Es ist gegen 21 Ihr in einem gerne bis notgedrungenerweise besuchten Discountkonsum. Die gut gelockte und ebenso gut gefütterte Kassiererin grinst quer über ihren Arbeitsplatz. Ein Mann mit einer geröteten Nase und sichtbar scheufreier Auftrittsweise entert das Artikellaufband.
ER: Haben sie Zigaretten, die leicht sind?
SIE: Ja, Leichte haben wir da. Wie die schmecken, kann ich ihnen aber nicht sagen. Die haben aber einen weißen Filter.
ER: Ja, das ist doch gut.
SIE: Die sehen zumindest fluffig aus.
ER: Fluffig?
SIE: Naja, ganz fluffig.
ER: Wie ‘ne Schwuchtel?
SIE: Ja ja ja, haha. Wie eine Schwuchtel.
ER: Wie der Lorenzo, die aus’m Dschungelcamp.
SIE: Da muss man aber mal sagen, dass der als Frau besser aussieht als wie als Mann.
ER: Das sehen wir Männer ja anders.
SIE: Muss jeder ja selbst wissen. Schnipp-Schnapp, Schniedel ab, haha. 3€ blablabla.
ER: Sie sind witzig, passen hier gut rein.
SIE: Muss ja sein.
ER: Sonst alles schon so ernst.
SIE: Tschüüüß!
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NIHILING
„Me[i]osis“

Sollen die Motten nur kommen.
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Postrock ist, was du draus machst. So oder völlig anders könnte der Slogan zur gefühlt veröffentlichungsreichsten Gitarrensparte des vergangenen Jahres klingen.
Während die einen bequem da fortsetzen, wo MONO und THIS WILL DESTROY YOU begannen, versuchen die anderen weiter zu schwimmen.
Zu letzterem gehören die Hamburger NIHILING, welche den Postrock-Urgedanken des Einpackens und Wegschwebens bereits mit der EP „Pandora’s Box“ aus dem Jahre 2006 hörbar und szeneaffin zelebrierten. Das dem Genre schnell mehr Rost als Rock attestiert wird, war nie im Sinne der fünf Hanseaten, und so lösen sie auf „Me(i)osis“ die kreative Daumenschraube. An atmosphärischer Dichte kann man NIHILING keinen Hahn für ein Bison verkaufen, die Klangfahrten bleiben episch angelegt, ohne jedoch den Song an sich außer Sichtweite zu treiben.
Die musikalischen Vorbilder werden offensichtlich, ohne dass das Debütalbum direkt zum Wuselkabinett der Reminiszenzen mutiert.
OCEANSIZE lauern genauso offensichtlich zwischen den Noten, wie AEROGRAMME und A PERFECT CIRCLE, denen man mit dem potentiellen „A Thirnteenth Step“- Bonustrack „Nascent“ ohrenscheinlich Tribut zollt.
Fernab des Klischees norddeutscher Distanz bieten NIHILING das Stück progressive Rockmusik, auf welchem sich aufbauen lässt.
(Abandon Records / New Music Distribution / 2009)
geschrieben für FUZE Magazine
NIHILING: HAMBURG: LICHTHOFTHEATER: 25.01.2009

Die besten Plätze sind besetzt.
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Die gierigen Möwen der Landungsbrücken haben es ja bereits quer durch die Hansestadt gezetert:
Die Umstände rund um die nihilistischen Lokalmatadoren verliefen innerhalb der vergangenen Monate eher fragwürdig statt durchschlagend. Erst das wild drehende Besetzungskarussell an Gitarre und Bass, die seltsamen Gerüchte zwischen Songwriting und Aufnahmeprozess, dann die ungelöste Frage nach dem Veröffentlichungsdatum des Debüts und die Frage „Postrock-Fake und dennoch scheinbare deutsche Nr.1-Vorband der Szene?“ Inzwischen ist Januar und „M(e)iosis“ hat nicht nur die landesweiten Recordstores geentert, sondern wirft auch noch gute bis umarmende Kritiken durch die Republik.
Das Lichthof Theater ist weniger durch seine konzerttechnische Quantität bekannt, denn als selbst betitelter Ort der kulturellen Begegnung. Während Le Triste Cannibaliste im Vorprogramm den musikalischen Zirkus der spirituell-experimentellen Sorte fahren, der Improvisation und Sensation nicht in ein Atemzug setzen kann oder möchte, scheinen die Headliner Nihiling gleichzeitig gut aufgelegt und aufgeregt.
Dabei ist es für den Fünfer an der Zeit, sich einmal vor Augen zu führen, dass das allgemeine Schulterklopfen nicht grundfrei zu nimmt. Der ungewollt komische Startruf „Elektro!“ Richtung Mikrofon passt genauso wenig, wie der unübersehbare Durstanfall des Sängers Gorka oder der technische Defekt eine gute halbe Stunde später. Doch das sind nur Randnotizen, welche letztlich über Bord fallen. Im Mittelpunkt stehen zum Sonntag Abend nämlich die Songs. Und dabei ist der böse Wortjoker namens Postrock nur Mittel zum Zweck. Im Grunde wollen Nihiling die Dosis Atmosphäre in die Tracks packen, die sie den epischen plus gleichzeitig gut eingerahmten Songstrukturen schuldig sind. Macht am Ende Pophits mit Wuschel- und Kuschelrockeffekt, natürlich die guten. Und das ist ja wohl der angedockte Routenplaner: Reise per Flug, aber mit latenter Bodenhaftung. Abheben oder den Metro-Blick aufsetzen können die echten Schweden.

