Die Konzerte des Jahres:
+Björk: Melt!-Festival, Ferropolis / 20.Juli [R]
+Tegan & Sara: Hamburg, Fabrik / 09.März
+Tiger Lou: Hamburg, Übel & Gefährlich / 03.Dezember [R]
+Dillinger Escape Plan: Berlin, Kato / 07.März
+Isis: Hamburg, Übel & Gefährlich / 15.April
+Jeniferever: Hamburg, Prinzenbar / 27.Mai [R]
+Alaska In Winter: Hamburg, Astrastube / 30.September [R]
+Mr. Oizo: Berlin, Maria am Ostbahnhof / 25.Oktober
+Crystal Castles: Hamburg, Neidklub / 25.September
+Dune: Dockville-Festival, Hamburg / 16.August
[Wäre es gern geworden:
+Emiliana Torrini: Hamburg, Stageclub / 20.Oktober
+30 Seconds To Mars: Berlin, Columbiahalle / 05.Mai] [R]
Das Festival des Jahres:
+Melt!, Ferropolis 18.-20.Juli [R]
[Wäre es gern geworden:
+Stoner Hands Of Doom-Festival: Erfurt, Stadtgarten / 20.September]
Promoaktion des Jahres:
+Radiohead: In Rainbows
Comeback des Jahres:
+Britney Spears
[Wäre es gern geworden:
+Guns'n Roses]
Newcomerhoffnung des Jahres:
+Nihiling
Bedauerlichste Bandauflösung des Jahres:
+From A Second Story Window
Musikerenttäuschung des Jahres:
+Aydo Abay verlässt Blackmail.
Unterhaltungssportlerin des Jahres:
+Maryse (WWE)
Unterhaltungssportler des Jahres:
+Randy Orton (WWE)
TV-Sendung des Jahres:
+I Love New York 2 (MTV)
[Wäre es gern geworden:
+Hot Or Not (VIVA)
DVD-Entdeckung des Jahres:
+Auf Anfang [: Reprise]
::::::::::
Seltsamkeit des Jahres:
Körperlaser/röntgen per Handy
Entdeckung des Jahres:
Mumpelmonster [R]
Die Weisheiten des Jahres:
+Wenn es gut läuft, kann es ruhig spritzen!
+Wenn sie da vorne soviel sieht, wie ich hier hinten, sieht sie nichts.
+Allein ist auch fast schön.
[Wäre es gern geworden:
+Stop Bitchin' – Start A Revolution, Baby!]
Die Schlagwörter des Jahres:
+Butze
+Fiasko, Fiasko!
+Tempokiller Bodenschwelle
+Mümmeln
+Magen/Darm
+Wuselkabinett
+Etikettenschwindel
+Der Typ mit der Wunde
[Wäre es gern geworden:
+Machbar
+Möööp!
+Spalthämmer Öf Satan]
Die Überraschung des Jahres:
+Super Bleifrei:
Stand Ende Juni-> 1,60 € pro Liter
Stand Ende Dezember-> 1,05 € pro Liter
Die Farbe des Jahres:
+Schwarz
[Wäre es gern geworden:
+Weiß]
Kinofilm des Jahres:
+Cloverfield
[Wäre es gern geworden:
+House Bunny
+Die Kunst des negativen Denkens]
Die Webseite des Jahres:
[Wäre es gern geworden:
+Cometro.de]
Die Nahrung des Jahres:
+Belegtes Brötchen
[Wäre es gern geworden:
+Ovomaltine Crunchy Cream]
Das Getränk des Jahres:
+Wodko (Wodka plus Orange)
[Wäre es gern geworden:
+Kakaoretto (Kakao plus Amaretto)
Die Stimmung des Jahres:
+Blah!
[Wäre es gern geworden:
+Euphorisch]
Die Voraussicht auf 2009:
+Marathon der Fehler und laienhaften Tätigkeiten.
[Würde es gern werden:
+Die große Wende]
>>> Goodbye, 2008!
____________
[R] = Rezension/Bericht im Corvonism-Archiv auffindbar und einlesbar
Es ist alles vorbei. Geschichte. Over. Einmal noch Richtung Rückspiegel gaffen und dann aber schnell weg hier.
_____________________________

Es muss die dümmste Idee des Jahres gewesen sein. Sie hat sich gerade noch rechtzeitig vor Toreschluß auf die Spitzenposition geschossen. Weihnachten entfliehen, mit aller kompromissfreien Konsequenz. Ein paar warme Sachen in den alten Rucksack der zehnten Klasse, das bißchen übrig gebliebene 13. Monatsgehalt und diese stetig aufkeimende Wut. Worüber eigentlich? Die allgemeinen Prä-Heiligabend-Unwetterlichkeiten zwischen Familie, Freunden und Arbeistkollegen? Nein, darüber war man schon hinaus. Kopfschmerzblinkerein im Vorgarten der Nachbarn oder groß zelebriertes Glühweinschütten nach Feierabend waren als streitbares Thema seit Jahren abgehakt. Sich da aufzuregen wäre verschwendete Energie. Es war wohl der Urgedanke, einmal dieses allerorts hoch gelobte Fest der Stille dementsprechend still zu feiern, ganz ohne laute Bescherung mit Boney M. und Familie Heinz Beckers alljährlicher Fernseheskapaden. Wirkliche Ruhe.
