
: Du sollst nicht lügen. Das können andere besser.
: Ja ja, ich soll auch nicht trinken, was andere wohl auch besser können.
: Was ist denn mit dir los, unausgeglichen?
: Was soll schon los sein? In dem Moment, in welchem die Frage kam, hast du doch schon an was anderes gedacht bzw. deine Antwort vor dir. Diese soll bitte unpersönlich sein, vor allem auch wenig anstrengend und nicht zu offenherzig.
: Aber nicht lügen?
: Aber auch nicht zu offen mit den Karten spielen.
: Einer bescheißt doch eh immer.
: Und der Gewinner steht schon von Anfang an fest.
: Mitmachen ist alles.
: Genau wie Wissen.
: Und Geld. Wobei letztlich kaum niemand deinen aktuellen Kontoauszug an der Pinnwand hängen hat.
: Wieder mehr Schein als sein?
: Wir lassen’ s sein.
: Wird mir an dieser Stelle auch zu schwierig.
D. aus H.

01] It started with a…n A and ended with a Z, but in-between there were also numbers.
02] Diese Gruppenballspiele…haben am Ende meistens nur einen Sieger: Pakistan, wo weltweit die meisten Fussbälle produziert werden; ich hoffe es ging um Fußball, oder?
03] Freie-Körper-Kult-Uhr…im Sommer trage ich erst recht keine Uhr.
04] Schulrivalismus…auch genannt Walterschreifelia, ist eine Krankheit, die einen ewig jung und frisch aussehen lässt.
05] Total hohl…ist Helmet und Kohl.
06] Lass uns Steine am Strand sammeln…damit sich die suizidgefährdeten Fische und Quallen nicht schon wieder verletzen.
07] Wehe, wenn sie…mich noch mal an das Thema Schlaaaaand-EM-Fussball ansprechen!
08] Siesta Siesta…nix da Party, the big sleep forever!
09] Eine Kanne Kaffee?...nicht für mich, ich blieb, bleibe und werde bei Tee bleiben.
10] 6-4-2-…der erste Takt jeder beliebigen Post-Rock- Band ist nicht mal annähernd vorbei
11] Einladung: Blockparty für alle…Blumen für die Frauen, Eis für die Kinder, Bier für die Männer… bei zweihundert Grad für fünfzehn Minuten backen und KEINE EIER!
12] Kein Bauernfrühstück der Welt…kann ein Sonntagsbrunch werden.
13] The end is the beginning is the end…of the Billy Corgan Glatze.

Typische Szene: Der helle Bastard brutzelt ordentlich runter, Wasser fließt vom Körper, Speiseröhre und Rachen nehmen Wüstenverhältnisse ein, und im ganzen lechzt man nur nach so einem frostigen Ding zum Lecken.
Und wie sagte Mutti schon mit überzeugender Stimmführung: „Steck dir nicht alles in den Mund“ !. Mit Recht, wohlgemerkt. Schließlich müssen die 3 Euro in der Bermuda befriedigend gespendet werden, einen enttäuschenden Erfrischungsflash kann man sich zwischen Flip-Flop-Gelatsche und Stirnwischen nicht erlauben.
In der Eistruhe der Wahl tut sich dann der große Wettbewerb auf. Das dicke Schwarze mit Noppen oder lieber das rosa-weisse Sandwich? Die wohl längste Erfrischung der Welt ist aber fernab von Erdbeer-, Vanille- oder Mandelgeschmack. 25 cm lang, gut gebräunt und mächtig gesüßt- wie es sich für ein erfrorenes Stück Cola eben gehört.
Mit Vorteilen spritzt dieser inzwischen bereits klassische Langnese-Vertreter nur so um sich. Die Handlichkeit dank der schlanken Papphülle ist vorbildlich, nur bei zuviel Drückeffekt könnte es zum fatalen Eisflutsch führen (Selbsterfahrung hilft). Statt dem überteuerten Schluck Coca vom Eckcafe von überforderter Blondine serviert, kann man sich am > Calippo Cola < ungeniert gütig tun. Die Suchtgefahr ist durch beachtlichen Zuckergehalt auffällig hoch. Nicht grundlos hat das braune Elend im allgemeinen Ansehen ähnliche Evergreens der Eisbelegschaft, wie > Ed von Schleck < oder den > Flutschfinger < weit hinter sich gelassen. Gerade der immer übrig bleibende Schluck Colasuppe am Leckende rundet den sommerlichen Genuß ab. Bevor das ebenfalls hart umkämpfte Eisgenre der hier Tribute gezollten Marke den Garaus macht, wird noch mal an die Nation appelliert-Lick that!
Rock you like a Hurricane.
