Corvonism

MOLOTOW forever! bzw. die Sage vom Clubskandal 08. | August 15, 2008

Hamburgs Luft ist herrlich großstädtisch, letztlich aber vor allem dreckig. Voll von Abgasen, krank machenden Kleinstlebewesen und vor allem Gerüchten, die die Welt wohl braucht.

Neuestes Exemplar der patzigen Sorte, traut sich ja fast niemand auszusprechen.

Man soll allerdings auch heiße Eisen anpacken und so zeigt sich Corvonism erneut als wagemutiger Vorreiter.

Was war es für ein Aufschrei und Welle der Empörung. Das kellergewordene Stück Kulturgut namens > Molotow < soll seine Pforten schließen, für alle Zeiten, unausweichlich. Grund sind wir alle. Wir trinken zu wenig frisch Gezapftes am Tresen, stattdessen wird sich in der anliegenden Esso-Tanke ordentlich und kostengünstig zugeladen.

Hm, das soll der hauptsächliche Hintergrund des Ruins der Reeperbahn-Institution sein?

Die Besucherzahlen blieben konstant, die Popularität deutschlandweit war ungebrochen, trotzdem soll der Sarg schon gezimmert sein?

Unterschriftensammlungen, große Protestaktionen im Netz und regelmäßige Treffen zur Lagebesprechung vor Ort bis hin zu ausgedehnten Spendeaufrufen > es rappelte gewaltig. Doch jedes Rappeln setzt auch Geheimnisse bzw. Verdächtigungen frei.

Der Begriff > Molotow < allgegenwärtig und für manch inzwischen clubdesinteressierten Mensch ein Grund für ein erneutes Aufbäumen gegen plötzliche Veränderung in der Hansestadt.

Sind die Zeiten des klaren Selbstläufers > Molotow < vorbei? Gibt es eigentlich kein absehbares Mietende?

War es der perfideste Plan, den Laden mal wieder überregional zum Thema und damit zur Club-Attraktion 2008 zu katapultieren?

Summa Summarum, die schlaueste Promomaschinerie des Jahres, und keiner will es merken? Der unerwartetste Fake der Clublandschaft, den niemand auf dem Zettel hatte? Thema nur des Themas Willen?

Kommentare sind gewiss, frühzeitige Leichenfledderei inklusive.



Veröffentlicht in LE SPECIALE

1 Kommentar »

  1. Clubsterben hin- oder her. Wenn ein Club sich nicht mehr tragen kann ist das zwar schade aber ihm ist doch auf Dauer nicht mit ein paar Benefizkonzerten und gespendeten Euros geholfen. Und wozu, wenn sich der Club schon selbst aufgegeben hat? So eine Heilung oder Rettung muss doch von innen heraus passieren. Gerade wenn doch die Besucherzahlen angeblich gut sind. Hallo denkende Menschen!

    Kommentar von nobody — August 21, 2008 @ 8:37


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