Hm, lecker Kaffeebohnen. Hui, O-Saft für alle. Oh, die Cornflakes knacken aber gut.
Es gibt jedoch einige Punkte, die gegen die Institition „Frühstück“ sprechen.
Als erstes: die Zeit. Wer bitte hat die schon bzw. kann sie sich nehmen? Frühstücken bedeutet vor allem sitzen, mampfen, zuviel reden oder reden lassen und das alles mit der tickenden Uhr im Rücken. Bremst die Stunde des Frühsports der Kaumuskulatur den potentiellen Fluss des Tages nicht mehr, als dass sie gleich den Höhepunkt vorwegnimmt? Vor dem Essen ist schließlich nicht nach dem Essen, und so kugelt sich ein prächtiger Fressalienknäuel quer durch die Magengrube. Das drückt tief in den Bürostuhl, nimmt einiges an Schritten pro Minute und das sauerstoffreiche Blut landet weniger im Hirn als da, wo das Sesambrötchen gegen Enzyme und Salzsäure arbeitet. Das Bedeutet erneut tote Zeit, die aus wirtschaftlicher Perspektive fatal ist. Klappern gehört vielleicht zum Handwerk, nicht aber das Verdauungstief halb 10 in Deutschland.
Ausgewogen sollte das Frühstück sein. Da steckt der Leibhaftige ja schon im Text. Wer nicht wiegt, der kaum gewinnt. Kaiserlich ist die Mahlzeit zum Morgen einzunehmen, wurde seit jeher überliefert. Doch die geballte Energie, welche sich im gut geölten Rührei, lauwarmen Schokocroissant oder überzuckerten Hafertabs verstecken möchte, muss vom Mensch erstmal wieder kompensiert werden. Alles so schön bunt auf dem Tisch und man hat den überwiegenden Spaß Alltag noch vor sich, da futtert es sich gleich doppelt so gut und viel.
Frühstück bedeutet für viele Zwang. Druck, ausgeübt durch die Kollegen, welche beim Sausenlassen der Pause eine eh scheiternde Diät oder Frust im Bett erahnen. Da lässt sich mehr spekulieren als diskutieren. Die Stechuhr freut sich. Dann Druck der Familie, die diese Stunde „4 Stühle – (noch) keine Meinung“, trotz hängender Augen, hetzender Panik oder rigoroser Ignoranz einiger Teilnehmer, einfordern. Der lieblich duftende Tisch mit Mutti zwischen Toaster und Kaffemaschine gilt auch als Forum zum Informationsaustausch von Neuigkeiten, lieber aber noch Ungereimtheiten.
Ist das hier die Abrechnung mit der kleinen Sitzung zum Sonnenaufgang? Alarmmeldungen, dass jeder zehnte Deutsche gerne auf das Frühstück verzichtet, machen Angst. Besonders einem norddeutschen Marmeladenhersteller, der aktuell mit der „Rettet das Frühstück“-Parole voran prescht. Es passt ja laut Gesellschaft weiterhin nicht, die streichzarte Pflaume oder körnige Beere zum Abend oder Mittag statt der Kalbsfettwurst auf die Stulle zu packen. Da besteht verständlicherweise auf Industrieseite die Angst, auf lange Sicht vom einnahmetechnischen Teller zu fallen. Doch keine Angst, liebe Erziehungsberechtigten, Mitarbeiter und Chefetagen der Konfitürenproduktion. Dieses großstädtischen Brunchen ist zwar cool, doch das waren Limp Bizkit auch mal. Nicht alles und jeder kann den Atem ewig halten. Auch Spätshops und dadurch das sündige Mitternachtsmahl gelten als Alternative, doch wer will mit über 25 schon nach den Tagesthemen noch einmal los? Die Eieruhr lässt grüßen, letztlich wird das gute alte Frühstück über die modische Durststrecke kommen, und dann schreien Coppenrath & Wiese oder die Rügenwalder vielleicht nach der Rettung.
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ARCHITECTS
„Hollow Crown“