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HURRICANE FESTIVAL: SCHEEßEL: 20.-22. JUNI 2008

Es herrschte wieder das große Bangen. Würde das > Hurricane < auch in der 2008er Fassung seinem Namen gerecht werden und die Besucher mit einem furiosen Unwetter ein Grand Finale schenken. Die Vorraussetzungen waren reichlich günstig, schließlich wanderte über Scheeßel drei Tage lang unregelmäßig, dunkel gefärbtes Wolkengut. Letztlich wurden die 70.000 Angereisten doch verschont bzw. enttäuscht, zog das am Sonntag groß angekündigte Hagel- und Sturmmeer brav am Gelände vorbei, und so blieben die Traktorfahrer der Region vergebens in Wartestellung.
Dabei hätte es das passendeste aller Unhappy-Ends werden können, Thom Yorke verzweifelnd winselnd in der visuellen Apokalypse. Wobei > Radiohead < erwartungsgemäß ihr eigenes Blitzwerk auf die Bühne stellten, und somit passte wieder alles. Gelungen war auch die Songauswahl, die natürlich nie alle zufrieden stellen kann. Mit zu vielen Klassikern im Arsenal lebt es sich eben nicht unbedingt leichter. Und UK’s Finest lassen einen emotional ungewollt immer im Regen zurück, davon leben sie bekanntlich auch.
Ähnlich aufwühlend zauberten sich > Sigur Ros < durch ihr Set. Ganz ohne Versteck- und Schattenspielerein meisterten sie ihre Rolle. Das nahm viel von der Mystik, ließ letztlich aber doch tiefer blicken. Die verträumten Blicke der Lauschenden blieben natürlich nicht aus, wenn auch die neu gewonnene Leichtigkeit der Isländer immer wieder kurz durch schimmerte. Vielleicht ist auch der schönste Winterschlaf eines Tages vorüber. Da heißt es, Augen offen halten.
Wider Erwarten schwach geölt zeigten sich die Jungs vom > Black Rebel Motorcycle Club <. Was war los? Kater, Bier zu warm oder doch der Ausstieg von Drummer Nick Jargo? Die Antwort steht noch aus.
Was an sommerlich anmutenden Klängen aus dem Hause > Calexico < an die Menge gesendet wurde, ließ wenig Fragen offen. Das war die Portion Kultur und Weltmusik, die man nach einem entsetzlichen Auftritt von z.B. > Monster Magnet < auch schuldig war. Herr Wyndorf ist nach seinem ausgedehnten Exzessen nun völlig außer Rand und Band. Da helfen die alten Gassenhauer dem Gaul auch nicht mehr aus dem Dreck.
Ihrer Form hinterher rennen, scheinen leider so manche. > Maximo Parks < Sommer scheint wohl auch vorüber, zumindest ist all die hibbelige Spannung aus den Tanzteehits verschwunden. Und auch die > Foo Fighters < lieferten außer einen soliden Auftritt nichts weiter ab. Hinzu kamen die recht ungünstigen Soundverhältnisse der grünen Bühne und ein anscheinend nicht völlig feierlauniges Publikum.
Dazwischen mauserten sich natürlich auch ein paar Überraschungen. Die Koblenzer Herren von > Blackmail < bewiesen einmal mehr, dass sie nicht nur ein klasse neues Album vorgelegt haben, sondern leider wohl auch dauerhaft die Underdogs spielen müssen. So hoch konnte das Zelt gar nicht sein, dass die übergroßen Refrains ihren verdienten Raum erhalten. Genügend Stehplätze dagegen war bei den australischen Newcomern von > Operator Please <, die mit wild gewordenem Dance-Punk samt Violinenattacken die Ohren kräftig lädierten. So jung und so laut, arme Musiklehrkraft.
> Bat For Lashes < dagegen stellen mal wieder die Erwartungen auf den Kopf. Glaube niemals den Bandtexten der Festivalplaner, heißt es. Aber sie waren dann doch alles: hypnotisierend, düster, packend und doch unbefangen.. Vor allem aber die Vertreter der These: Nichts geht ohne Rhythmus.
Der Begriff Postrock will und darf im Falle von > Oceansize < inzwischen nicht mehr greifen. Trotz dem enttäuschenden aktuellen Album wurde zum Samstag Abend mit einer fast beängstigenden Durchschlagskraft bewiesen, was progressive Gitarrenmusik außer Fliegen noch so alles kann. Herzschrittmachertragende bitte draußen bleiben, das ging durch.
Genau wie die eigentlich ungewollte Nerveisenstimme der Bassistin Charlotte Cooper von den > Subways <. Jugendlichkeit darf gerne anders klingen. Überbewertet die nächste: < Razorlight >. Gitarrenmusik für das Radioprogramm. Und die lieben Buben von den > Kooks < zeigten mal wieder, dass man mehr als übergroße Ziele bzw. Selbstüberschätzung braucht, um an den Status der Prog- Legende > Pink Floyd < zu gelangen. Mit diesen federleichten Strandliedchen wird das so bald nichts. Aber ja, knuffig soll angeblich auch ein gängiges Kriterium sein. Mehr Puff als Knuff gaben die Big Beat- Pioniere der > Chemical Brothers < zum Besten. Epileptische Lichtschau zur Hitreihe, erwartungsgemäß das satte Kino der Sinne.

