
Corvonism starts … Burst follows.
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01] Welcome Back: Kristinehamn … Residence of parents. Place of Pablo Picasso’s monumental sculpture “Mother and child”. Beautifully situated at a big lake, surrounded by deep woods. Also a very typical example of resignated Smalltown, Sweden. Thanks to the music, we found other things outside this rather confined, disenchanting place.
02] The Curse Of Acting Epic …when all you want to do is play minimal techno? Yeah man, I know how it feels. I wasn’t able to handle computers, so it had to be the bass instead. But then, with a bass in hand you can make epic music and appear awesome and epic on stage without really knowing how the hell you got there.
03] News From The Relapse Records Team Are A Guarantee For …uuuh….indecisiveness? I don’t know anymore man. A few years ago, I would have said varied, progressive, quality heavy music, like Neurosis, Mastodon, Nile, Today Is The Day, Vidna Obmana, Brutal Truth etc. But lately I don’t really have a clue what the hell they are doing. I love Zombi, and Genghis Tron and Baroness are some cool bands, but other than that I can’t keep up with what they are signing and putting out. Oh, but the Pentagram re-issues were awesome. Other than that, news from labels is mostly interesting. The music business is interesting in its repulsiveness.
04] The Dose Makes The Pose …says Joey DeMaio after consuming a healthy dose of steroids on his way out on stage to play his fucking two-stringed bass of METAL!
05] Danger! The Fourth Sun Has Been Discovered …in Jonas’ head. Who knows what that cat dreamt of when scribbling the lyrics Prey On Life’s intro song. Or were you talking about an imaginary astronomical phenomena? Then I’m interested.
06] The Wheel That Keeps It All Turning …is ME damn it! After handling a lot of Bursts dealings with bookers and labels and all kinds of administration that comes with being in a band I have a total Messiah complex. After this, I regard my own prominence so high that I shall walk the earth and free men of their slavery and say things like “blessed be thee who cometh unto the sands of Egypt”.
07] No Metal Is Black …it sure as hell is! Blacker than blackety black!
08] JR Ewing …Old dear friends from Oslo, Norway who realized that it wasn’t a hell of a lot of fun to take care of the mountain of unpaid bills that lay inside their doors when they came home from tour. Awesome live band, and great mixture of “ironic” facial hair, pretty boys and fatso’s. Too bad they quit, otherwise Burst would have had made babies with them.
09] Laying The Merch-Table In Ashes …is Linus’ mission. Our singer would be an awesome clerk at a clothing store. He loves folding t-shirts, counting them, putting them into order, hanging them up and doing merchandise inventory. I find him a bit scary like that.
10] Fighting The Monday Morning Mood Is …easily remedied by five cups of coffee between 09.00 until 12.00. No not really. Even musicians hate Mondays. I take pleasure in being a dickhead on Monday mornings.
11] Keep The Streets Empty For …fascists. I hate fucking bigots as much as I love melted cheese.
12] P3 Guld Awards Are Good To …spot the cream of Swedish pop celebrities, throwing down gallons of free champagne, and wondering what the hell a bunch of degenerates like us are doing on there amongst all the beautiful people and TV-cameras. And occasionally winning an award. We did so in 2006 for the album Origo, and that was our fifteen minutes in the limelight. This year we were probably nominated to fill the seats.
13] Finally The Bird Arrived Earth …after a period of inter-band tribulation and cathartic song writing. We love The Bird. We will continue to give it crackers and strut around like peacocks in its honor.
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http://www.myspace.com/burstrelapse
http://www.burst.n
http://www.lastfm.de/music/Burst

Die nennenswertesten Gründe für die sonntägliche Isolation:
] für das gigantisch angelegte Brunchspektakel die passenden motivierten Mitmenschen und zugehörigen Öffnungszeiten der In-Bars und Eckcafes fehlen, sowie das liegen gebliebene Kleingeld für mehr als ein weich gekochtes Ei
] man gar nicht sehen will, wie erfrischt und kollektiv glückbeseelt die Umgebung ohne Kater und vermasselten Biorhythmus durch die Prärie wandelt
] der Hausmeister, Vermieter oder die pampige Dackelfrau lautes Spielen am Haus/Block zum Ruhetag Sonntag eh nicht tolerieren
] weil davor halt Samstag war-is klar, und Schatten seiner selbst besser drinne bleiben
] weil die „Entdeckungstour Eigene Vier Wände“ potentiell ertragreicher ist als gedacht (neue Zeitschriften auf Toilette, veränderter Putzplan, gewischte Böden etc.)
