Corvonism

Fall 7.

C. aus K.

 

01] aller anfang… hat auch ein Ende und dann fängt alles wieder von vorne an…

02] mein freund vom bau… ach ja, der Kalle.

03] get off your dancing shoes… and BREATHE!!!!!!

04] lächelnd geht die… Welt unter. Oder auch nicht, wer weiß das schon so genau…

05] simsalabim… hex hex und drei mal schwarzer Kater.

06] sprich mich nicht an… schau weg, lass mich in Ruhe, verzieh dich!

07] cerealien… stecken in Kinder Country.

08] aber hier leben… hat auch seine Vorteile…

09] sieh da! ein ufo!… ET is coming!!

10] sleep till… just sleep!

11] i am cleaning out my… icebox: frozen bananas for everybody!

12] ein zug fährt durch… KS natürlich, nimmt mich mit und setzt mich in HH wieder ab.

13] taschentücher raus… - aus die Maus.


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the friend in me is the ? in you.

Die große Frage:

Bist du der Freund, den andere gerne hätten/immer wollten?

XXX

PART I:

Probleme…?

A: Sind das, was du draus machst.

B: Sind lösbar, solange man sich dies tatsächlich als Ziel setzt.

C: Sind für alle da, soll heißen: Eine gebrochene Hand verarztet die andere.

 

PART II:

Es ist 03:39 Uhr am Dienstag Morgen, du schläfst, das Handy jedoch läutet dich urplötzlich wach. Du denkst…?

A: Ich bin doch echt zu blöd, den Wecker zu terminieren.

B: Meine Herren, wer mag das nur sein? Na, es wird doch keinem was passiert sein? Wo ist der Lichtschalter?

C: Wenn es noch zweimal klingelt, sehe ich mal, wer es sein könnte. Obwohl, ist ja noch nicht mal hell.

PART III:

Dein/e beste/r Freund/in hat Geburtstag, bittet jedoch, keine Anrufe zu empfangen, da es nichts zu feiern gäbe. Was tust du am Stichtag?

A: Na extra doppelt und dreifach durchtuten, die soll wissen, welche Stunde ihr heute schlägt.

B: Nun gut, das Telefon bleibt stumm, ich schiebe ihr jedoch eine selbstgebastelte Karte unter den Türschlitz. Im Notfall, weiß sie ja, wo der Papierkorb steht.

C: Auch gut, spare ich mir eben das Geld. Er/Sie soll nur nicht denken, ich würde mir das genauso wünschen.

 

PART IV:

Deine Devise bezüglich Freundschaft lautet…?

A: All my friends are dead.

B: Freunde fürs Leben.

C: Just Friends.

PART V:

Die obligatorische Freundschaftstour zum Sommerbeginn steht bevor.
Leider hast du zur Zeit einen Schwarm im Visier, dem diese Reise ein giftiges Dorn im Auge ist, du reagierst wie?

A: Ich mache ihr/ihm deutlich, dass der jährliche Trip schon Gewohnheitsrecht besitzt und einfach zum Erhalt der Lebensqualität beiträgt, und das muss doch einem/einer potentiellen Partner/in nur am Herzen liegen.

B: Wer Gift wegen Freundschaften versprüht, gehört verdammt. Schwarm, bitte wieder abziehen.

C: Nach so vielen Jahren kann man doch mal eine Ausnahme machen. Ein Jahr Pause schadet keinem.

PART VI:

Du sitzt wartend auf dem Marktplatz, wie vertreibst du dir Zeit?

A: Ich lösche alte SMS, schau nach der Länge meiner Nägel und vor allem auf die Uhr.

B: Ich betrachte das Miteinander der Menschen und erfreue mich als Beobachter fungieren zu dürfen.

C: Ich hole mir vielleicht noch was vom Gemüsestand für das Abendessen oder schaue mal, was der Pantomimenkünstler an der Ecke zu bieten hat.

PART VII:

Kommunikation ist…?

A: Sich kompetent zu positionieren.

B: Ein Wechselspiel von Mimik, Gestik und dem gesprochenen Wort.

C: Die Triebfeder des Lebens.

PART VIII:

Was gehört nie auf eine To-Do-Liste, da dermaßen selbstverständlich, dass eine Erinnerung nie von Nöten ist?

