ä sprechen

Abstand!: Signalwort

Das wortgewordene Stoppschild, als Warnung bei Penetranz oder Fehlkommunikation mit dem Gegenüber oder Nebenan anzuwenden, gerne durch ein vor- bzw. anschließendes „Ey“ verdeutlichen, US-affine geöffnete Handabweisung unterstreicht den Impact ebenso

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METROCHECK: STOCKHOLM.

Stockholm

Nackte Fakten sind zwar trocken, doch da muss man angeblich durch. Stockholm ist die Hauptstadt Schwedens und mit 187 m² Fläche und einer wohnenden Menschenanzahl von 795.160 die größe Stadt Skandinaviens. Sowohl das schwedische Parlament, als auch die schwdische Regierung haben dort ihren Sitz. So weit, so nebensächlich. Nackt ist gut, dann aber bitte mit Tatsachen. Schön reden kann jeder, versuchen wir es. Guter Ruf und nichts dahinter? Nicht ganz. Dass das Ausbildungsniveau der Bevölkerung deutlich über dem Reichsdurchschnitt ist beachtlich, sieht man aber auch. In der Lehre des Selbsterhalts liegen die Stockholmer sichtlich vorne. Auch wenn sich die Innenstadt überfüllt mit Candyshops jeder Colour (vor allem aber bunt und rosa) präsentiert, das Volk bleibt dünn. Schließlich gehören Gurken bekanntlich in Fässer, nicht in Röhren. Modisch stets Richtung Upper-Class, mehr Schick als Schnick Schnack, weniger Innovation, dafür gekonnter Einweglook. Und falls die netten Cafeketten und Eckbars zuviele Glukoseköstlichkeiten bieten, gibt es schließlich noch Fortbewegung als aktiven Gegenspieler. Nein, mit Auto fährt man hier eher weniger. Joggend kommt man schließlich auch ans Ziel. Ziel der Wochenenden sind zumindest nicht die wilden Clubs nach Mitternacht. Warum? Weil, sind nicht vorhanden. Vorglühen bei Ole und Anneke , kurzes kollektives Warmtanzen im Schaufensterpub, dann aber husch wieder nach Hause und sich bei heimatlichen Softklängen von „Dreamboy“ oder „Markus Krunegard“ in den Schlaf kuscheln. Der nächste Morgen kommt bestimmt, und wer hat dann schon gerne einen Kater neben sich? Stockholm wird als relaxt und laid-back beworben. Aber ist ausgeschlafen und trist verpennt nicht ein Unterschied? Zumindest wird beim schäumenden Latte-Schlürfen nach 9 Uhr, dank der inspirierenden Kulisse zwischen Altstadt und Södermalm, für all die künstlerisch agierend und engagierten Mitmenschen, das visuelle Futter geboten. Von denen gibt es vor Ort nämlich mehr als ausreichend. Der Nachwuchs wird in den 16 ansässigen Hochschulen und Universitäten, in u.a. den angebotenen Bereichen Musik, Theater, Tanz oder Film, unterrichtet. Fazit: Die selbst ernannte „City On Water“  ist eine ansehnliche Lehrstunde in Architektur, Gemütlichkeit und Fashion von morgen, bleibt für alle Partyhungrigen oder Urbanfanatiker letztlich jedoch nur ein liebliches Stelldichein ohne dringende Wiederholungswut.

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BAT FOR LASHES: TWO SUNS

BAT FOR LASHES: TWO SUNS

bat

Das Sagenreich sagenhaft überstrahlt.

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Auch andere Mütter haben schöne Töchter. Ja, natürlich. Gehen wir doch mal allein die Riege der märchentechnischen Damenriege ab. Gut, Rotkäppchen ist jung und dumm-dreist, Rapunzel hat Haar und nichts dahinter, Dornröschen kann gerne weiter durchschlafen, Schneeweißchen hat Rosenrot, Gretel ihren Hänsel, Aschenbrödel schlechte familiäre Verhältnisse und Goldmarie zuviel Glück samt Verstand. Bleibt man am Ende eben doch bei der Erkenntniss, dass auch bei den Grimms nicht alles Gold war, was glänzt, und sie mit dem Schneewittchen die unangefochtene Grand Dame der sieben Berge erschaffen haben. An der müssen sie sich alle messen: A Fine Frenzy, Fever Ray, Soap & Skin und sogar Lily Allen. Und unbewusst bedienen sie sich allesamt dem unverwechselbaren Charme des Fantasieobjekts Nummer 1. Eigenständig auf den schlanken Beinen unterwegs, losgelöst von den Ketten der Vergangenheit, auf dem Weg in das fragwürdige Morgen.