] da die einzigen heißen Miezen der Sonntagsmesse lediglich bis 22 Uhr raus dürfen, außer in den Ferien
] da alle konsumtechnisch relevanten Einkaufsmöglichkeiten nach wie vor keine alternativen Öffnungszeiten anbieten
] es ja doch zu dem positiven Überraschungsbesuch kommen könnte, der abseits von Erziehungsberechtigten und Zweckbekanntschaften liegt
] da laut halb-offiziellen Studien die Luftzusammensetzung zum Sonntag übermäßig mit Staub, Geruchsstoffen, Ruß und Scheiße vom Vortag vernebelt ist
] ein Tag mehr und vor allem weniger gefühlter Wellness pro Woche drin sein sollte
] es eh gleich wieder dunkel wird
] man immer den erneut vernichtenden Beweis sehen möchte, dass zum Familientag Nummer 1 wieder nicht das sehenswerte Unterhaltungsprogramm für Groß, Klein und all die Zwischenformen geboten wird
] weil dieser Tag generell weniger Stunden parat zu haben scheint, trotz dezenter Camembert-Ästhetik im Verlauf
] weil die Definition von Tristesse außerhalb der Bude auch nicht kompensiert werden kann

Der Blick hängt so tief wie das akurate schwarze Pony und trifft wandelnd durch die vorbei laufende Meute des Stadtzentrums bzw. direkt in den Spiegel der Schminkkommode. Ein gut inszeniertes Grinsen wird sogleich wieder von ernster Miene zum großen Spiel eingeholt. Der Weg gleicht einem Catwalk, nur das man über der imaginären Paparazzi steht und zielgerichtet voran schreitet. Hochhackig, Ballerina-like und doch fast ohne das unsympathisch großstädtische Zicken-Elite-Flair. Das Kleidchen sitzt eng, wirkt klassisch, dennoch erinnert es leicht an Schneewittchen, welche leider häufiger aus dem Suppentopf nascht, sobald die Zwerge aus dem Haus sind. Wenn schon keine Kirschen an den Ohren hängen, hat sie irgendwelche Früchte auf dem Nachtschrank stehen bzw. als neckisches Motiv auf dem erwähnen Kleid mit großer Schleife plus Leggins 2 Go drunter. Sie umgibt sich gerne mit weiteren Geschlechtsgenossinnen, die müssen ihr jedoch zumindest das visuelle Wasser bzw. Cocktail halten, wenn schon nicht reichen können. Tanzbewegungen nach Mitternacht sind möglich, jedoch selten ausladend, schließlich ist sie mehr als der feminine Mob und für weniger zu haben, als man erhoffen könnte. Sie nennt es selektiv und individuell, die Jungs hinter vorgehaltener Hand eher prüde, frigide und mehr Schein als Sein. Statt dem wechselnden Bang nimmt sich das sogennante Bonbongirl lieber Zeit für die verkappte Rollenverteilung. Leckere Eigenkreationen am Herd sind ihr wohl gesonnen, gegen Heimarbeiten wie nasse Wäsche aufhängen und kreative Umräumaktionen in den vier Wänden hat sie nichts einzuwenden. Das Bonbongirl ist die junge Prinzessin des neuen Jahrtausends, > Lily Allen < und > Katy Perry < machen es zum guten Beispiel vor. Plakativ lieblich, doch es lohnt sich immer, die Kratzbürste hinter den frisch lackierten Fingern zu halten.