A: Sich bei Freunden wegen Treffen melden und der Familie mal ein Lebenszeichen geben.

B: Tägliche Kontrolle des Briefkastens, der Mobilbox und des virtuellen Posteingangs.

 

C: Für Nachschub im Kühlschrank sorgen, auf Aktualität der Fernsehzeitung achten und die Wohnung auch außerhalb der Putztage auf Sauberkeit kontrollieren.

PART IX:

Zeichen von Freundschaft sind…?

A: Sich nah sein, sowohl in körperlicher als auch geistiger Hinsicht. Sich drücken, umarmen, Schulter klopfen, trifft auf regelmäßige Gedanken an den anderen, Freude auf das nächste Wiedersehen und das Wissen einen stetigen Anhang zu haben.

B: Die perfekte Freizeitbeschäftigung, d.h. sich keinen Kopf machen zu müssen, wie die Zeit zwischen Arbeit und Schlaf verbracht wird.

C: Sich gegenseitig aushalten zu können.

PART X:

Das größte Problem an Mitmenschen ist…?

A: Diese vielen unterschiedlichen Meinungen, das kann einfach selten gut gehen.

B: Die Arroganz und hohe Erwartungshaltung an andere/anderer.

C: Die Menge, man kann nicht mal einem Teil der Bevölkerung gerecht werden.

 

PART XI:

Der wichtigste Mensch in deinem Leben ist…?

A: Das kann kein einzelner Mensch sein.

B: Ich.

C: Sehr wechselhaft.

PART XII:

Das traurigste Ende einer Freundschaft sieht wie aus?

A: Hass, Missgunst und das geistige Verbrennen der gemeinsamen Zeit.

B: Tausend Mal berührt…> eine Partnerschaft.

C: Gleichgültigkeit.

 

Lösung durch Addieren der jeweils zutreffenden Buchstaben und den zugehörigen Zahlen!

Frage

I

II

III

IV

V

VI

VII

VIII

IX

X

XI

XII

A

1

2

1

1

3

1

1

3

3

1

2

2

B

2

3

3

3

2

3

2

2

2

3

3

1

C

3

1

2

2

1

2

3

1

1

2

1

3

Ergebnis:

12-21 Punkte: Einsam sind wir stark, wenn überhaupt!

Du hast Prinzipien bzw. kennst zumindest deine Marschroute, denn wenn schon auf Kriegsfuß mit dem Freundschaftsbegriff, dann richtig.

Der möglicherweise treue Gefährte, ist eher Spielball der freien Zeit und soll sich nichts darauf einbilden oder kann letztlich froh sein, auserwählt zu sein, denn eine gewisse Arroganz schwingt in deiner Weltanschauung schon mit. Selbstsicherheit hin oder her, eines Tages abgeschottet auf weiter Flur zu stehen, wird nicht einfach, aber ist nahezu absehbar.

Darum überdenken, gerne auch mal schenken und Normen und Werte lenken!

22-29 Punkte: Lass uns Freunde sein, vorerst zumindest, okay!?

Da legt sich aber einer deutlich in die sichere Kuhle.

Freund/in an der Seite ist nicht unwichtig, aber wohl eher zeitlich begrenztes Unterfangen.

Da werden sich keine Beine ausgerissen, keine epischen Versprechen unterbreitet. Der Freund ist gutes Mittel zum Zweck, aber das mit offenen Karten.

Problem könnte sein, letztlich selbst nur als Bekannter gesehen zu werden und dann von der eigenen lockeren Einstellung verschlungen zu werden.

Wichtigkeit erkennen, Wünsche und Ziele ernennen, sich der latenten Zugehörigkeit bekennen!

30-36 Punkte: Freunde…Freunde, noch Fragen?

>Freundschaften sind das A und O, erhalte sie dir.<

Was die Mutti, die selbst den Großteil an alten Freundschaften schon gen Bach laufen ließ, bereits als Lebensratschlag in die Kinderhand gab und als offizieller Applausspruch bei Talkshows funktioniert, hast du dir sichtlich zu Herzen genommen.

Mitmenschen nehmen großen Raum ein und sind Dreh- und Angelpunkt deines Seins.

Es wird sich alles geteilt, weil es entweder Lasten abnimmt oder Glücksgefühle vermehrfacht.