Setzen dem fast die Krone auf.
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Das Bild von Krönungszeremonien ist in den Köpfen der meisten Menschen überwiegend unrealistisch, soll heißen prunkvoller als es in der Vergangenheit, bevor es später zum monatelangen Prozess ausartete, von statten ging.
Im Falle der britischen ARCHITECTS benötigt die Amtserhebung Richtung Szenegipfel keine langwährende Inszenierung, haben sie sich mit Veröffentlichung Nummer Drei ihre rechtliche Stellung doch ohne übertriebenen Aufruhr gesichert. Dafür aber mit einer kompositorischen Durchschlagskraft, die so nicht zu erwarten war.
Hier steckt der Songwriter-Teufel im Detail. Ausgefuchst, raffiniert und dennoch mit der nötigen Präzision wird auf „Hollow Crown“ geschossen. Dynamik gab es wohl im 3-Gänge-Menü zum Frühstück, mit der progressiven Variante des Ritter Sport-Slogans „Quadratisch, praktisch, gut“ zum Nachholen.
Wenn es melodisch zugeht, dann eher feierlich ein- als peinlich ausladend.
All die potentiellen Anwärter auf die periodisch vakante Position des Hardcorethrons, von Tourkollegen namens BENEATH THE MASSACRE über SUICIDE SILENCE bis SIKTH, dürfen vorerst nur kratzen, die Krone sitzt bis auf weiteres fest und verdient strahlend, aber keineswegs blenderisch.
(Century Media / 2009)
geschrieben für FUZE Magazine

TWILIGHT: Bis(s) zum Morgengrauen (Kinostart: 15.01.2009)
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Vampirismus goes Pop again. Dabei könnte man es sich recht einfach machen, die Verfilmung Nummer 1 der Stephenie Meyers-Bücherreihe „Twilight“ als blutleere (ähem) Romanzette einer periodisch populären Thematik zu betiteln. Statt gut gepfefferter Sequenzen zwischen Pfählen, Köpfen und klopfender Sargdeckel besteht- für alle Unwissenden -das romangetreue Stück Zelluloid, mit Catherine Hardwicke auf dem Regiestuhl, aus der großen Ladung Teenagergefühle. Das Paar der Stunde Bella Swan und Edward Cullen lebt im highschoolenden Hier und Jetzt namens Forks. Nichts mit stinkendem Mittelalter, mächtig ausstaffierter Kostümsause und altbackener Sprachästhetik. Wer „Interview mit einem Vampir“ aus dem Jahre 1994 bereits als den emotionalen Supergau der Blutsaugerthematik ausschimpfte, wird schon beim plakativen Filmtitel „Bis(s) zum Morgengrauen“ giftig den Pflock erheben.
Dabei werden die 121 Minuten Kinounterhaltung überraschenderweise mit der Portion Atmosphäre gefüttert, nach welcher die Mammutproduktionen von „Harry Potter“ oder „Narnia“ gerne lechzen würden. Unterschwellig und latent baut sie sich auf. Der Bravo-Fraktion werden keine überdimensionalen Effektbatzen zugemutet, die Chemie zwischen dem weiblichen Schulneuling Bella (Kristen Stewart) und dem dubiosen Eigengewächs Edward (Robert Pattinson) bestimmt die Handlung.
Besonders der 1986 in London geborene Robert perfektioniert die Rolle des geheimnissumwobenen Sonderlings mit bissfesten Hintergrund derart gekonnt, ohne die notwendige Seite Ironie auszusparen. Jugendliche Haut, welche in der Sonne glitzert und blitzartige Flüge gen Baumgipfel kann und sollte man auch nie mit striktem Ernst inszenieren. Sie sieht ihn, er sieht sie. Die innige Liebe kommt jedoch völlig ohne Triebe aus. Wer auf kleine sexuelle Schocker wartet, hat schlecht gewettet: Keusch is the new Intimacy. Muss schließlich auch was in Sachen Spannungsaufbau bis zur nächsten Episode am Brodeln gehalten werden. Bis dahin ist klar: Starre Blicke, gediegene Blässe, rote Lippen und James Dean auf Gothic-Kurs sind in.
A PALE GREY SCENE
„My Ocean“

Es wird kaum leichter, aus der grauen Masse hervor zustechen, insbesondere nicht, wenn es sich um das wild besiedelte Metalcore-Dickicht handelt.
Da muss schon mehr als nur latente Kreativität das Licht erblicken, sonst steht man schnell zwischen Durch- und Abschnitt.
A PALE GREY SCENE aus der Bundeshauptstadt wollen mit ihrer EP schon recht viel, könnten aber hörbar mehr. Laut Eigenaussage bedienen sie sich aus dem großen Pott des metallischen Fundus, welcher an kollektiven Hardcore-Shouts und fliegenden Gitarrensoli genauso wenig spart, wie an Chaosparts und der Portion emotionaler Kla(ge)rgesänge. Mehr ausbaufähig als auf dem falschen Dampfer.
(Demo-EP)
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LAVATCH
„Lavatch“

