Corvonism

RIVAL SCHOOLS: HAMBURG: HEADCRASH: 03.06.2008 | Juni 7, 2008

Kein Hitzefrei für 2002.

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RIVAL SCHOOLS: HAMBURG: HEADCRASH: 03.06.2008

Fazit in 5 Akten.

Konzerte, die in kleinere Locations wechseln, haben was das Ansehen betrifft, von vorne herein weniger Chancen. Aber ach, verschleiern kann man letzten Endes doch nichts, und so wird eben das kleine und noch recht gesichtslose Headcrash Zeuge eines Comebacks. Dort bleiben peinliche freie Ecken zumindest außen vor.

Südländische Dampfbäder waren nie cool. Den Verlust an Flüssigem kriegt man doch nie mehr rein. Spätestens wenn man merkt, dass der Typ nebenan ja noch mehr abschwitzt, entwickelt sich aber eine verkappte Drüsen- Competition. Einfach fließen lassen, schon wird man gelassener.

Natürlichkeit ist wohl doch Trumpf. Außerirdische Frisuren, Figuren und Tinkturen gibt es weder vor, noch auf der Bühne. Locker, unverkrampft und eindeutig mehr sympathisch als apathisch geht es hier zu. Da zeigen sich die inzwischen sechs vergangenen Jahre und die Verschiebung des Begriffs >Emo<.

Jemanden wieder zu sehen, den man im Grunde gar nicht vermisst hat, muss nicht immer aufregend sein. Kann es aber. Und vor allem kann es Vergangenes völlig neu beleuchten. Oh, war’ ne gute Zeit, anders aber gut. Wiedersehen geglückt, Vorfreude auf ein Neues an Bord.

Auf Remakes kann man pfeifen, kann man sich aber auch mal erhoffen. > Reality Bites < in der 2009er Neuauflage wäre eine Runde Händekribbeln wert. Und die Szene im coolen Liveschuppen dürften bitte die Jungs um den scheinbar dauerjugendlichen Walter Schreifels bekommen. > Travel by Telephone < war nicht ohne Grund immer der potentielle Mid- Twenty- Großstadtsong für nach Ladenschluss.


Veröffentlicht in THE STAGE OF NO RETURN

1 Kommentar »

  1. Et tu, Brute?

    Kommentar von d. — Juni 8, 2008 @ 5:03


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