Alles klasse, solange du deinen eigenen Weg nicht aus den Augen verlierst bzw. dich nicht komplett in den Dienst anderer stellst.

Herz erhalten, Eigenleben gut verwalten, das undurchdringbare Wir notfalls kurz durchspalten!


Gern verdrängt, doch nicht vergessen: MILLENNIUM-WAHN.

Eine Null kann einem schon den Nerv rauben, sind es gar satte drei Stück, wird es brenzlig.

Jeder hatte eine Meinung zur gigantisch anmutenden 2000.

Es soll Menschen gegeben haben, die dem Jahrtausendwechsel mit einer ignoranten Gelassenheit begegneten, die Mehrheit jedoch teilte sich in die Lager der partygeilen Feieristen und der apokalyptisch denkenden Hängeköpfe bzw. dem wilden Bastard beider Meinungen.

Muddern, knall den Keller voll, die sagen was von Weltuntergang.

Na mal ganz vorsichtig, die komplexe Welt der Technik könnte lediglich, gewissen Aussagen zu Folge, Probleme bei der Umstellung bekommen.

Quatsch, das System Erde ist vor dem Supergau, aber ganz sicher.

Und wenn nicht alle Kernkraftwerke Fasching feiern, dann holen uns bestimmt diese Außerirdischen zum Brunch ab bzw. markieren rüpelhaft ihr neues Revier, time is running out for the planet earth?

Nicht wenige haben nochmal last-minute ihre ertragreiche Beichte abgelegt, den ewig davon geschobenen Heiratsantrag ausgepackt, sich mit der verhassten Familienplage versöhnt oder einfach direkt einen einsamen U-Boot-Urlaub gestartet.

Es lag etwas in der Luft, ob nun von der vertrauenswürdigen Medienpistole abgefeuert oder aus dem menschlichen Instinkt heraus.

Wer nun die Endzeitstimmung nicht in seine heiligen Hallen oder eben Herz ließ, war wohl mehr damit beschäftigt, die Optionen an groß aufgezogenen Events und Partys sorgfältig zu durchforsten. Wird man 10 Jahre später mal befragt, will man schließlich nicht mit Hattengehau oder Wolkenwehe als Festtagsstätte ankommen, da muss schon eine dicke Nummer wie Berlin, Paris oder Matzes 200-Mann-Fete folgen.

Die Messlatte höher als nötig, die Erwartungen ebenso.

Tja, und rückblickend wurden sie irgendwie alle getäuscht.

Weder lugten Armageddons Glubscher über diesen Planeten, noch gab es ein fröhliches Gangbang mit grünlichen Existenzen. Na, und die riesige Schwemme an Partys konnte letztlich nur als Flaute aus dem Rennen gehen, so dass die Veranstalter entweder auf ihren Cocktails sitzen blieben oder die erhoffte überschwängliche Stimmung ausblieb.

Und so lieblich das > Merry Millennium < auch auf den Burger King-Servietten geschrieben stand, umso verächtlicher wurden diese in der ersten Januarwoche am fettigen Mundrand gerieben. Der Countdown läuft…? In dem Jahr lohnte das Zählen nicht., also > Happy New Tears < an alle!


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Gern verdrängt, doch nicht vergessen: WWF-SAMMELKARTEN.

wwf

Aufgeregt läuft man über den Schulhof, in der Hoffnung, die Jungs aus der Parallelklasse haben wieder neue dabei. Tauschen macht Freude, nur wird man eben zu schnell über den Tisch gezogen. Die einen hat man doppelt bis dreifach, manche Nummern fehlen scheinbar ewig. Apropos Nummer: eine recht große war der Unterhaltungssport > Wrestling < Anfang der 90er nämlich.

Dank RTL 2 und der Bravo Sport wurden Männer mit würdigen oder auch fragwürdigen Image-Charakteren zwischen Totengräber, Clown, Voodoo-Meister, Indianer und unsterblicher Comicfigur zu Helden der Kids. Da gab es keine Fragen zum Sinn oder zur Realness der In-Ring-Action.

Das war alles bunt, wild, neu und hatte mehr von Zirkustaumel als von echtem körperlichen Wettbewerb. Da wurden Geschichten geschrieben, die kaum aus den Hirnen erwachsener Menschen entspringen konnten, aber das war der Schlüssel zum Erfolg.