Jemand sagte mal, es käme nicht auf die eigenen songwriterischen Fähigkeiten an, letztlich zählten nur die richtigen Vorbilder. Fragliche These, dennoch diskussionswürdig.
Bei den Jungs von LAVATCH macht sich die Leidenschaft für NORMA JEAN und CONVERGE nicht nur bemerkbar, sie drängt sich geradezu auf.
Dass sie dabei aber mit mehr Ernst zu Werke gehen, als unbestimmte globale Webseiten erwarten lassen, muss man den Kölnern nach ihrer Besetzungskarussell bedingten Pause lassen.
Chaos ist nicht gleich Chaos, und so wird gemäß der besagten Helden recht kompetent das Feld von hinten quer gepflügt.
(Demo-EP)
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BETWEEN THE BURIED AND ME
„Colors_Live“

Wundertüten gehen immer mit der Mischung an Emotionen einher: Freude, Enttäuschung, Erstaunen und einer Portion Stirnrunzeln.
Im Falle der musikalischen Wundertüte „Colors“, der vierten und wichtigsten Platte BETWEEN THE BURIED AND ME’s, nicht anders.
Für alle, die das Ton gewordene Labyrinth verpasst haben, folgt nun mit Veröffentlichung der kompletten Disc und DVD in Live-Fassung, samt Einblicke Richtung Studio und Backstage, die Chance.
Zurück bleibt für das Quartett sowohl erneut der Beweis, eines der progressiven Schmuckstücke der jüngsten Vergangenheit im Gepäck zu haben, als auch die Gewissheit, Ebenbürtiges für die Zukunft parat stellen zu müssen.
(Victory Records)
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COROVA

Was reimt sich alles auf Sludge? Genau, Matsch, Grudge und Platsch.
Könnte auch reichen, wenn man das Debüt der Koblenzer COROVA zur Spielrunde hinzu zieht.
Dafür, dass im Jahre 2006 gegründet, klingen die Herren schon beachtlich professionell.
Der gerne gewählte Vergleich der Rasenmäher-Methodik, greift im Falle der kraftvollen Gitarrenwandansage von „Sequence Of A March“ bereits ausgesprochen potent.
Zähfließend, meist gemächlich und gerade dadurch zielsicher auf dem gewünschten Zerstörungspfad. Zurück zum Reimespaß: Quatsch lassen wir hier mal bewusst aus der Liste raus.
(5gegen5000Records)
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SHE SAID DESTROY
„This City Speaks In Tongues“

Etikettenschwindel Helau!
Die Norweger von SHE SAID DESTROY bringen alle Unwissenden erst mal dahin, wo der Boden unsicher ist: Richtung Holzweg.
Fängt bei den dubiosen Stilerläuterungen an, die zwischen Shoegaze und Black Metal pendeln, und geht direkt zum schwarz-rosa Artwork über, welches schicken Tanzstoff vermuten lässt.
Doch das 8-köpfige Missverständnis windet sich weder leichtfüßig durch die Berge, noch wackelt es urban über das Parkett.
Letztlich haut Oslo mit dem Nachfolger des Debüts „Time Like Vines“ den komplexen Metalbatzen vor die Stadtmauern, der mit Vielfältigkeit und trotzdem ohne überflüssige Umwege gerechtfertigt Zähne zeigen darf.
(Tabu-Recordings / Plastic Head Distribution)
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geschrieben für FUZE Magazine
ROLO TOMASSI: HAMBURG: GRÜNER JÄGER: 12.01.2009

Labyrinthia de Avantgarditis.
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XCHAOSXRRRIOTGIRLXXXMATHCLASHXBANGBANGXLETSFETZX
XXHYSTERIEXXXXNOISECOREXXXFRICKELTHEFRICKXXJAZZXX
XXXZAPPELXXXAMBULANCEXSCREAMAMAXXKEYBOARDFUCKX
XSHEFFIELDXBROTHERSISTERXEXPERIMENTMEANTMENTALXX
XCASIOXXCOLLEGEMASSACREXMUCKERMUCKEXXBRAINPAINX
XSONGWRITINGSONGBITINGXFLETSCHENXRÖHREXXSUCKSXXX
XXXXJUPPPIESALARMAXXSHORTCUTXXWONDERGROUNDXTHX.
Fall 25.