Natasha Khan, schwarzhaariger und britischer Schopf der > Bat For Lashes < perfektioniert das Schwarz/Rot/Weiss- Ideal spätestens mit Zweitalbum „Two Suns“ dermaßen gut ausgeleuchtet, dass man an ein kitschiges Happy End inklusive dem Grobmotorik-Prinz gar nicht denken möchte.

Mystik ohne Nebelschußleuchten, Hochglanz ohne unpassenden Rahmen, songschreiberische Dramatik ohne Emotionsüberschuss. Alles wirkt getragen statt abgehangen. Die Khan lullt niemanden, hüllt lieber ein. Ihre Stimme thront über den nie aufdringlich- doch eindringlichen Klangerüsten, ist das episch? Wer will das schon sagen. Relevant und wertvoll ist die 11-Song-Kollektion allemal, die Zwerge würden vor Stolz erblassen.

( EMI: 2009)

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http://www.batforlashes.com

http://www.lastfm.de/music/Bat+For+Lashes

http://www.myspace.com/batforlashes


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THE 13 with: TIGER LOU.

Corvonisms starts … Tiger Lou follows.

lou

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01] Look At Me, I Should Be A Record
… Bimo, my kid brother. The sound would make wars end.

02] Don’t Trust In Berlins Krausnickstraße
… oh no … please do, it’s a great street.

03] Cut Down, Magnus Renfors
… Leave him standing, that man IS a forest of ideas.

04] Enemies Of Loyality
… are everywhere, they need all the cutting you can provide.

05] Broken Hearts In Studio
… are best transfered into to wondrous melodies.

06] Today For Free: A Collection Of Songs
… The album Bless You by Lulu Rouge …

07] The Face-Hidden Devil Girl
… not so hidden after all … I married her, the love of my life.

08] Blood Transfusion For Everyone Could
… save us a whole lot of sorrow.

09] Oxelösund
… is a shit hole I love with every inch of my heart.

10] Too Many Minutes To Rest
… is something not seldom found.

11] Pushed By A Crown
… is the harsh reality of every king and queen.

12] Carry My Bodycodes
… because they tell stories of who I am.

13] Tigers Last Roaring
… may have been A Partial Print.

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http://www.tigerlou.net/

http://www.myspace.com/tigerlou

http://www.lastfm.de/music/Tiger+Lou


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DAS ULTIMATE FRÜHLINGSHOROSKOP 2009.

Langsam geht der Himmel auf, die Natur zieht mit, doch wollen es die Sterne dem gleich tun? Augen auf den Antwortverlauf!

spring.

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FISCHE] 20.Februar – 20.März

The Earth Is Not A Cold Dead Place

Bergab gehen gestaltet sich meist einfach, doch irgendwann ist auch das tiefst gelegene Tal erreicht. In genau diesem wird dir jemand oder etwas mit dem überraschenden Stück Hoffnung entgegen laufen. Alles gar nicht so lichtarm wie gedacht und die Wadenmuskulatur freut sich auf den Rückzug nach oben.

WIDDER] 21.März – 20.April

Tempo Tempo

Das arme Gaspedal, wird es doch ab sofort rücksichtsfrei durchgetreten. Beruflich und ebenso zwischenmenschlich mutiert der Frühling zu der wilden Spritztour, die nach dem faden Wintergetucker einfach nötig ist. Ggf. Schutzhelm und Sicherheitsweste mitführen, kleine Attacken von rechts außen gehören schließlich zum alltäglichen Handwerk.

Stier] 21.April – 20.Mai

Nothing’s Shocking

Da packt aber jemand die Provokanzkeule aus, dass die Frühjahrsmonate für dein Umfeld ein wahres Fest der wütenden Emotionen und fragwürdigen Verzweiflungstaten darstellen. Auf Teufel komm raus den selbigen mimen, wird auf Dauer anstrengend für dich und fällt dir spätestens im Sommer massiv auf die Füße. Schockrock funktioniert eben nur bis die Kulissen frei geräumt wurden.