In der Regionalbahn war es ruhig, nicht mal zum Bersten gefüllt und vor allem kontrollarm. So weit, so gut. Ein Ziel gab es nicht, würde ja nur Planungen und Entscheidungsfragen durch den Enddezember werfen. Einige Pärchen und schwer bepackte Einzelgänger verließen den Zug an dem kalten und nebligen Morgen des 24.12. innerhalb der ersten Fahrstunde. Dann wurde es übersichtlicher im Abteil und die Strecke auch immer mehr jenseits vom Schuss. An große Feierlichkeiten war zwischen Busch und Feld kaum zu denken. Der Zug blieb plötzlich stehen, ohne Ansage oder sichtbaren Grund. Er ging Richtung Tür, sah einen Berg. Hier stieg er aus. Warum, wusste er selbst nicht. Da lief er also zu diesem Berg, andere würden es Hügel oder Erdwölbung nennen. Er schaute noch einmal zurück Richtung Bahngleis, doch der Nebel nahm ihm jegliche Sicht. Er war sich schon seit den ganz frühen Morgenstunden der Wichtigkeit seines kleinen Zwangsausflugs bewusst, fühlte sich trotzdem etwas neben sich stehend. Es war ihm so leicht auf den Schultern, er hatte sein Gepäck auf dem Sitz liegen lassen. Er fluchte nicht, war keineswegs sauer, er ging dem Gipfel des Bergs weiter zielstrebig entgegen. Der Boden war gefroren. Mit seinen dünnen Sommerschuhen wäre er für manches Innerstädtisches gewappnet, nicht aber für diesen winterlichen Spaziergang. Ein einzelner kleiner Baum, eher Busch oder seltene Gattung einer Hecke stand ganz oben auf. Er stellte sich vor dieses Gewächs und schaute es an. Mit dem grünen Daumen hatte er es generell nicht so, Biologie erst recht nicht.
Es wurde ihm urplötzlich ganz anders. Wie ein Wetterwandel, ein Szenenwechsel. Es überkam ihn das Gefühl, flüchten zu müssen, gleichzeitig konnte er sich nicht rühren. Er hielt auch nie viel von Fantasy, geschweige denn Science Fiction. Doch dieser Moment auf dem Hügel strömte auf ihn ein, wie eine überdimensionale Dosis von beidem. Er wollte lachen statt mit aufgerissenem Mund um sich zu schauen, aber um ihn war es völlig stumm, alles auf tonlos. Selbst konnte er keinen Laut von sich geben. Dann war es ihm, als würde er von hinten angestoßen werden, zumindest wankte er von einer Sekunde zur nächsten nach vorne über. Fremdbestimmt, letztlich aber unbestimmt, fiel er zu Boden. Da lag er nun, mit langsamen Blick zu beiden Seiten. Die Überdosis aufsteigender Fragen konnte er gar nicht greifen. Wenn die Verkörperung von Stirnrunzeln irgendwo zur Nachfrage stände, er wäre es in diesem Augenblick perfekt gewesen. Wenn er es nicht selbst für völlig unglaubwürdig gehalten hätte, käme es ihm so vor, als wäre dieser Baum beachtlich gewachsen seit seinem Sturz. Er spendete ihm nämlich Schutz vor dem Schnee, der reissverschlussähnlich vom Himmel abwärts fiel. Von verträumter Romantik war nichts zu spüren, Schneeballschlachten mit sich selbst fielen ebenfalls aus. Er stand auf. Langsam, fast ängstlich. Als ein gewaltiger Krawall hinter ihm ertönte, drehte er sich um. Ganz kurz und noch zweimal anschließend. Wo war das Feld gebelieben, dachte er. Von Panik keine Spur. Bis er wenige Schritte voran ging, um heraus zufinden, was die Ursache des plötzlichen Krachs sein musste. Er fuchtelte mit den Armen vor sich, konnte natürlich die immer massiver fallenden Schneeflocken nicht wie einen Vorhang verbannen. Nun rannte er. Zielgerichtet und doch mit der Angst, eine Entdeckung zu machen, die der reinen weißen Landschaft so gar nicht ähnlich sei. Je schneller er rannte, desto klarer wurde die Sicht. Der Schneefall hörte auf, so wurden seine Schritte wieder langsamer. Er hielt plötzlich inne und sich selbst die Brust, konnte er doch seinen Augen nicht trauen.