Kinderaugen sind eben fasziniert vom Kampf zwischen Gut und Böse, pompös dargestellt und als fortlaufende Soap Opera inszeniert.

Und da trafen sich insgeheim alle vor der Röhre, obwohl Mutti längst schon Gute-Nacht Richtung Kinderzimmer zwitscherte. Da waren noch nicht neue Download-Chart-Entries oder Alter und Digga morgendliches Thema auf dem Schulweg, sondern warum Yokozuna den lieben Bret Hart so böse fertig gemacht hat und wann der Hulkster endlich den Championgürtel zurück gewinnt. Und nur die ganz frechen Schlitzohren hatten Verständnis für die fiesen Attacken eines Million Dollar Man oder Papa Shango.

Plötzlich fand jeder eine Meinung bezüglich des rüberschwappenden Hypes.

Die pupertierenden Mädels hingen lechzend an den gestählten Körpern, der Papa sah die sportliche Leistung, während seine Frau sich über Storylines wunderte, die selbst Denver Clan Reloaded niemals geschrieben hätte.

Und das Kinderzimmer wurde auch merklich voller. Da stand eine ganze Garde von Plastikfiguren mit interessanten Funktionen, selten preisgünstige VHS-Kaufkassetten mit Titeln wie WrestleFest, Invasion of the Bodyslammers oder Grudge Matches, und ganz klar Zeitschriften, Poster, Plüschtiere, Mützen, Brillen-eben der Merchandise-Overkill.

Das spielte vor der Sportstunde jedoch weniger eine Rolle, da kam es auf die Menge an Sammelkarten an. Die passten gut in die Federmappe und lenkten herrlich vom langweiligen Unterrichtsmarathon ab. Ob nun vom meist mauen Taschengeld oder reichlich illegal vom Schulkantinenbetrag, irgendwie konnte jeder in die Sammelrunde einsteigen.

Und lange hielt sie an, die Sucht der Sammelei, schließlich kannte man niemand, der die Kollektion bereits komplett hatte und Erster zu sein, fetzt immer.


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IMMANU EL / NIHILING: HAMBURG: ASTRA STUBE: 12.02.2008

Einen Schritt zurück, aber langsam.

__________

IMMANU EL / NIHILING

HAMBURG

ASTRA-STUBE

Dienstag, 12.02.2008

immanuel.jpgnihiling.jpg

„Mensch, sind die hier alle distanziert“, höre ich leicht genervt aus dem Mund einer Dame jenseits der 40 hinter mir.

Erstens, die Astra-Stube lässt es aufgrund der sehr ausgeprägten Überschaubarkeit kaum zu, Abstand zu halten. Nicht ohne Grund heißt es hier: Fasst du mit einer Hand an die Türklinke, berührst du mit der anderen potentiell die Schulter des Gitarristen.

Zweitens, Postrock ist nicht wirklich zum Umarmen da.

Klänge, die zwar deutlich nach weiten Feldern und fliegenden Gedanken greifen, sind nicht gleichzeitig Heilmittel gegen Einsamkeit.

Und da sitzen und stehen sie da: > Immanu El < aus Schweden.

In Sachen Style, wie schon bekannt, anschauliche Aushängeschilder der Metro-Bewegung, da kommt selbst die Hamburger Indie-Elite nicht ran.

Sei’s drum, man ist ja wegen der Musik da, und womöglich einem Astra.

Da ist die Gefahr gegeben, gar nicht zu merken, wie das Gebräu in der Hand immer wärmer wird, denn die Herren schaffen das, was die Menschen wohl an diesem Dienstag vor die Tür getrieben hat: den Alltag abzustreifen, eine Stunde mal weg zu sein.

Darin sind die Gothenburger wahre Meister. Sänger Claes ist mit dieser schwebenden Stimme beschenkt, die sich wie ein frisches Frotteetuch zum restlichen, fein geordneten Wäschekorb gesellt. Ein Cello, das fernab vom Kitsch Seelenbalsam frei gibt, plus Keyboardgeplänkel, welches gar keines ist. Nicht zu vergessen, die erwarteten Gitarrenflächen, die den finalen Grund zum unpeinlichen Augenschließen geben.