Zwillinge] 21.Mai – 21.Juni

Two Conversations

Mit sich selbst beschäftigen kann spannend sein, wirklich ertragreich ist letztlich doch nur der Austausch mit einem gewillten Gegenüber. Da werden kleine neue Welten erschlossen, neue Pläne gesetzt und neue Bande gesponnen. Das Konversationskarussell dreht von April an auf Max-Geschwindigkeit, gelegentliches Nachölen und Zungenmassagerie bleibt sicherlich nicht außen vor.

KREBS] 22.Juni – 22.Juli

Midnight Boom

Die Tage werden wieder länger, deine Nächte aber auch. In die Stunden nach 24Uhr wird genau alles reingepackt, was weder niet-noch nagelfest ist. Treffen mit alten Freunden und noch älteren Büchern, alle Möglichkeiten der Medien- und Nahrungszufuhr und der latente Kampf gegen althergebrachte Biorhythmen. Die Haut freut sich jedoch dabei genauso wenig, wie dein Portmoneeinnenleben.

Löwe] 23.Juli – 23.August

Tomorrow Come Today

Aufschieben war gestern, Abwarten sowieso. Deine Devise des Frühlings ist das Machen, Tun und Tätig sein. Du willst erschaffen und wartest insgeheim auf Lob von außerhalb, welches jedoch bis  Hochsommer auf sich warten lässt. Nur darfst du nicht vom Umfeld ebensolchen Tatendrang erwarten, Aktivität steckt nicht immer an.

Jungfrau] 24.August – 23.September

No Heroes

Vorbilder müssen erstmal gut nachgebildet werden und Helden gehören Richtung Blockbuster-Kino. Es  kristallisiert sich für dich in den Folgemonaten weiter und weiter heraus, dass du all diese dubiosen Einflüsse von schrulligen Freunden, althergebrachten Werteskalen und medialen Oberflächlichkeiten nicht brauchst und willst. Bedeutet Einschnitt und Fortschritt in einem.

Waage] 24.September – 23.Oktober

Let’s Dance

Sorgenfalten sind nicht wegschminkbar, lassen sich jedoch gut verstecken. Z.B. in den Tanztempeln der Stadt oder gut abgedunkelten Eckbars. Probleme sind zum Verdrängen da, wird im April zur großen Devise auserkoren. Da helfen kühle Getränke, fremde und gleichzeit attraktive Begleitungen, genau wie außergewöhnliche Akrobatik zwischen Tresen und Dancefloor. Schwitzen reinigt und befreit .

Skorpion] 24.Oktober – 22.November

The Devil And God Are Raging Inside Me

Der plakative Schlag in das eigene Spiegelbild. Gerne gesehen, oft verwendet, der visuelle Showdown der eigenen Zerfressenheit. Du bist dir im Frühjahr selbst so nah wie nie, erkennst dich gleichzeitig jedoch kaum wieder. Du würdest dich selbst weder als Freund, noch als Feind geschenkt nehmen. Vielleicht die Chance, dich neu kennenzu lernen, ohne das Rad des Ichs neu zu erfinden.

Schütze] 23.November – 21.Dezember

Intimacy

Die Knospen sprießen, die Sonne lacht, die Vögel zwitschern. Für das Volk, die Gründe für kollektives Outdoor-Strömen. Dich zieht es ebenso raus, vor allem aber aus. Du hast da jemanden gefunden, der in dir die Ladung satter Glückshormone nur so in Massen rotieren lässt. Das bedeutet eine liebliche Rosafärbung deines Umfelds, welche Zweifel und gesunde Skepsis teilweise zu sehr außen vor lässt, gut so.

Steinbock] 22.Dezember – 20.Januar

Strays

Die grüne Saison des Jahres öffnet ihre Pforten. Zeit und Platz für Niedergeschlagenheit oder allgemeines Niederlassen. Nichts von beiden haftet sich an deine Fersen, dafür bist du viel zu schnell auf und davon. Du spielst den Streuner, der von einem Moment zum nächsten die Drehorte wechselt. Nicht festlegen, nicht festkleben, schließlich sind Druckgeschwüre gefährlich. Dabei bekommst du zwar viel/e zu sehen, das Wichtige dazwischen jedoch übersiehst du im flotten Durchmarsch.