Was sich vor ihm abzeichnete war das Gegenteil von Unbekannt. Er riss die Augen auf und schniefte die Nase. Sein Elternhaus stand vor ihm bzw. das, was davon übrig blieb. Verstreute Balken und die letzten Grundmauern standen lediglich. Das Bild brannte sich ein, es war ihm, wie ein Kameraauslöser mit über 100 Schüssen pro Sekunde. Gerade wollte er weiter gehen, sah vor dem geistigen Auge seine Familie, als warme Luft von links strömte. Er schaute verzögert in die Richtung und erkannte das Zugabteil von vorher. Er wahrte den Blick und stieg ein.

Im Grunde sind wir ziemlich schlecht.
Abgesehen davon ob diese, rechnerisch betrachtet, genau drei Tage, vom empfundenen Zeitfaktor mal zu schweigen, nun den ursprünglichen religiösen Hintergrund gerecht werden oder nicht,
Weihnachten kann Krampf sein und alle machen mit. Was aber, wenn man sich diesem feierlichen Supergau bei Kerzenschein entziehen möchte?
Es feiert sich angeblich lockerer in der studentischen WG oder der abgelegenen 1-Zimmer-Wohnung.
Kurzfristig sitzen gelassene Eltern sind aber das Gegenteil von lieblich, mies gewählte Ausreden jedoch das größere Übel.
Bevor also diverse Planungen bezüglich parentalen Abseilens über die Feiertage an den Start gehen, hier einmal die Topliste an ausredetechnischen No-Go’s.
01] „Ich muss arbeiten!“
Klingt direkt, leicht Mitleid auswerfend und fast stichfest.
Aber halt: Bei Arbeitsplätzen mit genereller Betriebsruhe könnte das mehr Fragen aufwerfen als erwartet.
Bei plötzlichen Krankheitsfällen im Schichtsystem oder einem last-minute-mäßig eingetroffenen Endjahresprojekt wird der Begriff Ausrede weniger
zur Hand genommen. Blöd nur, wenn sich jemand aus dem Freundes- und Familienkreis dann verplappert oder Mutti das noch eben mit dem Chef auf eigener Faust abklären möchte.
Fazit: Fragwürdig und zeigt zu viele Löcher.
02] „Mir geht es gar nicht gut!“
Au weia, das hört sich schon tragisch an. Wird es auch, schließlich ist das der potentielle Sargnagel für angedachte Feiertage ohne kollektives Beisammenschreien.
Statt Verständnis und Mitleid für den urplötzlich aufgetauchten grippalen Infekt samt seiner Nebenwirkung, dreht Mutti ggf. den Spieß um.
Da wird der Korb voll gepackt und dem Kind die Gaben eben vor Ort gebracht. Macht sich mit dem Reichen einer Wärmflasche, der Tasse Kamillentee und Unmengen
zu lieb gemeinter Genesungsworte doch herrlich. Dann schiebt Vati die Erkrankung auf den Saustall zwischen Bad und Küche und aus den Streicheleinheiten wird die große Farce.
Fazit: Schauspielleistungen meist zu unterirdisch und sind den möglichen Umkehrschluß nicht wert.
03] „Ich habe da jemanden kennen gelernt!“
Ach ja!?
Genau, seit Urzeiten als Solo-Projekt unterwegs bzw. durch eine Beziehungskrise in die nächste, aber das heilige Fest dann unabhängig von den Erziehungsbrechtigten
und in den Händen der neuen Flamme. Da wimmelt es Fragen, die Erklärungsnot steht Schlange. Wer ist das? Ist er/sie also wichtiger? Das willst du uns antun? Hast du kein Herz?
Oh oh, wenn man elterliche Tränen auf die Dominosteine grundsätzlich auslassen möchte, wirft man dieses Alibi besser nicht in die Runde.
Problem wird nämlich, wenn darauf bestanden wird, dass das gute neue Stück nach den Feiertagen doch bitte mal vorgestellt und auf Tauglichkeit geprüft wird.
Fazit: Könnte zu emotional oder verstrickt enden.
04] „Ich nehme mich dieses Jahr zurück, feiert ihr mal ohne Kinder, ganz ohne Verpflichtungen“!
Spinnst du? Selbst wenn deine Füße längst nicht mehr unter dem Küchentisch der Eltern gondeln, hast du genau gar nicht zu bestimmen oder entscheiden, was deinen Eltern gut tut oder tun könnte.
Die Ansage wird schnell als Umleitung enttarnt, um irgendwelchen Pflichten und Ritualen zu entfliehen.
Gemeinsames Singen, zu eng gewordene Kostüme in rot/weiß und der als lähmend empfundene Kirchengang: da kannst du dich nicht raus mogeln, indem du
deinen gesetzlichen Vertretern den angeblichen Aufwand durch dein Erscheinen widersagst.
Fazit: Das riecht nach Stress und tiefgreifenden Diskussionen.
05] „The Person You Are Calling Is Not Available At Present“.
Da macht es sich aber jemand einfach, alle vorhanden Kontaktmöglichkeiten per Mobil- oder Festnetztelefon und Klingelanlage mit absoluter Ignoranz zu füttern.
Nicht erreichbar sein ist eine Lösung, aber keinesfalls Patentrezept.