Lässig steht er da, eine gewisse Dosis Arroganz ist unübersehbar, die Jeans sitzt so eng wie gut, die Frisur irgendwo zwischen gescheit und gescheitelt, echte Blickkontake sind nicht, Distanz ist der Weg Richtung Herz. Die Saison der wagemutigen und dauersmarten Surfjungs ist genauso gelaufen, wie das Treiben der verfrüht klassisch beeinflussten Indieknaben. Eine neue Horde hat sich ihre Spur gen weiblicher Traumwelt geschlagen, ohne jedoch Fäuste oder tatsächliche Waffen einzusetzen. Die einzige ist ihr aufgesetzt abwehrender Charme. Die jonglieren nicht raffiniert mit ihrem Ego, sind lediglich etwas selektiver und anspruchsvoll. Eher Vogelarme als praller Bizeps werden vom dunklen Karohemd verdeckt. Dass sie gerade Zeit haben, genau dort zu sein, wo sie sich gerade befinden, ist schon beachtenswert. Schließlich sind sie immer eine Spur drüber, leicht über dem Umfeld. Statt Zockingsessions mit Freunden oder Zappelalarm zur Dance-Revisited-Fete, sind sie dort, wo es kultiviert zu geht. Das darf die Bücherei sein, gerne auch das Theatercafe, eine Vernissage samt Lange-Beine-Präsentation, notfalls auch eine Jamsession skandinavischer Postcorebands. Geraucht wird gerne, getrunken sowieso, gegessen eher selten und geredet nicht mit jedem. Sind diese Dandy-becomes-Wendycoreboys nun eigentlich metro, retro oder potentielle Pinups der nächsten „Schwullissimo“? Feingeister, von Natur aus brusthaarfrei oder Typen ohne Eier? Wer weiß das schon/will es sagen. Dennoch brodeln die Mädchenherzen unaufhaltsam, wenn die aktuellen Vertreter wie Claes von > Immanu El < und Felix von > Polarkreis 18 < bzw. die Altvorderen wie Perry Farrell von > Jane’s Addiction < und > Tocotronic > -Dirk von Lowtzow ihre kleine Schau darbieten. Alles nur verkappte Diven? Nun, dazu muss man weder Postrock spielen, noch sich ausschließlich von Wattebäuschchen in O-Saft ernähren. Die kommen zumindest überall rein-Punkt für sie.

Corvonism starts … Devil Sold His Soul Follows.
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01] The Gate Is Open … The yak might get out.
02] Never Orientate At … That area of my body.
03] For The Video Set You Better … Do one hell of a dance.
04] Today At Kerrang! … They had a street-fight with Metal Hammer out side their offices.
05] Think, Dance And Bounce … If you like this beat.
06] It’s Hard To Be Art … The fish said to the platypus.
07] Music As A Sold Out-Show … Must be an In-Show?
08] The Cruel Wave Of British … rugby fans streaming into town seemed never-ending to the inhabitants.
09] Snow Is Only Frozen Water … Said Dorothy to the Witch.
10] Be Brave – Be … Dead.
11] To Pass The Sludge … You’ll need to triple salco over it.
12] Tour Packages Failed … We must come up with a new plan to take over the earth.
13] The Last Hope Seems … A bit negative.
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www.myspace.com/devilsoldhissoul
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Corvonism starts … Callisto follows.
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01] Tonight: Callisto … is really tired after the good Latvia show.
05] Always Trust In Saxophons … we say farewell to saxophons, for now.
06] Do It Yourself … if nobody does it for you.07] Film Noir … Blade runner.
09] Kokkola Is/Should Be Famous For … Callisto.
11] Shaking King Crimsons Hands … Would be a great honour.
13] The Chaos Is Over … When the rapture comes.
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http://www.callistochaos.com
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Das öffentliche Jonglieren mit Normen, Werten und dem alten Spinnefeind namens Moral geht wieder in eine neue Runde. Sich vor Publikum von mies bis erschreckend bedeutungsfreier Jury bewerten zu lassen, gehört zum TV-Alltag wie auch zum guten Ton. Die Suche geht ja nie zu Ende bzw. gesucht wird immer. Ob nun ein vermeintlicher Star der Superlative, der Top-Dog oder das Nachwuchsmodell der Saison, Medaillen sind zum Verteilen da.