Wie das eben so ist mit einem Wochenende zwischen Sitzungen am Zelt, Warten am Bierstand und Hüpfen im Staub. Wo Sonne ist, ist auch Schatten. Wo gearbeitet wird, fallen Späne. Wo Enttäuschung ist, kommt auch Vorfreude. Schließlich vergehen die Tage wie im Sauseschritt und der Ticketanbieter eurer Wahl hat wieder einen neuen Eintrag für den Suchbegriff: < Hurricane 2009 >.
Es ist Samstag und damit kehrt eine der ältesten Fragen des menschlichen Daseins in die Umkleideräumlichkeiten. Fällt die Entscheidung dermaßen schwer, müssen, wie so oft, Aussenstehende über die Garniturwahl walten.
Thema in diesem Falle: Hippieparty. Nun ist es an euch, den Favoriten des modischen Zweiergespanns ausfindig zu machen und hierr offen kund zu tun.
…and the nominees are:
MODELL 1 >>>

MODELL 2 >>>

Jede Stimme zählt, weil schließlich die Stimmung zahlt. Meinungs- und Wahlfreiheit bitte umgehend offiziell ausleben!
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Musik ist die Welt für dich bzw. du bist Musik? Da liegt doch nichts näher als dieser charmanten Einstellung mal auf den hoffentlich gut geputzten Zahn zu fühlen. 24 Fragen mit wechselndem Härtegrad, aber immer mitten in der Relevanzlinie. Also nichts wie losgelegt und auf den Antwortbuzzer klopfen. Die jeweils angegeben Buchstaben der korrekten Antworten zusammen gesetzt ergeben DEN Slogan der Saison. Bei richtigem Ergebnis warten pralle Geschenke und Überraschungen, versprochen!

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01]
Ganz genau und ohne Wertung: Geordnete Listen erfolgreicher Musikstücke.
> 2.Buchstabe
02]
Der Show-Klassiker fast ohne elektrischen Zusatz, aber so manchen musikhistorischen Erinnerungen.
> 11.Buchstabe
03]
„Niemand kann ermessen, wie wichtig sein Einfluss war und wie groß die Leere ist, die er hinterlässt. “ – Frank Sinatra
> 12.Buchstabe
04 ]
Ein Mann mit inzwischen ordentlich dichtem Bartwuchs, hatte seine spirituelle Erleuchtung bereits und ist bekannt für Lobpreisung des Vater/Sohn-Verhältnisses.
> 1.Buchstabe
05 ]
Geht nicht ohne, es sei denn man mag das Untergrunddasein mit Haut plus Haaren.
> 3.Buchstabe
06 ]
Einer der wohl ewig missverstandenen Radiohits aus dem 1984 veröffentlichtem Erfolgsalbum gleichen Namens. Das Gegenteil einer patriotischen Hymne.
> 3.Buchstabe
07 ]
Kostenloses Musikmagazin, welches alle zwei Monate erscheint und sich inhaltlich dem Metal, Hardcore und Emo widmet. Wird im nordrhein-westfälischen Solingen ausgespuckt.
> 2.Buchstabe
08 ]
Fragwürdiges One-Hit-Wonder aus dem Jahre 1994. Mit Lyrics, die trotz höchster Chartsplatzierungen niemand völlig überzeugt wiedergeben konnte. Zumindest knallte der Beat gut.
> 4.Buchstabe
09 ]
Schlaue Prog- Pop- Bande aus Seattle. Ganz ohne Grunge, aber mit Vorliebe für Raubtiere.
> 3.Buchstabe
10 ]
Der Begriff bezeichnet Schwindel, Diebstahl und Plagiat. Letztlich lebt die Branche davon.
> 2.Buchstabe
11 ]
Musikgenre, welches Mitte des neuen Jahrtausends einen merklichen Boom erlebte. Anscheinend gibt es mehr Menschen mit Vorliebe für fliegend- schwebende Soundwelten mit Mangel an Stimmeinsätzen.
> 3.Buchstabe
12 ]
Organführerin der Vorreiter eines ganzen Musikstils, der letztlich nur jeweils einen Beat ausließ und statt mit geschwellter, mit eher zurück haltender Brust hausieren ging.
> 2.Buchstabe
13 ]
Paradewort des verstorbenen Alice in Chains- Sängers Layne Staley, am liebsten natürlich schön lang gezogen.
> 1.Buchstabe
14 ]
Business-Plattform der Musik- und Entertainmentbranche, welche jährlich in Berlin statt findet.
> 5.Buchstabe
15 ]
Oft unnötig, weil seelenlos. Der Nostalgiefaktor zieht kommerziell jedoch immer wieder ertragreiche Blüten.