Während die Straße weiter eine der berühmt-berüchtigten Radarkontrollen im Akkord Blitze abfeuert und damit einen Moment festhält, tut der Fünfer rund um die Strängberg-Zwillinge letztlich nichts anderes, nur eben ohne schwerwiegende Konsequenzen. Bedächtiges Verharren nicht mit Langweile verbinden. Das Gefühl vom Nachmittagsschlaf aufzuwachen kennt jeder, so zwischen leichter Desorientierung und noch halb anästhetischem Zustand, da passen > Immanu El < musikalisch ohne Zweifel hinein.

Hier herrscht kein emotionales Anbiedern, lediglich die Begleitung für den Sonntag danach, die nächsten Nordischen Filmtage oder eben die Vorfreude auf den langsam aufkeimenden Frühling. Wer hier auf die Uhr schielt, hat nicht genug Zeit mitgebracht.

Dabei war es schon bei den Lokalmatadoren von > Nihiling < angebracht, vor Ort zu sein, zeigten sie doch eine gekonnte Version kleiner progressiver Rockepen, welche bereits auf der EP überzeugen konnten und definitiv Potenzial besitzen.

Ja, die Frau von vorhin ist inzwischen nicht mehr da, wird doch nicht auf Abstand gegangen sein…


MY HAPPY VALENTINE`S LYRICS.

herz1.jpg

One eye in the sun, one in the night
Sleep tight, sleepwalk like honey, honey
O my capital I LOVE U
Put it in a letter honey
I could kiss you underwater
I could in the rearview mirror
X.O, took my heart and crossed it
Set it down and lost it
Set it down and lost it
Say it again…

Get the guns out, get the guns out
Get the guns out, get the guns out
Get the guns out, get the guns out
Your love is a deserter
Your love is a deserter

One eye in the sun, one eye in the night
Sleep tight, sleepwalk like honey, honey
When you want me, you got me where you want me again
Say it again!
If it’s personal, say it again!

Get the guns out, get the guns out
Get the guns out, get the guns out
Get the guns out, get the guns out
Your love is a deserter
Your love is a deserter

Get the guns out, get the guns out
Get the guns out, get the guns out
Get the guns out, get the guns out
Get the guns out

You got one eye as white as a bride
The other eye, as black as the devil
It’s alright!
Oh oh, oh oh oh oh oh!
Oh oh, oh oh oh oh oh!

Crossed wires, sparking a little
Start a house fire with us in the middle
It’s alright!
Oh oh, oh oh oh oh oh!
Oh oh, oh oh oh oh oh!

Get the guns out, get the guns out
Get the guns out, get the guns out
Get the guns out, get the guns out
Your love is a deserter
Your love is a deserter

Your love is a deserter
Your love is a deserter

[ lyrics: THE KILLS

love is a deserter

NO WOW

2005 ]


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Fall 6.

D. aus A.

s7301520.jpg

01] wenn ein wort das andere ergibt… …dann bezeichne ich dies als Neologismus-Synonym.

02] chicaria…ist ein neumodischer Begriff, entsprungen aus der Clubber und RichGirl Szene, die eine besonders attraktive Frau, meist noch im minderjährigen Alter als Sexbombe bezeichnet. Umgangssprachlich auch als Chickeria bekannt.

03] dabei ist doch heute…sicher wieder irgend so ein Tag der Wurzel oder der Krampfader. Dinge die die Welt nicht braucht. Für mich ist Dienstag und das ist schlimm genug.

04] that dead hearts… ohje.. jetzt auch noch englisch. Tote Herzen rocken. Liebe ist tot. Sollte man wieder mal verstärkt dran glauben.

05] unwiderruflich?… Wir alle sind doch schon mal mit 20km/h zu schnell geblitzt worden.


06] der club der… toten Dichter ist out! Jeder Neo-Fashion-Punk bezeichnet sich heutzutage als besonders cool oder kreativ. Ich habe mal gelesen, dass sich jeder sechste auf der Welt für cool hält. Dann wären ja über eine Milliarde Menschen cool, das kann doch unmöglich stimmen, oder?

07] w für world, w für wide, w für…ist dies jetzt ein Intelligenztest für ein Bewerbungsverfahren? W für web natürlich!

08] you`re fired!...Angesichts der Tatsache, dass ich derzeit Zivildienst ausübe, wird das wohl so schnell nicht möglich sein.