C.K. aus H.
01] Fuck The New Age... Hug the fuckers. 02] Es war ein Flirt für mich... Letzten Donnerstag an der Zwieback-Bar. 03] Das Leben als Punchingball... Ein Schneeball wäre bunter. 04] Im Norden nichts... Symmetrisches - Erich Maria Remarque als Unruhestift am Westpol. 05] Könnten Sie meine Kirschtasche tragen?... Erst die Tasche, dann die ganze hessische Kirschbaum-Zucht samt Lustgarten. 06] Bauer sucht Sau... Guinea pigs copulating. 07] Soeben wurde ein allgemeines Kaffeeverbot verhängt... Sowie der Tod durch den Strang wieder eingeführt. Wer trinkt wird gehängt. 08] Bury Your Lucky Steak... Enfants de terre: glückliche Kinder aus ökologischer Bodenhaltung - yummie, yummie!! 09] Das hier ist keine Modenschau... Sondern das Forschungszentrum gegen Augenkrebs. 10] Heart-Art... Mais qu'est-ce que tu vois? 11] Endstation Wohngesellschaft... Nächste Haltestelle Frohe Zukunft. 12] Pelz auf Zungen... Leder auf Lippen. 13] Warum Abschied, wenn... Ein allgemeiner Abschiedsverbot verordnet wird -alternativ, denn im Kaffee enthaltene Antioxidantien fangen freie Radikale ab und das entlastet den Staatshaushalt.
Mit Bandnamen fallen und steigen Images, Ansehen und der potentielle Erfolg. Die originellsten, seltsamsten, beschissensten und trotzdem erfolgreichsten Versionen kennen wir bzw. brauchen sie nicht aufzählen. Doch es gibt auch eine Reihe an Namen, welche es nie gab und aus diversen Gründen nie geben könnte. Schade, birgt die folgende 19-teilige Liste mehr als nur latent so manche Goldgaranten für Kreativität und Imagepflege.
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01] And The Christ Superstar
02] Snuff Enough
03] Klang.
04] The Beat Tells That Yesterday All My Troubles Seemed So Far Away
05] Frederike Friedhöfer und Freunde
06] Our Transpotential Fake Lake Production
07] Klatsch Mona
08] The Clow Boyz
09] Ps: I Love You!
10] Mothercake
11] KKK vs. FKK
12] Connectionizer
13] Die Reiernden Bleierenten
14] Gez-Alt
15] Steel Cage Terror Army
16] Nacktbaden, hey!
17] Whooo(ooo)
18] Frostrated
19] Wonderbra @ Wonderbar
& als Bonus] Nageln mit Köpfchen
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LILY ALLEN: THE FEAR (2009)

Das bunte Gestrüpp der auftstrebenden Pop-Diven löst sich auch im jungfräulichen 2009 nicht auf. Ob man will oder nicht, die weibliche Garde am Mikro hat dem Konkurrenzgeschlecht den Rang in Bezug auf musikalisches Aufhorchen, Hingucken und Wundern längst abgeflitzt. Ob durch gewagt innovative Images, die gerne unbeständig sind oder soundtechnische Referenzen abseits des Mainstream, die Damen haben das Entertainen allem Anschein nach besonders in diesem Jahrzehnt direkt im Blut bzw. im Finger. Bei Lily Allen besonders im Mittelfinger, fiel sie doch in der Vergangenheit eher durch rüde Ausagen gegenüber des Indiekonsortoriums auf, außerdem mauserte sie sich mehr und mehr zum modischen Aushängeschild der InTouch-feat. MySpace-Generation samt Fuck-Attitüde.
Neues Jahr, neues Glück, aber wohl ohne die Frage, ob die 1985 in London geborene Lily nun zu- oder abgenommen hat, wie verdient der Worst-Dressed-Award des NME ist, und wie es um ihre Hautbeschaffenheit im ungeschminkten Zustand steht. Mit der angesprochenen Portion Glück und notwendigen MTVIVA-Zugkraft könnte es in diesem Jahr für Madame nämlich endlich zu dem internationalen Durchbruch kommen, den ihre eher witzboldig gemeinten Coverversionen zu Britneys „Womanizer“, „Naive“ der Kooks und „Oh My God“ der Kaiser Chiefs latent einleiteten. Überraschende Clickzahlen auf diversen Webpages sagen nicht viel aus, jetzt muss was kommen.
Und- es kommt: The Fear. Der Single-Vorbote zum Album „It’s Not Me, It’s You“, welches Anfang Februar die deutschen Plattenläden entert. Die angebliche Soundveränderung hat statt gefunden. Statt freudiger HipHop-Beats und Ska-Rhythmik setzt es hier eine fast hypnotische Traum-Line, die Lilys Zweifel und kaum versteckten Sarkasmus über das heutige Star-Dasein lyrisch passend einbindet. Ein Songverlauf so nervfrei wie möglich, 3:45 Minuten so erschreckend lieblich wie nötig. Tja, Lily, Applaus-Applaus. Und nicht für ohne Höschen sondern für mit starkem Songwriting und Kissen-nach-Mitternacht-Atmosphäre. Das ist der Radiohit, der es sich selbst verdient hat und das passende Video dazu, welches tanzende Geschenkkartons zeigt und eine wandelnde Frau Allen, die doch so gar kein Wässerchen oder Männerherzchen trüben mag. Danke, Song der Woche.
Gekonnter Textauszug: „Now everything is cool as long as I’m getting thinner.“