> 3.Buchstabe
16 ]
Virtuelles Kunstprojekt, welches noch in den Kinderschuhen steckt, aber dem Namen nach womöglich eines Tages die Herrschaft übernehmen könnte.
> 9.Buchstabe
17 ]
Die Scheibe, die vor allem durch neue Vermarktungspfade weltweit für Aufmerksamkeit sorgte. Dabei ist die zugehörige Band seit jeher für Individualität und Vorreitertum bekannt.
> 8.Buchstabe
18 ]
Einflussreichstes Debütalbum aller Zeiten aus dem Jahre 1967. Man muss nur die Banane und Hr. Andy Warhol erwähnen.
> 15.Buchstabe
19 ]
Feldstrasse in Hamburg. Location mit Kultcharakter und einem Ruf, den es immer wieder zu beweisen gilt.
> 4.Buchstabe
20 ]
Selbsternannt: The social music revolution.
> 2.Buchstabe
21 ]
…leave the hall! Der berüchtigte Slogan der > Kings of Metal <.
1.Buchstabe
22 ]
Fernsehkanal von und für Musikinteressierte, leider den Quotentod gestorben.
> 4.Buchstabe
23 ]
Material, aus dem diese Schallplatten bestehen, auch bekannt als schwarzes Gold.
> 4.Buchstabe
24 ]
Aus Las Vegas, Nevada. Dementsprechend viel Tam-Tam und künstlicher Spökes rund um die fiebrigen College- Radiohits.
> 5.Zeichen/Buchstabe
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Music Television?

Ja, gibt es tatsächlich noch. Zwischen den Möpsen in irgendwelchen überwachten Häuser, stumpfen Typen beim Datingversuch oder Autos, Spielen und miesen Werbespots, läuft sogar noch eine Reihe an Clips. Diese wird immer wöchentlich geupdatet, nur bekommt das fast keiner mit. Wer schaut schon ins Nachtprogramm? Corvonism erspart euch das und tut es selbst. Die Revue startet hier:
CLIPCHECK >
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KANYE WEST FEAT. CHRIS MARTIN: Homecoming
Er strebt die Weltherrschaft an, soviel steht fest. Und macht daraus keinen Hehl- der allseits präsente Kanye. Gut, seine Mimik ist eher eindimensional, und auch raptechnisch ist Abwechslung doch zweitrangig. Das Händchen für gekonnte Inszenierung hat er trotzdem, und die Portion Credibility kann ihm niemand nehmen. Der Song „Homecoming“ ist dank Chris Martins gewohnt himmelsgreifender Stimmführung im Refrain und der gut nach vorne gemischten Klaviermelodie, die Hymne, die Kanye wollte. Für den Clip darf die altbewährte Schwarz-Weiß-Ästhetik herhalten, das mehrfach ausgezeichnete „99 Problems“ lässt grüßen. Ernste Blicke der Community, ein nahezu predigender Mr. West outdoor und ordentlich Feuerwerk hinter dem tastenspielenden Chris bleiben im Gedächtnis und die geglückte Kollaboration im Ohr.
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DONOTS: Stop The Clocks
Überraschung des Monats kommt doch tatsächlich aus deutschen Landen und – Achtung!- von den Donots. Ja, die Meister der Poppunk-Peinlichkeiten und letztlich wohl auch großen Missverständnisse haben in knapp 4 Minuten massig Sympathiepunkte eingeholt. Gut, es gibt mehrere Gründe. Der Song ist verdächtig gut, so eine getragene Massenballade hätte man, wenn schon Bundesrepublik, vielleicht noch den Jungs von Blackmail zugetraut. Und was tut man, wenn die Donots in Schlafkleidung nicht mal halbwegs niedlich rüberkommen? Man setzt ihnen niedliche Welpen auf die tätowierte, nicht rasierte Brust, und lässt sie dann ordentlich durchs Dickicht flitzen, auf der Flucht vor ausgewachsenen Bullebeißern. Ist simpel, effektiv und der nicht geahnte Lichtblick der Rotation.
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NELLY FEAT. FERGIE: Party People
Nelly ist zurück. Innovation dementsprechend schon mal nicht, dafür wird das obligatorische Spiel des brennenden Dancefloors zu klassisch abgespult. Der Track wird durch Black Eyed Peas- Fronte Fergie stimmlich bestückt, bereichert eher weniger. Stampfig geht’s hier zu, sollen ja schließlich wieder alle ordentlich feucht um die Lenden werden. Nelly hat zumindest vor dem Comeback gut gepumpt und so wird es letztlich auch was mit den „Party People“. Einmal gesehen und weg.
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JENNIFER ROSTOCK: Feuer
Cool, unsere Berliner Kumpels in der grünen Mühle unterwegs durch die Republik. Die Locationwahl der Außendrehs gehen schon mal als gut gewählt durch. Die olle Rostock schielt stylomatentechnisch klar zur Emo-Core-ner. Musikalisch wird was Besseres geboten, als die Hauptstadt mit Panda oder Winson so auf die Theke wirft. Nah am Schlager rempeln sie mit „Feuer“ vorbei, aber kompakter geht nicht. Hält zumindest diesen Sommer, irgendwann gehen aber alle Lichter aus.