09] wir als turntablerocker… sind ein langweiliges Volk. Handgemachte instrumentale Musik heißt der alte und neue und generell immer existierende Trend.

10] bitte neue saiten aufziehen… Ja, bei 6 Gitarren vernachlässigt man schon mal die ein oder andere Klampfe.

11] synergieeffekte… Ein Fremdwort. Keine Lust zu googlen und Wissen zu demonstrieren. Ich verneine die Frage.

12] sheets of london… Streets of Philadelphia.

13] alles hat ein ende... nur die Wurst hat zwei (um dem 08/15-Image noch mal gerecht zu werden!).


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Gern verdrängt, doch nicht vergessen: (F)RED CAP.

Hey Red Cap!

fred.jpg

Dreht man die Zeit um 8 Jahre zurück, würde sich etwa jeder Dritte der 14-18-Jährigen sofort angesprochen fühlen. Ein Phänomen hatte die Musiklandschaft erreicht, es hieß >New Metal< und war nach dem längst abgeschlossenen Grunge-Überfall wohl der nächste revolutionär anmutende Rockmarsch. Harte Zeiten fordern harte Maßnahmen und so klang der Soundtrack des Millenniums auch. Eher althergebrachte Riffattacken trafen auf peitschende Rapeinlagen, immer mit der nötigen Portion Psycho bzw. Ringutensilien in der Visage.

Wenn schon wütend, dann wenigstens cool dabei aussehen, die Adidas halten Gott sei Dank mehr als zwei Sommer.

Während also die immer wilder wuchernde Crossover-Fraktion potentielle Competitions in Sachen schräg inszenierter Images und Durchschreiten von Genre- aber bevorzugt auch Geschmacksgrenzen aufstellte, gab es diese eine Band, die sie alle in die Baggy steckte.

Gerade in kommerzieller Hinsicht ließen >Limp Bizkit< die Kollegschaft hinter sich, und das rückblickend auch verdient.

Während Wes Borland immer mehr als der kaum einschätzbare Künstler fungierte, war Mr.Fred Durst der irgendwie liebenswerte Proll der Halfpipe vom Viertel.

Dicke Hose, dicke Lippe, dicke Birne, und immer die Rotkäppchen-Verehrung ausgelebt.

Wenn das Ausbildungsgehalt nicht genug für Gel und Haarfärbemittel hergab-schon schlecht, aber eine Ausgabe des rote Kappis durfte echt nicht fehlen. Hatte für eine kurze Zeit die Funktion eines Schutzhelms und war praktisches Erkennungsmerkmal.

Lustig wird es bei der Fotoschau der Festivalsaison 2000, da riskiert die Silhouette der Outdoormeute ein ganz schön rotes Köpfchen.

Als Fred dann langsam die Backstagetüren zu Britney, Christina und seiner eigenen Person öffnete, ging auch die Popularität der Kopfbedeckung Richtung After(-Show). Im Zuge der 90er-Revival-Welle laufen wir aber wohl auch schnurstracks auf eine Wiederentdeckung der >Break Stuff<-Kappelle zu. Wünschenswert wäre das ja, schon wegen Nostal-gier und einem neuen Bündnis der roten Front.


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Gern verdrängt, doch nicht vergessen: GAG.

gag1.jpg

War das ein gefühlstechnischer Wandel, als selbst die Spielzeugkiste zum inoffiziellen Marktplatz böser Werte wie Neid, Profilierung und Missgunst mutierte.

Die Kollektion von Zootieren aus Plastik konnte ebenso wenig wie ein klassisches Federballset mit amerikanischen Neuerungen konkurrieren, die mit >größer-bunter-besser<-Ansteckern nur so um sich warfen.

Als die Jungs aus der Nachbarschaft möglicherweise schon kicherten, wenn man sich nur mit einer dicken Kugel Knetmasse vor den Hauseingang setzte. Wie langweilig und von vorgestern, der Knet gehört in den Werkenunterricht .

Und dann hing plötzlich etwas Neues im Spielwarengeschäft der nächst gelegenen Stadt.

Es war leuchtfarben, fast schon unrealistisch neon.