Hat Mutti bis zum Baumschmücken am Heiligabend nichts vom menschlichen Ableger gehört, wird Terror auf Mobilbox, ggf. Maileingang und Anrufbeantworter gestartet,
bis schließlich bei den besten Freunden, Nachbarn und der nächstgelegenen Polizeistelle Alarm geschaltet wird.
Und dann hat man nicht nur den Salat, sondern die ganze Bagage direkt vor der Haustür und von Friede, Freude, Lebkuchen ist in den besorgten bis amtlich verärgerten Visagen kaum was zu spüren.
Fazit: Verursacht schlimmstenfalls den Rattenschwanz, den man irgendwo auch verdient hat.
PS: Frohes Fest!
I LIKE TRAINS: THE CHRISTMAS TREE SHIP: 2008: FANTASTICPLASTICCRECORDS
Legende in Seidenmatt.
:::::::::::::::::::::::::::::::::::

Dass Zugfahren depressiv macht, ist ein anderes Thema, dass Weihnachten den Melancholieschub fördert, ist nämlich das heutige. Neben dem kollektiven Freischießen am Glühweinstand oder Wettlaufen in der Mall eures Vertrauens, gehört dann eben noch die von allen Seiten lauthals gepriesene Stille, Ruhe und das Innehalten zum großen Fest. Endlich mal Zeit, ohne schlechtes Gewissen tagelang durch zuhängen und seltsame Leuchtobjekte in den Fenstern der Nation als Augenhighlight abzusegnen. Mit Glück dann noch ein paar Tannennadeln im Zeh und dazu eine Reihe anheimelnder Geschichten, fertig ist’s. Letzteres übernehmen in der diesjährigen Saison übrigens die Herrschaften von > I Like Trains <, welche zwar keine Lust mehr auf Mixturen aus Groß- und Kleinschreibung oder auch Gesangsspuren haben, dafür ihre Liebe für althergebrachte Geschichten weiter ausbauen. Ergibt eine knappe halbe Stunde Shoegaze der eher klassischen Fraktion. Elegisch nennt man diese Gitarrenspuren, dramatisch den konzeptionellen Albumaufbau. Ideengeber dafür ist die Mär des gen Lake Michigan gesunkenen Weihnachtsbaumhändlers Herman E. Schuenemann aus dem Jahre 1912.
Als visueller Bonus liegt eine DVD zum Soundtrack bei.Die gut ausgeleuchteten Briten ohne verzerrte Mienen an ihren Instrumenten, eine schwarzhaarige Dame mit songabhängigem Ausdruckstanz zwischen Schneefall und Sturmszenario, und dies in gerne gesehener Schwarz-Weiß- Ästhetik.
Soll fazitös heißen: Für die Stunden zwischen dem familiären Supergau schenken > I Like Trains < das weniger erleuchtende, aber angenehm plätschernde Stück musikalischen Adventsstollen, schwerer Magen ausgeschlossen.
OPETH / CYNIC / THE OCEAN: HAMBURG: MARKTHALLE: 12.12.2008

Hauptgang ohne Zwischenfälle.
________________
Eine lange Schlange sagt noch nicht viel aus, schließlich herrscht auch am 14.Februar bei den Blumenhändlern oder zur offiziellen Freigabe der Böllerware zum Jahresabsch(l)uss großes Treiben, doch nichts dahinter. Der Freitagabend hat da schon ein anderes Kaliber auf die Speisekarte gesetzt, für den es sich sichtlich zu lohnen scheint. Das „Ausverkauft“ – Schild am Eingang war mehr Beweis als Vorwurf, dass Qualität generell auch zum Durchsetzen bereit ist.
Bevor jedoch „Schweden, Schweden“ – Parolen quer durch die gut klimatisierte Markthalle geworfen werden, stehen die Herren von > The Ocean < auf der Startrampe. Endlich einmal ein Rahmen, welcher dem Musikerkollektiv ansatzweise gerecht wird. So lieblich die Atmosphäre der Undergroundgigs mit 37 zahlenden Gästen auch sein mag, es wäre unverzeihlich, ein derart gut ausgeleuchtetes Werkstück wie „Precambrian“ unter Ausschuß der potentiellen Hörerschaft laufen zu lassen. Gerade live wird noch einmal bewiesen, dass komplexe Songstrukturen und erstaunlich präzise Durchschlagskraft nicht gegeneinander spielen müssen. Tja, Stimmung lässt sich nicht kaufen. Aber servieren schon, danke > The Ocean <.
Metal mit Hirn, die Zweite: > Cynic<. Wer sich vom Bandnamen irritieren lässt und eine Portion technoiden Grind-Alarm erwartet, wird getäuscht. Nach dem Split im Jahre 1994 folgte im vergangenen Jahr die nicht erwartete Wiedervereinigung. Für viele die Möglichkeit, von der eigenwillig-einzigartigen Avantgarde-Metal-Mixtur Notiz zu nehmen. Vertrackt, voll von Breaks und Tempowechseln und über allem diese dramatische Stimmführung, die einer ganzen Straße an Effekten zu gleichen scheint. Böse Zungen würden von der intelligenteren Ausgabe von > Porcupine Tree < sprechen.