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MADONNA + JUSTIN TIMBERLAKE: 4 Minutes
Wer ist allgegenwärtig?
Genau, Gott und Timbaland. Der langsam immer eingefahrenere Star-Produzent lässt heute echt alles über sein dickes Pult fahren. Und wenn sich dann noch solche Bonzen der Popgeschichte wie Madonna und der Justin die Hände schütteln, wird es größenwahnsinnig. Kommerziell eine ganz sichere Kiste, qualitativ eher ein Vakuum. Da kann der Beat noch so mächtig auftrumpfen, das ist Chartsmucke mit Verfallsdatum. Visuell bleiben manche Impressionen im Hinterkopf: die Diva beim Wackeln über glänzende Wagen im kurzen Beigen, Justin fast mit Frisur und ein guter Körperwelten-Effekt in der Kussszene.
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MELEE: Built To Last
Uh, eines dieser Lieder, welches im Radio unter modernem Rock geführt wird. Also, viel Gefühl, wenig Rock. Gitarrenmusik mit dem Gütesiegel „Extra gut verstrahlt“. Macht dann der zugehörige Kurzfilm was her? Wer auf einen weichmütigen, nach Liebe schreienden Sänger steht, vielleicht. „Eine himmlische Familie“ hätte so einen Clip auch verbrochen. Strahlen der untergehenden Sonne, viele Pärchen im Glück, das wahre Leben eben. Anschauen dürfen sich das jedoch die anderen, sorry. War sicher alles gut gemeint.
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ALANIS MORISSETTE: Underneath
Sie war vor gefühlten 20 Jahren wohl mal die glaubhafte Vertreterin der weiblichen Rocksparte. Die letzten Jahre fiel sie eher durch schlechten Kurzhaarschnitt, überteuerte Konzerte trotz sinkender Nachfrage und musikalischer Belanglosigkeit auf. Gut, der Song ist mehr als eindeutig Mutti-Musik, aber wieder wie für die Radiostrecke geschrieben. Dafür ist der Clip eine Ecke einfallsreicher. „Save the heart“ ist Motto, und dementsprechend wird es eine kleine Reise Richtung Kardiologie. Alanis mit Anhang direkt im Herzinneren, näher am Gefühlszentrum geht’s wohl kaum. Die flyerverteilende Alanis im alten Avril- Gedächtnis- Look ist dann wieder amüsant, weil doch sehr nach Zeitgeist grabschend. Dafür sind die Haare wieder lang.
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DEATH CAB FOR CUTIE: I Will Possess Your Heart
So kompakt wie die Episoden der US-Serie „The O.C.“ waren ihre Songs bisher auch weitestgehend. Mit der Veröffentlichung des neuen Videos betreten sie da fast epische Bereiche. 08:31 Minuten geht der visuelle Fahrschein. Brünettes Mädel mit bedeutungsschwangerer Mimik einmal quer durch die Welt. Egal ob New York oder Indien, das Gefühl der Einsamkeit hängt nicht von der Höhe der Wellen oder Wolkenkratzer ab. Die Stimmung der halb-instrumentalen Herz-Hymne wird einwandfrei mit Bildern eingefangen. Toll gemacht, ein Hingucker, danke.
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THE TING TINGS: That’s Not My Name
Es gibt sie immer wieder, diese Newcomer, die innerhalb von einer Woche urplötzlich in jedem Magazin vertreten sind. Vor allem, wenn es sich um taufrisch aus dem UK rübergebeamte Indieware handelt. Die Musik ist da meist zweitwichtig. Es gibt da ja noch Style, Fashion, Mode und Attitüde. Oh, klingt eintönig. Naja, sehr abwechslungsreich tönt dieses Stück Intro-Tum auch nicht. Hauptsache, der Beat stimmt und damit die Tanztauglichkeit. Man sieht die Uschis schon: in einer Hand den Cocktail, in der anderen die schicke Tasche. Da kommt der gewollt unterkühlte Blick von allein. Die Blondine im Video macht das Modell mit dem Talent zum Zeitpuls-Darstellen schon mal überzeugend vor. Kess und nächstes Jahr keinen Pfifferling mehr wert.
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COLDPLAY: Violet Hill
Es war abzusehen. Entweder würden die Coldplay-Boys mit einem Bollwerk an Lichtern, Effekten und fliegenden Pianos zurück kehren, oder eben dem auffällig bodenständigen Gegenstück zu „Speed of sound“ und „Clocks“. Und so wirkt die neue Singleauskopplung eher wie eine vom Praktikanten zusammen geschusterte Making-Of-Version des letzten Bandtrips zum Vulkankrater der schlechten Wahl. Sympathisch ist das ganze schließlich trotzdem, weil man dem Martins Chris eben nichts wirklich übel nehmen kann. Er hat seine Locken, diese prägnante Stimme und einen netten Fall Richtung Schnee am Clipende.