Wassermann] 21.Januar – 19.Februar

Threes

Drei sind einer zuviel. Wenn es um Wodka-Kirsch geht, wohl kaum. In Bezug auf ein menschliches Dreieck gestaltet sich die Reaktion schon kämpferischer. Ob in Freundschaft oder beziehungstechtechnischer Konstellation, der Dreier entwickelt sich zum bösen Dreigestirn. Du musst deine Position beweisen, und zwar immer wieder aufs Neue. Das kostet zwar Kraft, liefert am Ende womöglich aber den straffen „Strike!“, weil du Überflüssiges besser eliminieren kannst als gedacht.

Fische] 20.Februar – 20.März

Silent Alarm

Nicht jeder Notruf muss sich lautstark und offensiv seinen Weg zum gewünschten Empfänger bahnen. Manchmal sind die Hilferufe auch nur latent hörbar. Jemand um dich herum hat nicht den Mumm oder die Kraft, nach dem Einhaken und Aufhelfen zu fragen. Sei wachsam, da liegt was im Argen, oder willst du dich im Herbst dann mit Vorwürfen plagen?

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Zusatz: Für den, der die Interpreten hinter den zwölf  Album-Mottos problemlos aufzählen kann, scheint die Sonne pro Woche 3 Stunden mehr und darf sich auf eine Autogrammkarte freuen.


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Die angeblich offensichtlichsten Beweise, dass dein Freund ein Arsch ist.

i-knife-u

Ist er eins oder ist er keins?

Er liebt mich, er liebt mich nicht…?

Vergesst das alberne Blümchenrupfen, hier wird Tacheles geschrieben, was die Relevanz deines männlichen Anhangs angeht.

Ein nettes Leinentuch der potent-nonfrequenten Unmenschlichkeiten.

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] er hechtet hektisch dem Lichtschalter entgegen, dreht sich beschämt weg oder brabbelt irgendwas von Würgereiz, sobald du dich vor ihm umziehst

] er legt dir dein Beautycase stets benutzungsbereit und vor allem demonstrativ vor den Spiegel

] er grinst, wenn du weinst

] er sagt, er müsse wieder was erleben und geht Zigaretten holen, trifft sich mit alten Zivikollegen oder meldet sich im nächst abgelegenen Fitnesstempel an

] er stellt sich schlafend bis tot, wenn du klingelst und imitiert möglicherweise ein irrelaes Besetztzeichen beim Mobilanruf deinerseits

] er faltet den Ober regelmäßig bei der Frage der Rechnungsverteilung mit einem zünftigen: “ Jeder von uns kann alleine essen, kann also jeder von uns alleine zahlen“ zusammen

] er wünscht sich zu eurem Jahrestag gleichzeitig ein Dartspiel und aktuelles Passfoto von dir

] er spricht im gemeinsamen Urlaub nach Sonnenuntergang erschreckend häufig von Wunsch nach Abhängigkeit

] er lässt sich immer rechtzeitig deinen Dienstplan reichen, arbeitet dann trotzdem komplett entgegegen gesetzt

] er beginnt, in der Nähe seines laufenden Laptops Fallen aufzustellen

] er beschenkt dich öfters mit Fachbüchern zum Thema „Ökotropholgie“

] er zieht beim Thema Hausarbeit und neuer Verteilung dieser, sein Hemd aus oder fragt, ob es dir nicht um Liebe und sowas ginge

] er ruft von Events ohne deine Anwesenheit an und gibt öde Tristesse an, während im Hintergrund ein lautstarker Chor  von „Zieh! Zieh!“-Parolen auf „Ausziehen! Ausziehen!“ wechselt

] er schenkt dir eine illegal gezogene Dawsons Creek-Staffel zum Valentinstag und die Rose sollst du dir denken

] er trägt seit deiner unterschwelligen Hochzeitsanfrage immer mehr Ringe pro Finger

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IN vs. OUT-Liste: März 2009

März 2009

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whiteout.

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[IN]

! Mindgames] Denen muss sich das Umfeld ggf. eben aussetzen, die Bedienungsanleitung zur „Figur: Mensch“ ist nach wie vor komplex und wechselhaft.