Dann wird es laut, dank Vorfreude knisternd und fast schon emotional. Nun, > Opeth < waren und werden nie die Sorte Liveband, bei denen man Bizeps, die neue Haarfärbung oder seinen ungezügelten Alltagshass präsentiert. Mikael Akerfeldt ist Kumpel, Kritikerliebling und allürenfreier Rockstar in einem. Das macht sogenannte Lieblingsbands schließlich meist aus. Doch abseits der sich stetig vermehrenden Fanmassen gibt es auch die Leute mit der Ladung negativer Aspekte. Gut, > Opeth < können zwar auf einen beeindruckenden Katalog an Klassikern der jüngeren Prog-Metal-Geschichte zurück greifen und sie wählen auch in der Hansestadt mit Bedacht, dennoch fehlt eines: der Überraschungseffekt. Gerade die Stücke der neuesten Veröffentlichung „Watershed“ zeigen, was an urplötzlichen Wendungen und Oho!-Resultaten drinne zu sein scheint, und trotzdem will erschreckenderweise das einsetzen, was insbesondere den ewigen Innovatoren > Opeth < ein Stirnrunzeln bereiten könnte: Sie sind nicht mehr zwingend. Eher schlecht versteckte Zweitverwertung, leicht uninspierierte Riffs und Melodiebögen und die ein oder andere Länge im Songwriting wird dann auch livehaftig sichtbar. Darf man das sagen? Man darf. Nein-man muss sogar. Natürlich verliert unsere Stockholmgemeinschaft nicht an musikalischer Relevanz, doch der Ruf einer unfehlbaren Siegertreppchen-Truppe, vor allem in Livebetrachtung, sollte ihnen nicht anheften. Man sieht sich ja wieder.
Fall 24.

G. aus H.
01] Am Anfang war der…Zufall.
02] Wunden soll man…nicht auf die leichte Schulter nehmen.
03] Jede/r Gang macht…viel Dreck/müde Beine.
04] Morgenpost: Anstieg internationaler Messerfeten…My Knife-It’s sharp and chrome.
05] Parammpammpammpamm…Ohne mich.
06] All diese Ratten im Gemäuer…Die Legion Nyarlathoteps.
07] Willkommen in Postrockbrauxel…Einwohner: 0 + die, die nicht loslassen können.
08] Sieh das nicht als Vorwurf sondern Information…Du hast da etwas Kot in deinem Gesicht.
09] Ojos Del Salado…Me Recuardan De Aceitunas.
10] Ohoh! Sie haben keine gute Nachricht…Mach das Fenster zu.
11] Schlaflos in Bremen…Und kein Geld, um aus diesem Loch zu verschwinden.
11 ¼] Verpiss dich, du Kunst-Juppie!…Verpiss dich, stirb und nimm den Postrock gleich mit.
12] The Fictionist Formerly Known As…H.P.L. – Hans Peter Liebeshandwerk.
13] Schweißhände in der Verlängerung…Knall das Ding rein, Torres.
13,333] Und am Ende war er nur ein Rocker…Kann man nichts machen.
Kinder, wie die Zeit vergeht, wie schnell klopft der alte Mann samt Rute.
Bis dahin werden uns noch so einige verschwendete Stunden im übertrieben klimatisierten Einkaufscenter der Wahl oder lähmenden Surfsessions auf den einschlägigen Geschenkpages ereilen- müssen sie aber nicht. Schließlich gibt es genug zu tun, da wird das Suchen nach Präsenten mit dem Glücksgriff-Effekt nur zum bösen Galgenhumor der Adventswochenenden.
Corvonism hilft gerne und hat bereits nach links und rechts geschielt, um einige der ansehnlichsten Vorschläge an das Corversum zu leiten. Schleichwerbung sieht im übrigen anders aus. Augen auf, Geldbörse auch, es folgen die Tipps 2008.
:::::::::::::
TIPP 01] Lieblingsempire-Kalender 2009

Was haben Benjamin Bartosch und Christoph Schwarze gemeinsam?
Wer weiß das schon so genau. Fakt ist: ihr Kunstprojekt „Lieblingsempire“ wirft in diesem Jahr bereits zum dritten Mal die Sorte Monatskalender unter die Menge, welche sich sowohl im aufsteigenden WG-Wohnzimmer, als auch den Arbeitsraum der Erziehungsberechtigten oder gar des hippen Chefs seinen Platz bahnen darf. Wie schon in der letztjährigen Fassung geben internationale Künstler ihr Schaffen preis, das Motto lautet „Music Makes The People Come Together“. Wie passend, im runden Geburtstagsjahr der Queen of Pop.