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C. aus H.

01] Yeah Yeah!... Yeah, gär, Lila-Laune-Bär. Jegliche Form von emotionaler Flucht nach oben oder unten ist Selbstbeschiss. 02] Irgendwas huscht immer... Alles was huscht, kann auch kuschen. 03] Oh, diese Masche hat eine Strumpfhose... "Ey, Typ!" Geile Masche! Geile Strumpfhose! Problem: Doofer Typ! 04] Heute: Winterjacken im Angebot... Können mir gestohlen bleiben: Jacken sind zum Ausziehen da! 05] Können sie sich ausweisen?... www.christoph-schwarze.com 06] Einmal dicke Luft für alle!... "Fleischböller für alle", heißt das! Dicke Luft (be)kommt man von allein. 07] The story of the night-shopping individuals with strength in their legs and the will to keep on walking till someone says that it's over or the the morning is the goal... Der nächste Morgen sollte immer das Ziel sein. Beim Trinken, an normalen Tagen und überhaupt so beim Rumleben. 08] Verstand dem Widerstand... Leider viel zu selten. Erst denken, dann ficken. 09] Ping/Pong, Ding/Dong... Kling/Klong. Ja ja, Glocken läuten. Schweinerei! Nächste Frage! 10] Wenn Robben scrobbeln... Hätten sie einen besseren Geschmack als Pinguine. 11] Ich packe unter meine Decke... Nur mich. Da bin ich Egoist. 12] Beat Meateaters... Fleischfresser sind auch nur Menschen, also habt alle ein Herz dafür. 13] Winke Winke... Winki, wenn du das hier liest: Komm zurück, du wirst schmerzlich vermisst. Bleeding hearts und so. _____________________
Einmal Vollpension in Light.
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CAMERA OBSCURA: LET’S GET OUT OF THIS COUNTRY:
2006: ELEFANT RECORDS

Die Gegenwart kann so schön die Vergangenheit verklären, dass es ein leichtes ist, die ach so guten alten Zeiten zu preisen. Man nehme doch nur das Thema > Urlaub <.
Man hetzt gerade zwischen Wochenendeinkauf und fälligen Putzaktionen durch den Alltag, erfährt vom Flug Richtung Ibiza der Nachbarn eins tiefer und ertappt sich plötzlich beim Schwelgen in Erinnerungen an den vergangenen Urlaub. Da fahren vor dem geistigen Auge relaxte Terrassensitzungen zur Siestazeit, befreiende Nacktbadeaktionen und die so gerne gelobte Unbeschwertheit wie frisch bestellt vorüber. Nimmt man sich jedoch mal selbst in die Mangel, fällt einem husch die andere Seite der Urlaubsmedaille ein.
Die unkaputtbaren Mücken ab 3Uhr nachts, der schlecht gelaunte Kumpel mit ohne Teamgeist, die Geschichte der überhaupt nicht notwendigen Sonnencreme und die ständig stehende Suppe in der Büchs.
Dann aber schleichen sich > Camera Obscura < wie die Auferstehung der perfekten Stewardess zum Mediaplayer und schon sind all die Zweifel wieder in der Schublade.
Ich schunkele doch nicht wirklich nostalgisch über den Balkon, sende Luftküsse zur Anlage und mixe mir unbekannte Cocktails mit Schirmchen drin.
Mist, das Glasgower Sechser-Gespann hat mich, und zwar ordentlich.
Leichtfüßig hüpfen die 10 Popsongs über die Landkarte, mit einem Schuss Folk, einer Prise Country und dem nötigen Spritzer Tanztee. Und ganz oben schwimmt immer das galante weibliche Organ, welches auch nachts noch vor die Schläfen säuselt.
Das beste aber, das alles klingt nie altbacken oder wie der Soundtrack einer verdrängten 60er-Jahre-Serie, eher frisch und gut gehalten. Und statt mich von einer Reiseagentur erleichtern zu lassen, greife ich zur günstigen aber nicht billigen All-Inclusive-Variante.
> Camera Obscura <, der Sommer darf kommen, und ihr nicht gehen.
Kein Hitzefrei für 2002.
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RIVAL SCHOOLS: HAMBURG: HEADCRASH: 03.06.2008


Fazit in 5 Akten.
Konzerte, die in kleinere Locations wechseln, haben was das Ansehen betrifft, von vorne herein weniger Chancen. Aber ach, verschleiern kann man letzten Endes doch nichts, und so wird eben das kleine und noch recht gesichtslose Headcrash Zeuge eines Comebacks. Dort bleiben peinliche freie Ecken zumindest außen vor.