Während unser aller US-Darling und A-Class-Ikone Paris zu gerne mit gemein gemeinten Urkunden bedacht wird, hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, die höchste aller gesellschaftlichen Auszeichnungen zu verleihen. Nicht das dickste Steak, die schlecht gemachtesten Möpse oder der ungenierteste Umweltsünder stehen zum Abschuss bereit, es geht um den neuen besten Freund. Genau, der „best fuckin’ friend“ für die Zwecke Madame Hiltons wird auserkoren. Da lässt die Paris natürlich keine Berater oder Assistenten ans Werk, da vertraut sie sich selbst am besten, zumindest fast. Kulturkanal Nummer 1 MTV ist der gaffende Begleiter auf der spannenden Reise. Kursierten vor Drehstart der Realityshow die Gerüchte, nicht mehr als 40 Bewerbungen wären bei der zugehörigen Casting-Website eingegangen, änderte man bald die offizielle Zahl auf satte 85.000 junge Menschen, von welchen lediglich 18 die Fernsehrunde erreichten.
Paris hat selbstverständlich mehr Ansprüche an einen besten Freund als das Volk. Ob männlich oder weiblich ist im Grunde egal, ein gutes Schmuckstück und ansehnliches Mitbringsel muss die Person jedoch schon sein. Ob bei stürmendem Wind oder engstem Partygewimmel, da muss alles sitzen, verrutschen nur wenn es was bringt. Feten bis zum Anschlag ist standard, doch die Queen Paris übertrumpfen fällt natürlich raus. Jetleg darf sein, sehen sollte das jedoch niemand. Außerdem ist man als Paris’ Freund auch Geschäftspartner und Vertreter einer Weltmarke, da muss eine Spur Scharfsinn bis Abgebrühtheit schon im Inneren lodern. Das klingt alles so statisch und gefühlsarm, dass es einer Hilton gar nicht würdig sein kann. Dabei will sie doch nach all den Enttäuschungen von Ausnutzern und menschlichen Schmarotzern nur endlich festen Halt an ihrer schlecht genährten Hand spüren. Wer spielt ein Spiel und wer mit ernsten Absichten? Das ist hart, Paris. Jedoch kommt ihr bei den Entscheidungsshows die schauspielerische Erfahrung, welche man ihr generell ja absprechen möchte, sichtlich zu Gute. Sie gibt sich so nah an den aufgeregten Kandidaten, mit sichtlich Interesse, gleichzeitig thront sie distanziert über den Clan, der schließlich noch nichts geleistet hat. Sie wandelt mit Zauberstab und ihrer Gott gegebenen Coolness bzw. Distanz, ggf. auch Dummheit plus Naivität, durch die verschiedenen Szenen und beeindruckt das erste Mal für das, was sie kann: Sich selbst inszenieren.
Man will ihr wünschen, dass die mehrteilige Suche nach dem besten Freund von morgen neben dem dicken Promoeffekt auch das hält, was der Slogan verspricht: Den Freund für die Ewigkeit. Wahrscheinlichkeit der Realisierung liegt im Dunkeln oder auch Argen, dafür beschert uns Miss Hilton die Unterhaltung, die wir im Jahre 2009 einfach verdient haben.
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:::::::: Analyze Ya Dreams! / Corvonism blickt hinter die Rapid Eye Movement-Fassaden.
/ Laß dir deine tiefsten Ängste und verdrängtesten Abgründe kostenfrei spiegeln. / Viva La Spoilarma! ::::::::::::::
Möhren:
Nein, weder geht dein Libidohaushalt heimlich saftig hausieren, noch stehst du kurz vor dem Break zu einer Diätwelle. Neben Karotten und Rüben werden die orangefarbenen Beetbesetzer auch Wurzeln genannt, schon haben wir den buchstäblichen Salat hinter deiner Träumerei. Die Wurzel deines aktuellen Übels wird ausgegraben, offenbart und ist ab sofort zum Ernten und anschließenden Kompostwurf bereit.
