Corvonism

A NIGHTDANCERS LAMENT: A CHAPTER | April 8, 2008

Payback: Dancecheck.

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ARTIST] A NIGHTDANCERS LAMENT

EP] A CHAPTER

RELEASE] 2008

Es sind die Zeichen unserer Zeit. Allerorts wird man zugeworfen mit Eindrücken, dass man schließlich überfordert zurück bleibt und das Filtern eher als Last statt Lust über bleibt. Das müssen schon recht ausgefuchste oder einfach hinter der fernsten Waldlichtung lebende Mitmenschen sein, die dem Hirnrummel gelassen aus dem Weg gehen können. Achtung, wieder ein neuer Bandname! Los, fangen!

Diesmal schimpft sich das musikalische Kollektiv > A Nightdancers Lament <. Ja, da schwingt schon beim Betrachten der eher schwarzen Bookletstimmung samt Totenschädel eine gewisse Ironie mit durch. Und es bewahrheitet sich schnellstens. Getanzt wird woanders oder anders. Hier regiert ein siebenköpfiger Core-Reigen, dem unüberhörbar ein Handmade/Homerecording-Button anheftet. Grundsätzlicher Qualitätsbeeinflusser? Nicht wirklich. Gerade die Always-Kurze-Hosen-Community hat bei Demo-EP`s wie diesem hier, schon mal eine sympathische Ausgangsposition auf ihrer Seite. Da rumpelt es sich zwar teilweise mit mancherlei Holpersteinen über den imaginären Dancefloor, doch das Gespür für saftige Screamo-Arrangements steckt bereits fest in den Tanzschuhen. Dass sie es mit dem Songwriting ernster nehmen als der recht niedlich anzusehende Selbstverarschungsclip auf der obligatorischen MySpace-Seite weis machen möchte, zeigt der Drang nach Abwechslung. Ob die immer weiter in Mode kommenden Spokenword-Passagen, den teilweise sehr dem klassischen Metalterrain zuwinkenden Gitarrenparts, einem atmosphärischen Instrumental oder natürlich kollektiven Mitgröhlintermezzi-hier wird rausgeholt was derzeit geht. Lyrisch nimmt man Abstand von religiösen oder knochenbrechenden Inhalten, da reicht die Palette von Freundschaft, Zusammenhalt und Liebe anscheinend aus. Aschaffenburg, der erste Schritt ist getan, da darf der nächste jedoch gerne ein Fußstapfen größer sein, das Hirn muss schließlich den erneuten Beweis erhalten, sich den Bandnamen nicht grundlos gemerkt zu haben. Bis dahin kann Track Nummer 2 „The exorcism of our poisoned minds“ gerne die Hymne zum Warmmachen für den Pit der Kleinstadtdisco unserer Wahl spielen.

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www.myspace.com/anightdancerslament


Veröffentlicht in ROTATION

1 Kommentar »

  1. Wir haben für dieses reizende Review auch offiziell zu danken!!!!

    –> Ornamente sind die neuen Totenschädel (siehe auch dein Seitendesign!) ;)

    Kommentar von A Nightdancers Lament — April 8, 2008 @ 1:43


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