Das hellseherische Szenario bedarf wenig Vorspiel. Ein scharfer Blick mit prä-adventiver Tiefenwirkung in die goldig glänzende Weihnachtskugel genügt und schon sind die winterlichen Tage der nahen Zukunft aufgesogen. Hier nun also die gelüfteten Geheimnisse, mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum bis in den jungen März hinein, zum offiziellen Einlesen:
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Skorpion (24. Oktober – 22. November)
Morgen Kinder, wird’s was geben.
In deinem Falle hoffen wir das mal alle, steht es doch doch um dich und deine finanzielle Lage mehr schlecht als recht. Was sich zu Beginn unter halb-verschwenderisch einordnen lassen könnte, kippt gerade zum Jahresstart gewaltig.
Du verkalkulierst dich, wobei nicht nur das Vorweihnachtsgeschäft oder der Alkoholkonsum zum 31.12. als Ausrede herhalten können. Sortiere deine Buchführung, überdenke die Warenkörbe und so stehst du im Frühling auch weitgehend beschwerdefrei in der Shopping-Mall namens Leben.
Beste Zeit: Vor dem Kontoauszug.
Motto: Liebt macht glücklich, Geld aber auch.
Vorsicht bei: Männern, die irgendwas mit „Pfänden“ in den Raum werfen.
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Schütze (23. November – 21. Dezember)
Winterzeit ist gute Zeit. Gut für die Süßwarenindustrie, gut für Skiliftbetreiber und gut für Hausarztbesuche.
Nimm dich doch ein wenig in acht. Nur weil allgemeine Gemütlichkeit vorgegaukelt wird, musst du deinem Körper nicht Massen an schwer Verdaulichem anpreisen, die denkbar dünnste Jacke zum Sonntagsmarsch mit dem Anhang überziehen oder die tägliche Hygiene schleifen lassen. Durchfall, Grippe, Kopf & Gliederschmerzen- möglicherweise deine Begriffe der Saison.
Beste Zeit: Im Wartezimmer.
Motto: Mein Zeh wird schon blau, dann mach ich’s auch.
Vorsicht bei: Menschenmassenansammlungen und Rasthoftoiletten.
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Steinbock (22. Dezember – 20. Januar)
Wir sind alle schuldig. Geht es jedoch nach deiner post-weihnachtlichen Meinung sind es eigentlich immer die gegenüber oder nebenan. Seltsames Christfest- muss die Familie unfähig gewesen sein. Gähnender Jahreswechsel- war bei der Besetzung auch nicht anders zu erwarten.
Klapp den Seitenspiegel doch mal ein und schau auf dich. Du kannst zum Allgemeinwohl viel mehr beitragen als dir vielleicht bewusst ist und solltest die Schuldzuweisungen zum Nachtisch besser außen vor lassen. Das setzt nur Streit, Magengrummeln und weittragende Missverständnisse.
Beste Zeit: Zwischen dem Denken und Sprechen.
Motto: Return To Innocence.
Vorsicht bei: Wortgefechten und kommunikativen Dysbalancen.
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Wassermann (21. Januar – 19. Februar)
Der rasselnde Coca Cola- Truck oder springende Herzchenmotive für das Handydisplay sind die gefährlichsten Vorreiter der allgemeinen Suche nach winterlicher Zweisamkeit und Nestwärme.
Doch die Liebessuche ist weder Wettbewerb, noch neujährliches Pflichtprogramm.
Gut ist, deine Aufmerksamkeit zwischen New Years Dance und Valentinstag.
Problem jedoch, die potentielle Fehlerquote bzw. Missdeutung von Gestik und Mimik des Gegenüber. Verkrampfe dich nicht auf deinem „Fight 4 Luv“. Das um dich rum ist keine laufende Single-Party. Könnte für dich panne werden, mehr noch für Tränen im Schnee sorgen.
Beste Zeit: Beim Erscheinen des Frühlings-Horoskops.
Motto: Ein Herz kann man nicht präparieren.
Vorsicht bei: Brüderschaft trinken.
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Fische (20. Februar – 20. März)
Du in der Winterzeit- vergleichbar mit einer heißen Schokolade plus Rum.
Alle freuen sich drauf, halten sich dran fest und wissen trotzdem, dass du einen kräftigen Schuss hast. Nicht schlimm, du bist eben guter Freund, samt Teddybärattitüde zum Anlehnen und Aufwärmkommando für Seele und Geist. Du bist also keinesfalls allein, sondern vielmehr für etwas nütze.
Beste Zeit: Vom ersten Advent bis zum Erscheinen der Märzenbecher.
Motto: Kommt doch rein, ich hab da schon was vorbereitet.
Vorsicht bei: Würge- statt Streicheleinheiten.
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Widder (21. März – 20. April)
Aha, sobald dich weder Sonne, noch breit gefächertes Freizeitangebot erwartet, stürzt du dich auf dieses Projekt namens Arbeit. Da wird geackert, gebüffelt, mit Pauken und Trompeten. Toll, wie du dich da aufopferst um die eigenen und besonders die chefösen Erwartungen zu befriedigen.
Doch abgesehen vom minimal 8-stündigen Pflichtprogramm pro Werktag gibt es auch noch etwas anderes. Ordner zu, Bürolicht aus. Zu viel arbeiten macht nicht schön und auch nur bedingt glücklich.
Beste Zeit: An den freien Tagen, wenn das Hirn den Workaholic ausgeschaltet hat.