Das Resultat blickt einem im kecken Dutzend entgegen. Abwechslungsreich und vielseitig ist die Devise, vom Cover bis zum Flyer-Artwork. So niedlich der Hasenkalender der Bücherei oder simpel das kostenfreie Stück Papier der Sparkasse auch ist, wenn man sich bzw. seinen Liebsten (plus deren zu kahle bzw. zu vergilbte Wände) ein lohnenswertes Geschenk machen möchte, greift man stilsicher und mit Gewissheit der Nächstenliebe zum „Lieblingsempire“-Kalender 2009.
Vorschau, Kontakt und Bestellmöglichkeit: www.lieblingsempire.org
::::::::::::
TIPP 02] Dustin Kensrue: This Good Night Is Still Everywhere

Was haben Mariah Carey, Wham! und Bonnie M. gemeinsam? Okay, außer dass sie die Kante der musikalischen Relevanz nicht mal annähernd streifen. Sie flöten sich alljährlich durch die gut geheizten Wohnstuben des Volks. Dabei gibt es doch Alternativen, die nicht mal unbedingt wie welche klingen. Der liebevolle OC-California-Weihnukkah-Sampler oder auch die fast epische 5-EP-Box aus dem Hause Sufjan Stevens z.B. sind sympathisch, fallen den schnell irritierten Großeltern trotzdem nicht negativ auf.
Der Weihnachtsmann 2008 wird von unserem Thrice-Frontelch gemimt. Dass der Herr abseits szenetypischer Klänge seine mehr und mehr offenbarte Leidenschaft besitzt, war seit dem Solo-Ausflug und spätestens dem zurück liegenden Quartett der Elemente raus. Nun ist es also das Weihnachtsfest, dem gehuldigt wird. Dabei ist natürlich weder die böse Rute ausgepackt, noch der experimentelle Klangteppich verlegt, Mr. Kensrue präsentiert sich klassisch. Stilvoll, songorientiert und doch konservativer als erwartet, singt er sich durch seine acht vertonten Evergreens plus zwei Originale. „Christmas (Baby Please Come Home)“ eröffnet die Bescherung beschwingt, „This Is War“ schließt passenderweise mit dem Hauch kämpferischer Andacht.
Erhältlich ist dieser Adventsspaß jedoch nicht im Plattenladen eures Vertrauens, sondern via iTunes als Download. Zusammen mit einem selbst gebastelten Cover plus Widmung auf dem Ex-Rohling geht das dann als Geschenk der/für Herzen durch.
Ladestelle: www.dustinkensrue.com
::::::::::::
TIPP 03] Gute-Laune-Duschkopf

Das Leben ist grau genug bzw. Duschen sollte viel farbenfroher ablaufen? Nichts leichter als das, ab sofort spritzt es bunt von oben.
Als Weltneuheit und Neuentdeckung im Bereich der innovativen Wellnessbewegung gefeiert, hat sich dieses Stück Badekultur seinen Weg auf die Wunschzettel der Republik gebahnt. 12 kleinen LED-Lampen, dem natürlichen Wasserdruck und einer eingebauten Turbine sei Dank, leuchtet sich das H20 einmal durch die fröhliche Farbpalette. Also, keine Batterien vonnöten. Außerdem sorgt ein ein Wasserspareinsatz für Duschen in Maßen. Der Gute-Laune-Duschkopf passt auf jeden Wasserschlauch und ist einfach montierbar. Der absolute Clou ist der alles flashende Leuchteffekt im Dunkeln, yeah yeah. Die abzugebenen 49,95 € sind den futuristischen Wasserspaß doch allemal wert, da freut sich die ganze Wohngesellschaft.
Bestellung an: info@sharki.de
::::::::::::
TIPP 04] Play-Doh Octopus Spiel

Es ist wie mit dem Wühlen im Sand oder Kopfkissenschlachten, man vergisst irgendwann, dass das Gaudi bringen kann.
Knete ist toll, in Verbindung mit dem kecken Octopus samt seiner sechs beweglichen bis abnehmbaren Arme um so mehr. Das Fischspiel schleudert mit Glück Fische in seinen Kopf, klingt herrlich-ist es auch. Anbei eine Reihe von Knetformen zum Erstellen von Muscheln und anderen netten Meeresfreunden. Hier steht der Spaß eindeutig vor der pädagogischen Wertigkeit.
Info: www.hasbro.de
_____________
TIGER LOU: HAMBURG: ÜBEL & GEFÄHRLICH: 03.12.2008

Bahn frei für „Fehlerfrei“.
_____________
Es herrscht ja die Auffassung über bestimmte Bands, welche man nur hassen oder lieben kann. Doch wir sind hier nicht bei > Metallica < oder gar > Deichkind <. Im Grunde bleibt einem nichts anderes übrig, als diese Schweden in sein Herz zu schließen. Wo man quasi bereits beim Fazit des Konzertabends im Bunker angelangt wäre: Wer dem guten Ruf der Jungs um Karl Rasmus Kellermann nicht so recht trauen wollte, wurde erbarmungslos übermannt. Wer bisher nur von „The Loyal“ angetan war, hat spätestens morgen die komplett in chronologischer Reihenfolge gespielte neue Scheibe „A Partial Print“ auf Heimrotation. Wer den Tiger bisher ganz gerne mochte, wird ihn nun innig lieben.