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Plüschtiergeburtstag:
Nein, das gemütliche Stelldichein mit Bello, Brummi und Hoppel samt Gedeck im Mini-Format weist nicht auf eine geistige und seelische Rückentwicklung zur großen Kindergartengruppe hin, auch soll es nicht das Bedürfnis nach mehr Spiel und Spaß in der Freizeit wiederspiegeln, es liefert eher den Beweis, dass du dir mehr Umgang wünschst, welchen du selber steuern kannst. Arbeitskollegen, Zweckfreundschaften und immer der gleiche bissige Postbote, du willst aus diesem menschlichen Irrkreis raus und selbst das Miteinander leiten.
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Asche im Bett:
Nein, deine Bettlaken stehen nicht in Flammen und du wirst auch keinen pathologischen Befund als Folge eine deiner Suchten vor Augen bekommen, du hast eher irgendwo in der Vergangenheit verbrannte Erde hinterlassen und die überlebenden Brandblasen stellen sich nun urplötzlich und provokativ vor dich. Lügen, Habgier, Neid und vom Banknachbar abschreiben: die Rache könnte bereit stehen.
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Unausschaltbares Telefon:
Nein, deine Familie bettelt nicht insgeheim nach einer regelmäßigen Meldung aus deinem Hause und die Telefon/Handyrechnungskosten werden dir in absehbarer Zeit auch nicht die Luft nehmen, es ist vielmehr die aktuelle Reizüberflutung, die dir den Hals abschnürt, nur willst du das nicht wahrhaben- und nehmen.
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Zehn nackte Friseusen:
Nein, deine Freundesmeute lädt dich nicht überraschend auf einen herrlich primitiven Balla-Ballermanntrip ein, dein Hairstyling braucht auch nur bedingt ein krasses Makeover. Eher bezieht sich dein semipornographischer Hirninhalt auf die große Entscheidungsscheiße. Eher die kecke Blonde, die devote Schwarze oder das flippige Lockentier? Jetzt bist du an der Reihe. Selection Against Infection.
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Nachtspaziergang mit ohne Laternen:
Nein, deine Lebensweise wandelt nicht apokalyptisch im Dunkeln und auch gibt die Technik deiner Wohnung nicht baldmöglichst den Geist auf bzw. stellt man dir den Strom ab, mehr noch suchst du immer weiter nach dem Sinn deiner aktuellen Lebensführung. Das kann doch nicht alles sein, geht dir immer wieder mehr oder weniger quer durchs Gedankenlabyrinth.
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Achtung: Individuelle Anfragen sind zum einen möglich, zum anderen dringlichst erwünscht.

FORM 01] Der spannungsfreie Abschied.
Man läuft zusammen noch bis zur nächsten Ecke, gibt nach einer kurzen Schweigephase eine neutrale Phrase wie „Man sieht sich!“ oder „Yo, dann hau rein!“ mit auf den Weg und verschwindet schon im selben Moment auf dem kommenden Zebrastreifen und in Vergessenheit.
Ergibt: Das passendste Auseinandergehen im Falle einer Zweckfreundschaft, Arbeitsbekanntschaft oder dem eigenen Wunsch auf Unverbindlichkeit
Vergleichbar mit: Dem Rollen eines Artikels über das Aldi-Laufband.
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FORM 02] Der abrupte Abschied.
Plötzliche Umstände zwingen zur Trennung, wie das aufgeregte Telefonat des Partners, die gerade einkehrende Bahn, Anzeichen eines Durchfalls oder ein Wirbelsturm. Lässt höchstens Platz für ein abgehacktes „Öh, mach’s gut!“.
Ergibt: Meist den ungewollten Cut eines Meetings, der im Nachhinein vielleicht passender kam als im enttäuschten ersten Moment gedacht.
Vergleichbar mit: Dem rumms-bumms eingeworfenen Abspannbalken und Werbetrailer von RTL II nach der spannenden bis emotionalen Schlußszene.
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FORM 03] Der langatmige Abschied.