Außerdem sah man bereits trotz Verpackung, wie schleimig sich dieses seltsame Etwas wohl anfühlen würde. Wie komisch, davon werden wohl selbst Andy und Sebastian noch nie gehört haben. Muss ich haben.

Nach dem Auspacken gab es kein Halten mehr, es wurde gezehrt, gezogen und umher gewickelt. Zwei Tage später dann geworfen, ob auf Brüder oder Haustiere, das fetzt.

Wie ein Stück Comicfigur hing es an der Decke, als würde es einen anglotzen, am liebsten würde man dran fressen. Zwei Wochen später kam dieser Gedanke kaum noch auf, der eher plastisch-chemische Geruch wich einem Anfall von Stinkmorchel. Und nicht nur das, auch die Konsistenz ging neue Wege, elastisch ist jedenfalls anders. Und selbst wenn das übertriebene Leuchten des Schleimbatzens blieb, das Leuchten der Kinderaugen verschwand.

Spätestens als Mutti den Mist in den Mülleimer beförderte, wegen: „Das schimmelt schon„.

Naja, der Weg bis zur nächsten Wippe war nicht weit.


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MEWITHOUTYOU: BROTHER, SISTER

Lassen sie die Puppen tanzen, Herr Ober(st)!

___________

MEWITHOUTYOU

Brother, Sister

Tooth & Nails Records (Import)

2006

mewithout.jpg

Ein doppeltes Dankeschön geht raus nach Philadelphia, denn die Herren von > Mewithoutyou < haben mir zwei alte Leidenschaften zurück ins Bewusstsein gerufen.

Da wäre zum einen der totale Verfall an die Muppets-Sippschaft.

Ja, Jim Hensons Lebenswerk ist nicht nur nette Kindheitserinnerung, sondern eine eher latent offenbarte Religion. Nein, nervig ist was anderes, wenn der ohrenhängende Hund Rowlf wackelnd den Flügel bearbeitet, Langnase Gonzo erfolglos nach Aufmerksamkeit buhlt, Miss Piggy wieder den glamourösen Auftritt der Stunde zu inszenieren versucht um die inoffizielle Definition einer guten Seele, namens Kermit den Frosch, zu beeindrucken.

Das ist Unterhaltung auf höchstem Niveau, unbestritten. Ähnlich verhält es sich mit der vorliegendem dritten Veröffentlichung > Brother, Sister <.

Was kompositorisch vorerst eher orientierungslos anmutet, zeigt sich schon bald als eine Show, die mit jeder Vorführung wächst. Und abgesehen von der Sozialisierung der Band zwischen > Minus the Bear < oder auch > Underoath <, werkeln > Mewithoutyou < inzwischen doch in einer anderen Liga. Hier werden lächelnd Fenster geöffnet, Frischluft-Alarm ist angesagt. Emotionale Schlittenfahrten, die zwischen betröppelter Melancholie und aufbrausender Euphorie pendeln, werden hier mit offenen Armen und weniger runzelnder Stirn oder gar packender Faust zelebriert.

Spätestens beim drolligen Spider-Dreier sieht man sich inmitten des Muppets-Sets, umringt von lieblich mit wippender Puppenschar, ferner kann der schwitzige Moshpit der nächsten Core-Butze nicht sein.

Dann wäre da Verbindung Nummer zwei. Wer war vor etwa fünf, sechs Jahren, die unangefochtene Antwort auf die Frage, wer ist der (schönste?) Singer/Songwriter derzeit?

Ja, Herr Conor Oberst. Und mit dem Wissen dass auch der eine Emo-Vergangenheit mit sich trägt, wäre er im plötzlichen (nicht gewünschten) Krankheitsfalle der Frontstimme Aaron, die optimale Vertretung. Nicht selten fühlt man sich nämlich an die zerrissen-ungefilterte Stimmung alter > Bright Eyes < -Songs erinnert. Das Organ gekonnt überreizen und dann fallen lassen, das können sie beide gleich überzeugend.

Doch jetzt mal mit dem nötigen Abstand betrachtet:

Fans der kuscheligen Freunde dürfen wohl noch ewig auf die angekündigte Superbox des riesigen Muppets-Fundus warten und Conor rennt seit der offensichtlichen Sucht nach Perfektionismus dem alten Spirit erfolglos nach, ergibt freie Fahrt für > Mewithoutyou <.