Südländische Dampfbäder waren nie cool. Den Verlust an Flüssigem kriegt man doch nie mehr rein. Spätestens wenn man merkt, dass der Typ nebenan ja noch mehr abschwitzt, entwickelt sich aber eine verkappte Drüsen- Competition. Einfach fließen lassen, schon wird man gelassener.
Natürlichkeit ist wohl doch Trumpf. Außerirdische Frisuren, Figuren und Tinkturen gibt es weder vor, noch auf der Bühne. Locker, unverkrampft und eindeutig mehr sympathisch als apathisch geht es hier zu. Da zeigen sich die inzwischen sechs vergangenen Jahre und die Verschiebung des Begriffs >Emo<.
Jemanden wieder zu sehen, den man im Grunde gar nicht vermisst hat, muss nicht immer aufregend sein. Kann es aber. Und vor allem kann es Vergangenes völlig neu beleuchten. Oh, war’ ne gute Zeit, anders aber gut. Wiedersehen geglückt, Vorfreude auf ein Neues an Bord.
Auf Remakes kann man pfeifen, kann man sich aber auch mal erhoffen. > Reality Bites < in der 2009er Neuauflage wäre eine Runde Händekribbeln wert. Und die Szene im coolen Liveschuppen dürften bitte die Jungs um den scheinbar dauerjugendlichen Walter Schreifels bekommen. > Travel by Telephone < war nicht ohne Grund immer der potentielle Mid- Twenty- Großstadtsong für nach Ladenschluss.
For ever ever, ever ever?
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Ich mochte Phil Collins nie wirklich.
Rückblickend ist es aber der Titel seines Radio-Evergreens > In the air tonight <, der passt wie nichts anderes.
Irgendwas war los, da lag eine Unruhe in den Gemäuern der Prinzenbar.
An der zahlenden Meute kann es nicht gelegen haben, schließlich sind gerade die Freunde der alternativen Musik jenseits des künstlichen Stampf- Metal und Elite- Indie- Trara in der Hansestadt immer wieder spärlich gesät. Das nennt man dann ja gerne „intime Atmosphäre“. Und das sind wohl die Worte des Abends, die einschlägigen Gesichter unter sich.
Da braucht es wieder kein Animationsprogramm, keine Lichtshow und erst recht keine Anbiederungen.
Fünf Jungs aus Schweden, wie so oft eher interessant als gut aussehend, wortkarg und somit den Blick auf das Wesentliche. Und das ist mehr als der langsam überstrapazierte Begriff namens Postrock.
In den Melancholie-Modus setzen kann einen halb Skandinavien, doch mit ungestümen Nachhalt gelingt dies dann doch nur einigen wenigen.
Banales Abspulen der Web-Hits ist nicht, auf die Uhr sehen erst recht nicht.
Die alte Mär des Vergessens von Zeit und Raum schlägt mal wieder leibhaftig zu. Ein Mädel starrt unentwegt auf einen Punkt des Bodens, der Typ die Reihe davor lässt den vorgegebenen Takt direkt zum Bewegungsapparat landen. Die grauen Zellen arbeiten diese Stunde mehr als gewöhnlich. Am Ende bekämpft beim Postrocken doch auch nur jeder seine Dämonen, erfolglos- wohlgemerkt. Zwischen sich verlieren und verloren fühlen ist schließlich nur eine kurze Strecke.
Vielleicht ist der Sound nicht der beste oder die Stimme vergleichsweise weniger ausdrucksstark als auf Platte, egal- lediglich kleine Schönheitsfehler.
Auf einmal ist Ruhe. Man hört wieder Gläserklappern, Reißverschlüsse und sieht zur Uhr. Das tut weh.
Die gute alte Küche…
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OPETH: WATERSHED: 2008: ROADRUNNER RECORDS


Da gibt es dieses Quintett an weltweit renommierten Köchen. Sie werden seit Jahr und Tag ihrem unnachahmlichen Ruf gerecht. Aus einer Vielzahl an bekannten Zutaten zaubern sie immer wieder eine köstliche Palette an geschmackssicheren Kreationen. Sich rein schlemmen war seit jeher halbe Pflicht, letztlich hatten sie dann doch stets neue Liebhaber um sich gescharrt, schließlich lecken sich nicht grundlos die unterschiedlichsten Vertreter der Zunft die Zunge nach den gebotenen Menüs.
Die Jahre vergingen. Die Küchen wurden größer, die Gerätschaften demzufolge ausgefeilter und effektiver. Professionalität mit einer Sternauszeichnung über der 4 war angestrebt, und die Mägen der Gäste zeigten immer mehr Gier nach neuen Geschmackswelten.
Hart im Ansatz, tiefgehend, mit scharfer Nachwürze, aber auch lieblich auf der Zunge. Exklusive Gaumenfreude eben. Da kommt Stress zwischen Kochtopf und Pfefferdose auf. Schwitzige Angelegenheit, die Erwartungen zu erfüllen- nein, bitte zu übertrumpfen.