Motto: Schaffe, schaffe…
Vorsicht bei: Unrealistischen Deadlines und Forderungen zwischen den Feiertagen und dem Winterurlaub.
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Stier (21. April – 20. Mai)
Was willst du sein, die 24 Kalendertürchen in einem?
Einmal der glitzernde Engel, der Liebe und Eintracht durch das Umfeld sprühen möchte, dann der frostige Schneemann, welcher stumm und unbeweglich seinen Tag fristet, und schließlich die Rute selbst, die einmal im Rundumschlag alles nieder schlägt.
Das alles verwirrt und stimmt bedenklich. Solch ein Gefühlschaos und Launentheater, da flüchten womöglich spätestens im neuen Jahr die ersten Umgebenden.
Beste Zeit: die Tage nach dem Tief.
Motto: Ich bin alles und noch viel mehr.
Vorsicht bei: Kopfschütteln und fragwürdigen Blicken der Mitmenschen, könnte Gründe haben.
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Zwillinge (21. Mai – 21. Juni)
Oh, bei dir werden in der kommenden Wintersaison die Plätzchen in Herzform ausgestochen. Das steht dir gut und schließlich auch zu. Halte dummes Gerede von dir fern und skeptische Neider mit ihrem Frust unter dem Weihnachtsbaum, für dich regnet es Sternschnuppen im Übermaß.
Liebliche Blicke, rosa Wangen und ebensolche Brillen, du schlitterst tatsächlich mitten hinein in das Fest der Liebe (und Triebe). Achtung, ist zeitweise latent abschüssig.
Beste Zeit: bei allen denkbaren bis ungeahnten Körperbegegnungen.
Motto: Dein ist mein ganzes Herz.
Vorsicht bei: Amors Pfeile mit bissigem Bumerangeffekt.
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Krebs (22. Juni – 22. Juli)
Lass dich nicht ärgern, denn sie wissen nicht was sie tun.
Fraglich, warum deine Umgebung dich als Buh-Mann der kalten Saison auserwählt hat. Diesmal bist du also dran und zwischenzeitlich wird aus dem seichten Salz in die Wunden streuen gar eine deftige Schneeballschlacht.
Einer gegen alle, alle auf einen. Das ist unfair, unpassend und überhaupt. Da heißt es entweder Augen zu und durch oder mit gut gewetzten Pranken voran. Doch abseits dieser Contra-Welle gibt es den ein oder anderen Menschen, der im Grunde nur dein Bestes will, fälschlicherweise jedoch deine aufgestaute Wut und Ärger zu spüren bekommen könnte.
Beste Zeit: Allein.
Motto: Einer gegen die (nahezu) ganze Welt.
Vorsicht bei: Mitmenschen samt wehendem Tuch in weiß oder köchelnder Friedenspfeife.
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Löwe (23. Juli – 23. August)
Sicherheit ist ein gefährliches Stück.
Heute sich noch seiner beruflichen und privaten Lage angeblich vollends bewusst, ist die Sache morgen schon am Kippen. Geöffnete Augen und aufrecht stehende Ohren könnten so manche plötzliche Enttäuschung verhindern. Nimm nicht alles für selbstverständlich hin, sei dir über potentiell anstehende Veränderungen im klaren. Dass dies nie gedachte Chancen und teilweise erschreckend positive Nebeneffekte mit sich bringt, könnte sich erst in der Frühlingssaison zeigen.
Beste Zeit: Die Wochen nach dem ersten Februarwochenende.
Motto: Heute ist morgen schon gestern.
Vorsicht bei: Sprüchen der Marke: „Ich muss dir dann noch etwas sagen“ oder „Wir werden wohl mal reden müssen“.
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Jungfrau (24. August – 23. September)
Du mimst also die Leuchte des Winters?
Während andere die dunklen Tage sinnfrei verschnarchen, brodelt in dir Kreativität, frische Ideen und der Sinn für gelungene Einfälle bzw. Veränderungen.
Ob Hobby, Beruf, Wohnungseinrichtung oder neue Gestaltung der Feiertagsreihe, du bist das Hirn. Das lässt die wetterliche Tristesse vergessen, fördert die Wahrnehmung des eigenen Könnens und wird das Umfeld zu manchem geistigen Schulterklopfen bewegen.
Beste Zeit: …wenn wieder dein Licht aufgeht.
Motto: Mach’s dir selbst, besser geht’s nicht.
Vorsicht bei: Stromausfall.
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Waage (24. September – 23. Oktober)
Eigentlich ist das alles Standardwissen:
Probleme erkennen, Ziele festlegen, Maßnahmen durchführen.
Dir sollte man dies kurz vor dem Jahreswechsel dennoch wieder vor Augen führen, dass mögliche Veränderungen und neue Lebensstrategien nur mit Plan in der Hinterhand starten können. Schließlich willst du im Sommer nicht wieder enttäuscht im alten Morast fest hängen und dich mit Selbstvorwürfen füttern.
Beste Zeit: nach dem regelmäßig stattfindenden Feedback im persönlichen Rahmen.
Motto: Leben mit Reißbrett-Hilfe.
Vorsicht bei: unrealistischen Zielsetzungen und ebensolcher Erwartungshaltung.
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Wie auch immer das Resultat ausfällt, viel Glück und gut geräumte Straßenverhältnisse für alle!
Januar 2009

