Corvonism

Gern verdrängt, doch nicht vergessen: GAG. | Februar 11, 2008

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War das ein gefühlstechnischer Wandel, als selbst die Spielzeugkiste zum inoffiziellen Marktplatz böser Werte wie Neid, Profilierung und Missgunst mutierte.

Die Kollektion von Zootieren aus Plastik konnte ebenso wenig wie ein klassisches Federballset mit amerikanischen Neuerungen konkurrieren, die mit >größer-bunter-besser<-Ansteckern nur so um sich warfen.

Als die Jungs aus der Nachbarschaft möglicherweise schon kicherten, wenn man sich nur mit einer dicken Kugel Knetmasse vor den Hauseingang setzte. Wie langweilig und von vorgestern, der Knet gehört in den Werkenunterricht .

Und dann hing plötzlich etwas Neues im Spielwarengeschäft der nächst gelegenen Stadt.

Es war leuchtfarben, fast schon unrealistisch neon.

Außerdem sah man bereits trotz Verpackung, wie schleimig sich dieses seltsame Etwas wohl anfühlen würde. Wie komisch, davon werden wohl selbst Andy und Sebastian noch nie gehört haben. Muss ich haben.

Nach dem Auspacken gab es kein Halten mehr, es wurde gezehrt, gezogen und umher gewickelt. Zwei Tage später dann geworfen, ob auf Brüder oder Haustiere, das fetzt.

Wie ein Stück Comicfigur hing es an der Decke, als würde es einen anglotzen, am liebsten würde man dran fressen. Zwei Wochen später kam dieser Gedanke kaum noch auf, der eher plastisch-chemische Geruch wich einem Anfall von Stinkmorchel. Und nicht nur das, auch die Konsistenz ging neue Wege, elastisch ist jedenfalls anders. Und selbst wenn das übertriebene Leuchten des Schleimbatzens blieb, das Leuchten der Kinderaugen verschwand.

Spätestens als Mutti den Mist in den Mülleimer beförderte, wegen: „Das schimmelt schon„.

Naja, der Weg bis zur nächsten Wippe war nicht weit.


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