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Wo ist der Fehler?


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kick the IN OUT of february.

IN+

+Ovomaltine, da es den anheimelnden Esprit alter Tage zwischen Kaffeekränzchen und Fotoalbum-Blättern versprüht, aber delikatös in nahezu jeder Situation.

+gefühlsmäßige Verarmung offen zelebrieren, celebrate bad times, come on!

+der Begriff >arschlos<, letztlich nur eine gossigere Ausgabe von >haltlos<, von wegen definitionsfrei.

+Stimmungs- und Meinungswechsel. Nicht vergessen, Ambivalenz ist ein Zeichen zu leben, nicht von Schwangerschaft.

+Heimatgefühle. Wenn alles Vertrauen schwindet, das rudelartige Gefühl zusammen zu gehören, bleibt irgendwie. Achtung: manchmal auch peinlich berührend.

+Frisches vom Bäcker, solange der ungelernte Mensch hinter der Theke weiß, was er einem da einpackt. Erklärungen wie „was rotes drin“ wirken nur semi-profesionell.

+Lernmarathons, die kurz, knapp und effektiv ausfallen. Wem will man schon was beweisen, außer seiner inneren Uhr. Gelassenheit als Wort der Stunde.

+nach Kalendern erst ab Februar Ausschau halten und befestigen, vorher würde es schließlich von glitzernder Adventsdeko und dem Silvestermüll verdeckt werden.

Tipp: www.lieblingsempire.org

+Gesprächsthemen der obskuren Sorte. Sollte Inzest nicht Tabu bleiben? Verbotene Liebe, das ist euer Metier.

+Gewohnheitsrecht, ist alles so wild, schnell und vergänglich, da gilt es auch Dinge einzufordern die Bestand haben dürfen. Immer machbar?

OUT_

_Schlaglöcher, weil selten zu erahnen, tief und sogar gefährlich bis zum Zerstörungsakt

_andere zeitlich bis zum Ultimum vertrösten. Aussagen wie: „Na gleich-das hab ich dir eben schon gesagt“, gehen gar nicht bzw. schließen sich einfach selbst aus und ein.

_Gesprächsbedarf ziellos an den Mann bringen wollen. Wenn man quatschen möchte, ruft man an.

_Tanzen, eher ein Beweis von Dummheit, als von expressiver Lebensfreude. Diskussionswürdig, liebe Dancingqueens.

_Bier. Ein großes Sorry geht raus an Deutschland, aber der Untergrund und die Szene wispern das schon länger durch die Gassen. Das Zeug ist auf einem Popularitätstief trotz des Mixhypes und Karneval.

_Luftverhältnisse welche Pumakäfigen Konkurrenz machen, more than love is in the air.

_von Illegalitäten träumen. Einbrüche sind selten cool, nur körperliche bei den anderen.

_Stagediving bei Publikum mit Durchschnittsalter von 17, da ist der freie Fall abzusehen, plumps!

_panische Autofahrer. Leise rieselt eine Flocke, da müssen 20 Sachen runter, schließlich hat man keine Schneeketten drauf.

_dicke Gestelle. Auch wenn es Indielectricpoppowertower-Anhänger niemals zugeben würden, die Brillen der Marke Hot Chip gehören in die Kategorie „Ach Großmutter, warum hast du so große Augen?“, demzufolge nicht so fette Glubscher riskieren.

_sich mit der partytechnischen Angebotspalette zufrieden geben. Stürzt die Boxen, boykottiert die Nebelmaschinen, verhaut den DJ oder organisiert euch selbst. Do-it-yourself-Motto nicht nur ordentlich hardcore, sondern womöglich auch zukunftsträchtig.

_über deutsches Musikfernsehen lästern. Schon mal Hit24 erlebt? Ein Fest für alle Sinne, auch noch nonstop, öhm. Da kämpfen innerer Anspruch und voyeuristischer Wolf innerliche Schlachten, die visuelle Randomparty unserer Eltern.

_Mitarbeiter marktführender Baueinrichtungen. Wer Kunden verarscht, gehört vergabelstaplert.

_derbere Umgangstöne meiden. Wir sind ja alle so erwachsen.

[ PS: Die Schnecke kann trotz der immensen Nachfrage nicht tanzend auf Handy geladen werden, sorry. ]


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