[IN]
! 2009] So schön jung und unbefleckt, das lässt sich schnell ändern.
! Fansein] Poster an die Schrankinnentür, Schnappschuss als Bildschirmschoner, wackelnde Knie beim Hören und Sehen, Geld und Gefühle en masse verpulvern. Das darf sein oder sollte nach jahrelanger Ignoranz von Helden, Vorbildern und prominenten Flammen auch mal wieder drin/dran sein.
! Sich Zeit für sich nehmen] Bevor einen die Umwelt ungefragt ausbucht und kräftezährend vereinnahmt. Achtung: Kein Hoch auf Masturbation und Eigenfummelei.
! Plötzliche Szenenwechsel] Komischer aber rückblickend oft postiv überraschender Regisseur namens Leben.
! Vorbands] Nicht selten die Beweise, dass Vorspielkrams nicht generell überflüssig ist.
! Seine Stadt lieben] Ob Ureinwohner oder Wahlheimat, Identifikation darf sein. Bitte aber ohne plakatives „I <3-Shirt“ und Abklatschbild am Laptopdeckel.
! Geschlechterabende] Unter sich sein um Klischees zu erfüllen, Rollenerwartungen sowieso und Dinge sagen plus tun, welche später eher unter „verwunderlich“ abgehakt werden.
! Pläne] Sind der Widerhaken des „In-den-Tag-Klebens“, aber könnten sich früher auszahlen denn gedacht.
! Offener Beziehungsstatus] Vielleicht tritt ja im neuen Jahr jemand die oft schon gut abgedichtenen Türen und Pforten mal auf. Soll auch gerne weh tun.
! Stimmung] Ist nicht käuflich aber machbar. Die Kanone dafür wird wohl noch erfunden.
! Mimik] Kann man soviel mit rausholen bzw. manche sollten wohl mehr r/einstecken.
! Glühweingelee] Eines der wenigen post-weihnachtlichen Souvenire, welche nicht Richtung Umtauschkasse oder Dachboden wandern sollten. Rot,viele Umdrehungen, glibbschig – klingt nicht nur gewagt, ist es auch.
! Vorrausschauender Blick] Nicht nur im Straßenverkehr oder den Clubs der Welt gebräuchlich, auch der miese Bastard „Alltag“ freut sich darüber. Von Freunden oder denen, die es werden sollen, ganz zu schweigen.
! Gangs] Dabei ist alles, dabei sein auch. Mitgliedgebühr entfällt, Licence 4 Cold Connections nicht.
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[OUT]
? Träumen] Die es am Tag tun, gehören eh verhaftet, doch das klassische Rapid Eye Movement nach Sonnenuntergang wird merklich immer mehr zum Nagel im Zeh. Sitzt tief und bekommt man kaum raus.
? Warteschlangen und nichts dahinter] Leere Dancefloors und kahle Sitzeckecken lassen rigoros/ignorante Türsteherentscheidung fraglich werden.
? Kranke Meute] Lahm, sich selbst überbewertend und meist die Aufmerksamkeitshascher mit Nervpotenz.
? Angst vor Hundekot] Sollte nicht jeden zu laufenden Meter die Gedanken beherrschen. PS: Hundetoiletten haben sich nie durchgesetzt.
? Retrograde Vorwürfe] Sicher war das Nichtmelden am 17.09.1999 obermies und das Verlegen der geschenkten Kette pünktlich zur Silberhochzeit der Schwiegereltern gegen jede Etikette, letztlich ist das Vorhalten von angestaubten Ereignissen und Tatsachen aber der freundschaftliche Steinschlag.
? Abrupte Absagen] Heiße Kartoffeln im Fall sind kein schöner Anblick.
? Events verpennen] Die tägliche Dosis von 7 Stunden Schlaf ist grundsätzlich nicht vorwurfsreif, geschieht dies jedoch vor Veranstaltungen oder eigentlichen Freizeitaktivitäten bzw. direkt inmitten dieser, gehört man belächelt und mit Wasser/Vorwürfen bespritzt.
? Hyperaktive Lebenszeichen] Leben ist das Eine, am Leben bleiben das Nächste, das jedem auf die Nase zu binden jedoch das Letzte.
? Pralle Engel] Abheben und Schweben mit Sturzgefahr, unschön und wenig himmlisch.
? Zwielicht] Geht kinomäßig zwar durch diverse Decken, aber im Alltag besser gut ausleuchten bzw. komplett abdunkeln.
? Rästel: Was ist langsam und immer doof? > Sonntage].
? Silvester] Samt all seiner Irrungen und Wirrungen das jährlich urplötzliche Ereignis. Keiner erwartet was, enttäuscht oder nur bedingt befriedigt sind letztlich doch alle.
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