
Die nennenswertesten Gründe für die sonntägliche Isolation:
] für das gigantisch angelegte Brunchspektakel die passenden motivierten Mitmenschen und zugehörigen Öffnungszeiten der In-Bars und Eckcafes fehlen, sowie das liegen gebliebene Kleingeld für mehr als ein weich gekochtes Ei
] man gar nicht sehen will, wie erfrischt und kollektiv glückbeseelt die Umgebung ohne Kater und vermasselten Biorhythmus durch die Prärie wandelt
] der Hausmeister, Vermieter oder die pampige Dackelfrau lautes Spielen am Haus/Block zum Ruhetag Sonntag eh nicht tolerieren
] weil davor halt Samstag war-is klar, und Schatten seiner selbst besser drinne bleiben
] weil die „Entdeckungstour Eigene Vier Wände“ potentiell ertragreicher ist als gedacht (neue Zeitschriften auf Toilette, veränderter Putzplan, gewischte Böden etc.)
] da die einzigen heißen Miezen der Sonntagsmesse lediglich bis 22 Uhr raus dürfen, außer in den Ferien
] da alle konsumtechnisch relevanten Einkaufsmöglichkeiten nach wie vor keine alternativen Öffnungszeiten anbieten
] es ja doch zu dem positiven Überraschungsbesuch kommen könnte, der abseits von Erziehungsberechtigten und Zweckbekanntschaften liegt
] da laut halb-offiziellen Studien die Luftzusammensetzung zum Sonntag übermäßig mit Staub, Geruchsstoffen, Ruß und Scheiße vom Vortag vernebelt ist
] ein Tag mehr und vor allem weniger gefühlter Wellness pro Woche drin sein sollte
] es eh gleich wieder dunkel wird
] man immer den erneut vernichtenden Beweis sehen möchte, dass zum Familientag Nummer 1 wieder nicht das sehenswerte Unterhaltungsprogramm für Groß, Klein und all die Zwischenformen geboten wird
] weil dieser Tag generell weniger Stunden parat zu haben scheint, trotz dezenter Camembert-Ästhetik im Verlauf
] weil die Definition von Tristesse außerhalb der Bude auch nicht kompensiert werden kann