
Nicht kühl und dunkel aufbewahren.
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MUTE MATH: MUTE MATH
2006: WARNER MUSIC

Man muss keinesfalls Weinkenner sein, um Geschmack selbstständig zu definieren.
Entweder es fließt eben genüsslich abwärts oder bleibt zäh und dröge auf halber Strecke stecken. Sobald das Gefühl des Wohlbefindens einsetzt, hat man schon alles richtig gemacht.
Womit wir schon bei > Mute Math < wären. Lassen wir die Rätselrunde, welche Sparte Musik diese nun offiziell bedienen.
Elektronischer Rock? Progressiver Pop? Ohrwürmer ohne Haken?
Klar ist bereits bei Hörrunde Nummer 1, die werden nicht nur einmal rotieren. Und im nu erwischt man sich, die Wiederholungsfunktion aktiviert zu haben.
Schon erschreckend zu bemerken, dass es sich unabhängig von Jahrgang und Herkunft um ein rundum gelungenes Gesöff handelt. Jeder Schluck ein Treffer.
Ob nun das vorwärts gehende > Typical < als Quasi-Opener, der schier unglaubliche Hit > Chaos < mit entschlossener Dauergarantie, die heimliche Cabriohymne > Noticed <, das herrlich verwunden tickernde > Stare at the sun < und ohne Frage das elegische Liebesgeplänkel > You are mine <, alles sitzt wie gut eingegossen.
Das gute dabei, dieses Gebräu ist dermaßen süffig, dass es sich sowohl in netter Männerrunde zum Freitag, als auch anheimelnder Kissenschlacht zu zweit oder eben privatem Tanztee im Stockwerk tiefer genießen lässt. Mund auf! Mute bleibt hier sicher nix, dafür aber lieblich statt trocken. Fraglich nur, seit wann der junge Sting wieder mit Mathematik anbandelt.