! Krisengespräche zum Wochenende] Man kann lodernde Probleme runter spülen, der Lunge entgegen quarzen, flutschig wegtanzen oder zwischen Nebensächlichkeiten im Raum stehen lassen. Doch der Freitag/Samstag-Doppler  ist kein Argument für Ignoranz von Klärungsbedarf. Nach der verbalen Kissenschlacht und einem sägendem Vorwurfsboomerang ist ggf. auch noch Zeit und Lust für den Spaß danach.

! Musikmarkt Reloaded Die Nächste] Sie kriechen alle urplötzlich zurück aus dem Sumpf des Vergessenwerdens. Ob Rock-Schlauberger > Faith No More <, unser aller Lieblingsrotkäppchen Fred Durst samt seiner original > Limp Bizkit <-Hood, die extravaganten Groove-Idealisten > Jane’s Addiction<, Deutschlands einst offensivste New-Rock-Festivalseuche > Guano Apes < oder auch die Ska-Punker von > Sublime <, alle wollen es sich selbst, dem latent bis potent erwartungsvollen Publikum und ein bißchen auch der Geldbörse besorgen. Ist ja alles mächtig 90’s hier, abwartungswürdig.

! Indoorbandits] Entdeckungsfeld Eigenheim bleibt bis zum Frühling relevant.

! Vorfreude] Lieblich naiv, aber immer noch besser als Nachbluten oder vorzeitiges Teufel-an-Wände-Malen.

! Versteckte Hintereingänge] Führen genauso zum Ziel, mit Glück sogar günstiger und mit weniger Aufwand.

! Emotronic] Wer erahnt schon feuchte Augen hinter der kecken Laserbrille auf’m Floor.

! Skepsis] Vielleicht wollen ja tatsächlich alle nur das Eine: deinen Körper, deine Seele, deine Plattensammlung, deine Kontodaten oder deine beneidenswerte Terassenaussicht.

! Buch führen] Wirft einen generell auf die sichere Seite. Kontrolle ist gut, Nachweise noch besser.

! Gäste] Sie müssen jedoch angemeldet sein, nett sowieso, anpacken und auch mal schweigen können.

! The Wrestler] Sehenswertes Stück Kino, welches gekonnt und ebenso ergreifend hinter die kratzbürstigen Fassaden des amerikanischen Unterhaltungssports Nr. 1 lukt.

! Grüße aus dem Outback] Freunde, die ihre ferne Existenz bildstark und erklärungsintensiv bestätigen. Neid bleibt außen vor, imaginäres verdientes Schulterklopfen ohne Taschentuchbedarf passt da eher.

! WC-Lektüre] Nach wie vor unterschätzt, aber unter Anspannung lassen sich zweitklassige Information im Hochglanzdruck perfekt verinnerlichen.

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[OUT]

? Zimmerpflanzen] Undankbares Chlorophyll-Pack mit übersteigertem Anspruch. Killed By The Gießkanne, darf es im Notfall heißen.

? Neue Biothythmusversuche] Es kann nur einen geben.

? Alte Hüte] Wer will die schon noch aufsetzen? Passen eh nicht mehr oder machen Juckreiz und Kopfwürmer.

? Partyverweigerung] Man muss auch mal wieder lernen, JA! zu sagen.

? Running-Gags] Sind meist schneller außer Atem als gedacht.

? Lebensmittelwahl nach Dumpinggesichtspunkten] Nein, nein-der Magen schreit nicht lautstark : „Billig? Will ich!“

? Popstars ohne Durchhaltevermögen] All die weiblichen Mikrohalterinnen, welche den derzeitigen Durchstart nicht kompensieren können. Abgesagt! statt Ausverkauft! Ob die kotzende > Katy Perry <, die kränkelnden > Lykke Li < oder > Robyn < oder eine wankende > Rihanna <. Starkes Geschlecht? Hm, schade.

? „Ich muss da noch was machen“] Als Aussage bis Ausrede gegen den freizeitlichen Spaß, man muss nicht immer den Macher miemen.

? Betrug]Wer abmalt wird angekackt, noch immer.

? Das tägliche Hinnehmen] Beschenkt werden ist klasse, geben bringt es gelegentlich auch, sich ständig einen Wels als  Zander andrehen lassen, geht jedoch gar nicht.

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