Das Besetzungskarussell drehte sich, die Herdplatten standen demnach noch weniger still. Von personellen Veränderungen bekamen die Damen und Herren zu Tisch nur am Rande etwas zu erfahren. Trotzdem kamen die Tuschelfragen hinter der Serviette auf: Kann dieser qualitative Standard bei all dem Küchentrubel überhaupt aufrecht gehalten werden?
Neue Köche, alter Brei?
2008. Der Laden ist wieder so gut besetzt wie nur erahnt, die internationale Presse schießt schon die altbekannten Lorbeeren über die Gesellschaft. Es geht immer noch pikanter und erlesener. Wirklich? All diese zufriedenen Gesichter mit dem Besteck in den Händen, genießen sie es weil es sich inzwischen eben so gehört, weil man es erwartet, weil andere es ihnen sagten, weil Kritik hier fehl am Platz ist…
Satt werden sie schlussendlich alle. Da werden die unangenehmen Nebenfragen doch lieber verdrängt, man lässt sich doch nicht den Appetit verderben. Kann schließlich auch nur an den eigenen Erwartungen liegen.

+IN+
+ Treffen unter Bäumen. Hat zum einen den klassischen Anstrich eines idyllischen Miteinander, verdrängt andere potentielle Schmelztiegel (Bordsteinkante, Besetztes Haus, Tierheim), bietet Schutz vor Regen, Sonne, Paparazzi und Sauerstoffdefizit. Aber Achtung: sind Gegenteil eines Pollenfilters, also gelbe schmierige Suppe auf dem Neckholder nicht auszuschließen.
+ Laufen. Laufen. Laufen. Und zwar, was die Beine hergeben. Gerne ohne Weg und Ziel, erst recht ohne Sinn und Verstand. Und bitte ohne Pulsmesser an der Hand bzw. nordischem Stock als Hilfsmittel.
+ Cafe-Bedienungen im Trippelpack, die sich gekonnt 2 qm teilen.
+ Den Drang nach Spielerein innerlich unterdrücken. Tischtennis, Frisbee und Häckisäcken ist alles samt großartig, aber machen dürfen das die anderen. Letztlich bleibt das Aufräumen und Schlichten doch immer an dem selben hängen.
+ Dieser bestimmte Winkel in der Liege auf dem Balkon zum unbeobachteten Beobachten.
+ Vanillesoße ohne Pudding. Das Verdeck bleibt Favorit.
+ Hochbetten. Bei Schlafgelegenheiten ebenfalls stets nach oben orientieren. Absturzgefahr gedanklich einbauen, High-Risk-Manöver meiden.
+ Konzerte im Schneidersitz. Hat meditativen Charakter und lässt den Blick frei fürs Wesentliche. Besser als schwere Beine beim Dauerstehen, Thrombose- Bands sind draußen.
Vorsicht beim Abnicken zum Nachbarn links und bitte Mund geschlossen halten (wegen unbemerkter Abflusslinie).
+ Konsumieren, was das Zeug hält bzw. hergibt. Capitalism stole my virginity? Geh weiter, alles muss raus!
_OUT_
_Krisengebiete. Nicht zu verwechseln mit den allseits beliebten Feuchtgebieten und den politisch bedingten Regionen. Hauptbereich ist dieses… ach ja -> Leben.
_Milchmangel. Etwaige Gründe sind bekannt und auch akzeptiert, Laktosezufuhr darf jedoch niemals behindert werden. Da hat auch Toleranz nix zu suchen.
_Dieses faule Sonnenanbeten auf Menschensammelplätzen. Käse gammelt doch auch in der Sonne schneller. Du kannst nicht immer Siesta sein!
_Unausgesprochenes, welches blöde Verkettungen von Missverständnissen aufkommen lässt.
Stille Post war gestern.
_Sich vereinnahmen lassen. Hunde an der Kette sind auch insgeheim nicht glücklich, hängende Schwänze verraten das.
_Mouth of the south- Feeling in oraler Form. Staubtrockenes Gebäck oben drin außen vor lassen. Es sei denn, man hat eben noch eine der letzten Milchtüten ergattert und zur Hand.
_Doofes progressives Animationsprogramm auf Livekonzerten. Umarmungsrennerein oder Teufelsritt sind panne und bleiben das sicher auch.
_Nacktlernen. Danger! Entschlossenes Büffeln unter freiem Himmel macht nicht gleichzeitig sexy, sorry.
_Urlaubsplanerei im Sauseschritt. Zuviel Druck auf den festgesetzten Tagen in Freiheit, gefährlich.
_Grenzenloses Verständnis. Alles hat Grenzen, nur der Verstand hat zwei.
_Pfeifen. Was soll das? Klingt naiv, ist es nämlich auch. Lebensfreude sollte anders klingen. > Hans im Glück < war nicht grundlos das Lieblingsmärchen von genau niemandem.
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