A PALE GREY SCENE
„My Ocean“

Es wird kaum leichter, aus der grauen Masse hervor zustechen, insbesondere nicht, wenn es sich um das wild besiedelte Metalcore-Dickicht handelt.
Da muss schon mehr als nur latente Kreativität das Licht erblicken, sonst steht man schnell zwischen Durch- und Abschnitt.
A PALE GREY SCENE aus der Bundeshauptstadt wollen mit ihrer EP schon recht viel, könnten aber hörbar mehr. Laut Eigenaussage bedienen sie sich aus dem großen Pott des metallischen Fundus, welcher an kollektiven Hardcore-Shouts und fliegenden Gitarrensoli genauso wenig spart, wie an Chaosparts und der Portion emotionaler Kla(ge)rgesänge. Mehr ausbaufähig als auf dem falschen Dampfer.
(Demo-EP)
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LAVATCH
„Lavatch“

Jemand sagte mal, es käme nicht auf die eigenen songwriterischen Fähigkeiten an, letztlich zählten nur die richtigen Vorbilder. Fragliche These, dennoch diskussionswürdig.
Bei den Jungs von LAVATCH macht sich die Leidenschaft für NORMA JEAN und CONVERGE nicht nur bemerkbar, sie drängt sich geradezu auf.
Dass sie dabei aber mit mehr Ernst zu Werke gehen, als unbestimmte globale Webseiten erwarten lassen, muss man den Kölnern nach ihrer Besetzungskarussell bedingten Pause lassen.
Chaos ist nicht gleich Chaos, und so wird gemäß der besagten Helden recht kompetent das Feld von hinten quer gepflügt.
(Demo-EP)
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BETWEEN THE BURIED AND ME
„Colors_Live“

Wundertüten gehen immer mit der Mischung an Emotionen einher: Freude, Enttäuschung, Erstaunen und einer Portion Stirnrunzeln.
Im Falle der musikalischen Wundertüte „Colors“, der vierten und wichtigsten Platte BETWEEN THE BURIED AND ME’s, nicht anders.
Für alle, die das Ton gewordene Labyrinth verpasst haben, folgt nun mit Veröffentlichung der kompletten Disc und DVD in Live-Fassung, samt Einblicke Richtung Studio und Backstage, die Chance.
Zurück bleibt für das Quartett sowohl erneut der Beweis, eines der progressiven Schmuckstücke der jüngsten Vergangenheit im Gepäck zu haben, als auch die Gewissheit, Ebenbürtiges für die Zukunft parat stellen zu müssen.
(Victory Records)
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COROVA

Was reimt sich alles auf Sludge? Genau, Matsch, Grudge und Platsch.
Könnte auch reichen, wenn man das Debüt der Koblenzer COROVA zur Spielrunde hinzu zieht.
Dafür, dass im Jahre 2006 gegründet, klingen die Herren schon beachtlich professionell.
Der gerne gewählte Vergleich der Rasenmäher-Methodik, greift im Falle der kraftvollen Gitarrenwandansage von „Sequence Of A March“ bereits ausgesprochen potent.
Zähfließend, meist gemächlich und gerade dadurch zielsicher auf dem gewünschten Zerstörungspfad. Zurück zum Reimespaß: Quatsch lassen wir hier mal bewusst aus der Liste raus.
(5gegen5000Records)
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SHE SAID DESTROY
„This City Speaks In Tongues“

Etikettenschwindel Helau!
Die Norweger von SHE SAID DESTROY bringen alle Unwissenden erst mal dahin, wo der Boden unsicher ist: Richtung Holzweg.
Fängt bei den dubiosen Stilerläuterungen an, die zwischen Shoegaze und Black Metal pendeln, und geht direkt zum schwarz-rosa Artwork über, welches schicken Tanzstoff vermuten lässt.
Doch das 8-köpfige Missverständnis windet sich weder leichtfüßig durch die Berge, noch wackelt es urban über das Parkett.
Letztlich haut Oslo mit dem Nachfolger des Debüts „Time Like Vines“ den komplexen Metalbatzen vor die Stadtmauern, der mit Vielfältigkeit und trotzdem ohne überflüssige Umwege gerechtfertigt Zähne zeigen darf.
(Tabu-Recordings / Plastic Head Distribution)
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geschrieben für FUZE Magazine