Es ist verzwickt und unverständlich, doch es mangelte an Fehlern, kleinen Patzern oder möglichen Längen. Da passt kein „zeigte sich stets bemüht“ oder „befriedigend“, weil es mehr als das war. Perfektionisten und Männer in absolut künstlerischer Eigenregie gibt es im Musikbereich nicht wenige, doch wer schafft es menschlich sowohl auf Platte als auch livehaftig durchweg sympathisch und weitestgehend selbstlos rüber zukommen? Billy Corgan, Mike Patton und Conor Oberst wohl nicht. Herr Kellermann hat mit seinem Projekt > Tiger Lou < nicht nur jede Menge vor, sondern hat die Taschen auch voll mit Kreativität ohne Haltbarkeitsdatum, aber mit Massentauglichkeitsstempel. Popmusik mit ordentlich Hirnmasse ausgelegt und ein neuer Beweis, wieviel innerhalb vier Minuten an Stimmungsbögen und songwriterischen Glücksgriffen gehen kann.
Wenn sich vor Ort schon so dicht gedrängt wird und die liebenden Mitmenschen nun tonale Wangenstreichler wie „So Demure“ und „Coalitions“ als ihren neuen Soundtrack zum Knuddeln entdeckt haben , ist der Begriff „Hype“ zwar da, wird aber wertungsfrei wieder verworfen, schließlich hebeln sich im > Tiger Lou <- Fall Gerechtigkeit und Berechtigung eben nicht gegenseitig aus.
Dass Hamburg fast schon heiß auf den gut gezähmten Tiger ist bzw. die Band Spielfreude plus Euphorie im Alsterwasser hatte, ist nicht zu überhören/sehen. Da ist es fast klar, dass nach den zehn Stücken der beworbenen Neuerveröffentlichung natürlich nicht Ruhe in der Truhe ist, sondern ein kleiner Zuschlag an vorigen Hits nach kommt, auch mit gesanglicher Unterstützung Frau Kellermanns, die mit ihrer Elektropopkapelle > Firefox AK < zusätzlich den Opening Act gab.
Als das Licht angeht und die Garderobenschlange sich rasch verdichtet, wird es ebenso am Merchandisestand eng. Verständlich, ist neben dem Liveerlebnis als perfektes drittes Kalendertürchen, weiterhin die im Fokus der Tour stehende „A Partial Print“ das Nikolauspräsent der Wahl. Und auch das selbst Beschenken soll ja glücklich machen.
DEVIL SOLD HIS SOUL: HAMBURG: MARKTHALLE: 01.12.2008

Die Besten nach vorn.
______________
An gestürzte Kreuze wird man dank EMP-Katalog oder wandelnden Black-Metal-Shirts ja regelmäßig erinnert, gestürzte Festivalreihen sind dann doch eher selten gesehener Gast. Die herrlich plakative „Santa Slaughter“-Eintages-Festivaltour beweist mal wieder, dass Gerechtigkeit wohl nicht immer siegen soll. Dreht man das Line-Up der europäischen Livereihe einmal auf Kopf, hat man den Abend, den es sich zu geben lohnt. Doch Geschmack ist weder streitbar, noch käuflich, daher schleicht der Abend in Hamburg mit drei eher zwiespältigen Vertretern der Hardcore-Zunft Richtung Bedeutungslosigkeit.
> Bury Your Dead < werfen als Headliner die Portion Groove, Schwung und 2001er Nostalgieschwingungen in das Marx, welche > Full Blown Chaos < nicht besitzen wollten oder konnten. Dass > Emmure < derzeit hoch im Kurs der Stardust-Fraktion stehen, war abzusehen, dieser „Mehr-Schein-als-Sein“-Auftritt dann aber doch nicht.
Die Hansestadt spart bekanntlich an Freunden der schrägmetallischen Sparte, dementsprechend übersichtlich zeigen sich die üblich-verdächtigen Locations meist besetzt. Wer dies übersehen sollte, wird mit Hilfe von > Time Has Come < nicht nur einmal daran erinnert. Mikrohalter Marcel schmiert das seiner Stadt ja generell unter die Nase, ändern tut das nichts. Wir sind weder in Berlin, noch Belgien oder London. Und auch nicht am besten Tag der Lokalmatadoren, dermaßen routiniert läuft der Gig runter. Das Material der „White Fuzz“-Scheibe bleibt trotzdem mehr als Bollobollo-Ballaballa, den es ja anschließend zu Genüge schüttet. Zurück bleibt der Verdacht einer gesanglich leichten Kehrtwende oder Erweiterung- wird sich zeigen.