Eigentlich ist alles gesagt, der Schritt tendiert schon deutlich Richtung wegwärts und trotzdem wird dem Phrasenschwein nochmal ordentlich Futter gegeben. „Naja, dann sag ich mal Tschüß.“ wird zum wiederholten Mal vom etwas dümmlich wirkenden „Gut, dann…meld dich mal“ gefolgt.
Ergibt: Den zähflüssigen Wortbrei, der nach abschließenden Worten ringt und nicht weiß, ob man sich mit einem Umarmen oder hanseatischen Adioszeichen nicht endgültig befreien sollte.
Vergleichbar mit: Dem im Kreis laufenden Pony auf dem Kleinstadtrummel.
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Form 04] Der alberne Abschied.
Mit der eigenen Überforderung, die Abschlusssequenz dramafrei und eigentlich unspektakulär zu meistern, verkommt es dank dem letzten Stich bzw. der Kitzelgeschichte in die Hüftgegend, übertriebenem Schulterklopfen, doofen Grimassen oder Panneslogans wie „Tschüssikowski!“ und „See you later, Alligator“ zum Goodbye des Fremdschämens.
Ergibt: Für Außenstehende, das Pleiten, Pech und Pannen-Schauspiel, wo man noch auf ein fliegendes Furzkissen oder Huckepack 2 Go wartet.
Vergleichbar mit: Dem Witz zum Schluss, welcher nur Eingeweihten/Eingeweiden ein Lachen entlockt.
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Form 05] Der melodramatische Abschied.
Tiefe Blicke mit Tränenpotenz werden ausgetauscht, welche sich abwechselnd treffen und anschließend wieder betreten zu Boden fallen. Hände wandern schwitzig zwischen Hosentasche und Hals des Anderen. „Geh nicht!“ wird offiziell ausgesprochen oder liegt zumindest wie der große Banner über dem drohenden Auseinanderdriften.
Ergibt: Ein kleines Fest der Emotionen auf öffentlicher Showbühne, dass als Gegenargument zum stetigen Werteverfall und allgemein wachsender Distanz funktioniert.
Vergleichbar mit: Dem zweistimmigen Refrainfinale eines Pophits zum Weihnachtsgeschäft.
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Form 06] Der unechte Abschied.
Nochmal ein oberflächliches Fazit über das Treffen ziehen, viel Glück wünschen, erneut für die neue Frisur gratulieren, seichtes Bussi und geschwungenes Winken aus der rechten Hand. Ein „Das müssen wir öfters machen“ folgt dem „Ciaoi, melde mich!“.
Ergibt: Eine Trennung mit Wahrung der Etikette, doch ohne Kette der Wahrheit.
Vergleichbar mit: Einer Konversation mit Paris und Bruce Darnell gleichzeitig.
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Form 07] Der pampige Abschied.
Abschied ist ein schweres Schwert, in diesem Falle eher ein scharfer Dolch. Unabhängig von der Relevanz des Treffens oder der Bedeutung des freundschaftlichen Miteinanders wird zum Ende mit dem bösen Gesicht aufgewartet. Mit Vorwürfen, kleine verkappte Beleidigungen und dem Zurücklassen des Gefühls von Bedeutungslosigkeit wird bis zum Grand Finale gewartet.
Ergibt: Ein Ende mit Schrecken, welches dennoch vorhersehbar ist.
Vergleichbar mit: Der versteckten Stinkbombe im geworfenen Ball.
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Rätsel: Um welche Form handelt es sich auf dem oben ersichtlichen Foto?
Februar 2009

[IN]
! Vorlesungen] Nein, nicht diese studentischen Glanzevents und auch nicht die ausgedehnten Promotouren der literarischen Garde sind gemeint. Es geht um die klassische Einschlafhilfe am Bett. Sich Richtung Schnarchzustand per livehaftigem Hörbuch beamen zu lassen, kommt wesentlich traumsicherer als es klingt.
! Bekanntschaften aus Plüsch] Richtig gelesen. Derzeit vor allem das verwucherte Wollschaf.
