+IN:
+Punktevergaben. Ob in der kurzfristig angesetzten Leistungskontrolle im zweiten Halbjahr oder bei Einschätzungen des eigenen Profils. Da scheiden sich Geister, v.a. aber wird da bis zur Selbstaufgabe am System gekratzt und gezetert. Höhere Instanzen demzufolge Respekt zollen.
+die Wiedergeburt des Brunchs. Nicht nur für studierende > The Kooks <-Fans ein lohnenswertes Unterfangen. Gibt dem Tag fast ein zeitliches Gefüge und dem Magen unter Garantie Cerealien und solche ausgewogenen Spirenzchen. Außerdem strahlt gegen 11Uhr die Bedienung tatsächlich durch Freude an irgendwas und nicht durch Kompensierung des Stresses mit Chemie.
+die Zweieroption. Bis zum alles entscheidenden Punkt gerne die Weggabelung offen lassen, Entscheidung vor Ort, und das mit Berücksichtigung von Verlusten bzw. Belustigung.
+Ringetausch. Mädchenspielerei aus dem Hort ins Hier übertragen. Für undefinierte Zeit, von wichtigen oder listigen Mitmenschen Schmuck im Austausch tragen. Soll Wunder bewirken. Nicht als billige Abgabestation oder eheliche Vorerfahrung verstehen.
+Irrläufer. Sich selbst mal dazu bekennen.
+Einschlafshilfen verwenden. Ob nun nett bezogene Wärmflaschen, eine schlechte Illustrierte, das MTV-Nachtprogramm (mit dem tollen ELVIS- Clip der > THIS NEW PURITANS < als Leckerli) oder staubige/einäugige Plüschtiere als seelischen Mülleimer, da darf mehr als sein muss.
+dem meisterlichen Bollwerk des US-Sports Entertainments namens Wrestling derzeit entgegenfiebern, wo der Superbowl der WWE > Wrestle Mania XXIV < am 30.03. in gewohnt protzig-glamoröser Weise die Ringseile zittern lässt. Eine Leidenschaft, die Leiden schafft.
+Toleranz (Kotzgeräusch von hinten). Benzin wird ja auch immer teurer.
+Matratzensport. Falsch!, nicht Richtung Hauptschulniveau rutschen, soll nämlich eher heißen: Immer mehr geben zu, altbekannte Turnübungen (Rolle vorwärts/rückwärts, Handstand und Company) in den eigenen vier Wänden während Tele-Berieselung oder beim Warten aufs kochende Wasser oder den Kumpel zu absolvieren. Sport frei!(PS: Hanteln bleiben aber in Matzes Muskelkeller!)
+die eigenen pop-affinen Phasen ungehemmt ausleben. Mit > Pop seit 1964 < geben K.Gleba und E.Schumacher ihre gedruckten Weisheiten gekonnt zur Thematik hinzu (einmaliger Leseratschlag).
+das eigene Bett. Home is where the stinky decke is. Und dazu gehören Furchen. Nicht die, sich im Gesicht Wege bahnen, sondern die zwischen Wand und Bettende. Kenner wissen Bescheid.
_OUT:
_ Schläge des Schicksals, soviel Gewalt braucht kein Mensch.
_ Sturmwarnungen. Haben natürlich prophylaktischen Hintergrund, sind wir nicht aber eh alle ausreichend durch’n Wind bzw. verwegen genug?
_blühende Topfpflanzen als Präsent. Haltbarkeit sehr übersichtlich, Wert eher fraglich.
_Etikettenschwindel. Der fliegt bekanntlich immer auf und verärgert, hat nicht nur MySpace gelehrt.
_Hundekot. Bleibt unvermeidbar, gehört jedoch weiterhin in den Darm des Tieres bzw. auf Vorhof des Nachbarn und nicht unter Schuhe über 67€ Marktwert.
_schlecht inszenierte Randale im Konsum. Wir sind alle nur zum Einkaufen da, und das ist schlimm genug.
_unbegründete gute Laune, schlimmer als erwartete schlechte (und Spinnenweben unter dem Bücherregal).
_Butzen ohne Badewanne. Gewisse Momente an einem Wochenende kreischen geradezu nach dieser genialen Erfindung.
_Radio-Trailer-Singalongs. Zum Spucken schlecht (noch immer). Wer die meisten 80er mit Freude empfängt oder die angepriesene Abwechslung wahrnimmt, erlebt kommende Listenveröffentlichungen nur schwer (verletzt).
_Selbstverwirklichung. Die Wirklichkeit lächelt dich täglich an.
_raushängen lassen, ein Kind der 90er zu sein. Ja, aktuell ist das Jahrzehnt zwischen 1-2-Polizei und guter/schlechter Zeiten samt Leggins und Tamagotchi die aufstrebende Epoche, doch einstiges Aufwachsen unter qualitativ hochwertigeren Rahmenbedingungen muss nicht jeder wissen. Just know about your roots.
_Stuhlgang die Zweite. Magen/Darmproblematik allerorts. Bringt vielen ein fremdes Ungleichgewicht zwischen Zeit vor dem Rechner und Zeit auf Örtchen. Positiv: Man lernt ungeahnte Ecken im Bad kennen, denkt sogar kurzfristig an Begriffe wie Hygiene oder Putzlappen. Wobei: dünne Suppe bleibt überflüssig!
Es gibt nur eine wahre Furche, merk dir das! Und die ist bei mir … öööhh … da beim Bett. Weißt schon! Und für den Rest, der hier so liest: Es ist nicht so wie es klingt!
P.S. Etiketten schwindeln seit heute nicht mehr. Und – Skandal 2008 – ich habe das Baden in der Heimat vergessen. Next weekend dann …
Kommentar von Christoph Schwarze — März 10, 2008 @ 1:08