Den letzten beissen die Hunde oder haben es einfach nicht verdient, das eigentliche Highlight der Nikolausrockreise vor die Augen/Ohren gestellt zu bekommen. Qualitativ vollmundiger als mit den Briten von > Devil Sold His Soul < kann es quasi kaum starten. Die unpassenden Lobhymnen des Kerrang!-Magazins („Grossbritanniens Antwort auf Tool“) lassen wir außen vor. Die Jungs um Sänger Edd Gibbs gehen schließlich einen Schritt weiter. Atmosphäre gibt es nicht im Sonderangebot, Stimmung erst recht nicht- > Devil Sold His Soul < haben da die naturgegebenen Fühler für. Wild überschlagen tut sich hier nichts, Polterabend fällt ebenso aus, Erfüllung von plumpen Klischees sowieso- von der „Darkness Prevails“- EP bis zur unglaublichen „A Fagile Hope“ von 2007 tönt alles durchdacht, reif und fertig und trotzdem nicht abgestanden. Sie fallen dermaßen positiv aus dem Rahmen, dass es schon wieder verdächtig ist. Zurück bleibt das Wissen von gut und böse, pro und contra und dass man kotzen könnte, sechs gelangweilte Armverschränker neben sich stehen zu haben.

+IN+
+Küche als Freizeitlocation. Milch mit dem Schuss Kakao, fremdgebackenes Kekswerk, brutzelnde Pfannen und Kommunikation zwischen Banalismus und (später) tiefgreifendem Semi-Optimismus in Reichweite, da kommt die erwartete Kuschelstimmung von ganz allein.
+Sich offensiv wundern. Große Augen und offene Münder mit Hand davor, das darf nicht, es muss.
+Winterliches Schlittern und Rutschen. Kindisch, unpassend, gefährlich? Keep on rollin’, baby (gerne mit den Sommerchucks)!
+Spaziergänge der ungeplanten Sorte. Können gerne unter der Pflichtladung Advent abgehakt werden. PS: Traue niemals Ortsansässigen.
+Sich anbahnende Veränderungen und Richtungswechsel. Es bleibt jedoch vorerst ein Gefühl. Auf diesem sich nichts einbilden, sondern aufbauen.
+Tankstellen. Möglicherweise auch der lieblich grinsenden Bedienung oder des latent stimmungsaufhellenden Benzinduftes wegen, die verdächtig niedrigen Zahlen an der beleuchteten Aushängetafel sind derzeit jedoch Besuchsgrund Nummer 1.
+Tanzchoreographien. Ja ja, will nur wieder niemand zugeben, bei Rollo unten werden die > Pussycat Dolls < dann doch wieder ganz euphorisch imitiert.
+Kleine Gesten, große Wirkung. Elefantismus kann punkten, tut es aber nicht.
+Dösen und Durchhängen. Die Ruhe vor dem Sturm, doch in den Seilen zu hängen, tut irgendwann weh.
+Nachteinkäufe, gerne im Anschluss an den Nachmittagsschlaf. Besser jedoch ohne EC-Karte im Gepäck.
+Spruch: Natürlich darf man das Leben genießen, nur sollte man das nicht unbedingt sehen.
_OUT_
_Vorfreude auf das kommende Jahr. Alles dicker, größer, besser? Bälle flach halten, schließlich ist es immer das selbe: Dieses Jahr wurde nur drüber geredet, nächstes Jahr wird gehandelt. Pfff.
_Frostbeulen feat. Frusteulen. Zittern, winseln, vor Gnade flehen- das muss nicht sein. Alter, mach den Ofen an.
_Aufgedrängelte Wunschzettel. Die Anhängsel wollen sagen und wissen, was man unter dem leuchtenden Baum eingepackt sehen möchte? Hä, wo bleibt denn da die freie Basis? Weihnachten als Fremdbefriedigung- wäre doch schade und Unsinn.
_Dicker Schädel – nix dahinter. Wenn es schon brummt, dann bitte nicht grundfrei.
_Mitmenschen satt gefüllt von Neid, Missgunst und Eifersucht. Wiegen wir nicht alle schon zu viel?
_Auf das Wochenende hin arbeiten. Moment mal, hatten wir das nicht schon mal? Ja, etwa in der 9.-13. Klassenstufe. Dabei war doch das freudige Mitnehmen eines auch eher fiesen Montags oder drögen Mittwochs schon gang und gäbe.
_Keimzelle Wohnstätte. Mit der Höchstzahl an fernländischen Mikroorganismen in Dusche oder Müslidose punktet man anno 2008 sicher nicht mehr.
_Musikergespräche. Verkapptes Fachwichsen und Diskussionen mit Sackgasse.
_Sparmaßnahme Winterutensilium. Schön dumm, schön kalt.
_Stonerrock. Ganz schnell weg vom Steinbruch.
_Aufbauschen von eigentlichen Nebensächlichkeiten oder erst bevor stehenden Ereignissen, Toupieren geht hinter Studieren.
_Ecksteher. Schlimmstenfalls mit unwissender Miene und planloser Mentalität- seltsame Freizeitpiraten.
_Mangelerscheinung Parkplatz. Böse Seelen hoffen auf baldige Umfunktionierung von Spielplätzen und Parkanlagen.
_Sich der Schuld nicht bewusst sein bzw. dies seifenoper-tauglich vorgaukeln.
____________