! Ferienlager-Stimmung] Das jugendliche Gefühl des freien Seins in den Alltag integrieren, ohne zum Teilzeit-Hippie zu mutieren. Geht ohne Anhang eher schlecht. Das bedeutet, sich die Gang an die Fersen hängen und den inzwischen merklich unterdrückten Leicht- und Freisinn kollektiv zelebrieren. Funktioniert jedoch ohne Knopfdruck.
! Theater] Alle reden darüber, alle finden es stark, alle wollen grundsätzlich hin, nur tut es niemand. Ergibt Sonic Youth der Freizeitgestaltung.
! Birnen] Zeigt geschmackstechnisch dem Apfel und der Banane den strikten Mittelfinger, nun soll es jeder wissen.
! Männerspiele] Ne, nicht das, was die Girls da tagtäglich betreiben. Und auch Wettwichsen oder Taubenschießen ist nicht gemeint.
! Arbeitsausflüge] Ungeliebtes Pflichtprogramm, welches letztlich oft mehr hergibt, als der hundertste Latsch über die Spaßmeile der Wahl.
! Brausepulver] Endlich mal wieder den Mund voll nehmen dürfen.
! DJ-Streik] Auch ohne Urabstimmung vereinzelt nicht fehl am Platz. Mehr Rechte den Plattendrehern.
! Organisation] Vor allem die, des eigenen Lebens. Soll bezüglich Zukunft angeblich Gold wert sein, mal ausprobieren.
! Hausfrauenthemen] Woher es kommt, kann man nicht genau nachverfolgen, doch der wachsende Hype ist unübersehbar. Ob finnische Tortenrezepturen, die Kunst des Frittierens oder neue Bügelmethoden, jeder soll mitreden können, schließlich will niemand als Heimarbeitsverschmäher gelten.
! Beste Freunde] Und ja, besser geht immer.
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[OUT]
? Dresscodes & Bodycheck] In dem Moment, in welchem die Entscheidung von einem Unbekannten abgenommen wird, ob man eine Location überhaupt betritt, kann was nicht richtig sein.
? Altersgespräche] Dass die Zeit läuft, ist sichtbar, als Dauerthema fällt das dennoch durch.
? Fastfood-Gutscheine] Der kostenfreie Garant auf darmunwürdige Zustände. Fresstouren als Clubersatz machen dick und ggf. auch einsam.
? Restefickenfeten] Offizieller Untertitel von Veranstaltungen der Wahl/Qual. Nennen sich womöglich auch Fashionparties. Nur, dass das fesch irgendwo fehlt.
? Sachen liegen lassen] Kopflos und stets einen Schritt voraus, da können Rucksack, Handschuhe und Asthmaspray dummerweise zurück bleiben. Auf die Weitsicht der Cafebedienung oder Schnelligkeit des Bahn- und Banknachbarn nicht bauen.
? Heißgetränkemangel nach Mitternacht] Während Finger zu einem unbeweglichen Ganzen werden, man vor Frost den eigenen Namen vergisst und vor der Wärme des eigenen Atems erschrickt, sind Sätze wie: „Um diese Zeit führen wir keine warmen Getränke mehr“ mehr als unpassend und frevelhaft.
? Schuldfortweisungen] Überweisungen gestalten sich meist schwierig und unschön, ob zur Reha oder auf das Konto des Vermieters. Zwischenmenschlich liegt da auch gerne was im argen, was man dank zweiseitiger Perspektive erleichtern kann.
? Leere Gesichter am Tresen] Ob Pizza Funghi, Cuba Libre oder Lucky Strike. Wer kann sich schon immer abrupt entscheiden. Nur muss man das eigene langsam fortschreitende Drehen der Groß- und Kleinhirnwindungen, der Bedienung oder dem Kassenwart nicht völlig offenbaren.
? Blinddate-Verwechslungen] Schön, angesprochen zu werden. Es sei denn, man wird von der falschen Person für die noch falschere zweite Person gehalten.
? Gästelisten] Aufgrund von Gästelisten müssen Gäste fristen. Da steckt was drin: Listig. Je später die Gäste, desto länger die Schlange.
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